Zentraler Fernbus-Terminal beim Ferry-Dusika-Stadion

Wien bekommt einen neuen zentralen Fernbus-Terminal. Er wird beim Ferry-Dusika-Stadion im 2. Bezirk errichtet. Ziel ist es, dass künftig alle Fernbusse im neuen Terminal an- und abfahren.

Video: Wien bekommt einen neuen Fernbus-Terminal

Bürgermeister Michael Ludwig: "Wien punktet international als erfolgreiche Tourismus- und Wirtschaftsmetropole - nicht zuletzt dank ihrer ausgezeichneten Erreichbarkeit. Wir haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der dazu notwendigen Infrastruktur investiert, vom Ausbau des Wiener Flughafens bis zum neuen Hauptbahnhof. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter mit dem Bau eines neuen zentralen Fernbus-Terminals, um auch diese dritte wichtige Säule im Personen-Fernverkehr für die Zukunft zu stärken."

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Die intensive Diskussion der Standortfrage während der vergangenen Wochen beweist einmal mehr, dass sich Hartnäckigkeit bezahlt macht und alle davon profitieren, wenn man sich für eine weitreichende Entscheidung wie diese ein, zwei Tage länger Zeit nimmt. Wir werden nun darauf achten, dass der neue Terminal nicht nur architektonisch, sondern auch ökologisch auf höchstem Niveau gestaltet wird."

Designierte Verkehrsstadträtin Birgit Hebein: "Ich freue mich, dass Wien einen neuen, hochmodernen Fernbus-Terminal bekommt und bin überzeugt, dass mit dem Standort die richtige Wahl getroffen wurde. Ich werde in Zukunft dieses Projekt Seite an Seite mit dem Bezirk und in regem Austausch mit der Bevölkerung umsetzen."

Ausgezeichneter Standort in der Leopoldstadt

Der Standort für den geplanten Fernbus-Terminal liegt direkt am Handelskai und grenzt südöstlich unmittelbar an das Ferry-Dusika-Stadion an. Die Busse können über die A23-Anschlussstelle Handelskai und dann direkt vom Handelskai in den Bus-Terminal an- und abfahren. Über die neue Zufahrt verbessert sich auch die Verkehrssituation vor Ort.

Der neue Fernbus-Terminal befindet sich in unmittelbarer Nähe der U2-Station "Stadion". Die Passagiere können so rasch auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. In 7 Minuten erreichen Touristen von dort die Wiener Innenstadt.

Beim Ferry-Dusika-Stadion sind zudem genügend Parkplätze vorhanden.

Flughafen-Feeling für Busgäste

Visualisierung des Fernbus-Terminals

Der neue Fernbus-Terminal wird auf zwei Geschoßen angeordnet sein, einem Erdgeschoß und einem Untergeschoß. Das Abfertigungsgebäude wird im Erdgeschoß unmittelbar angrenzend an das Stadioncenter an der Engerthstraße errichtet. Möglich ist auch eine bauliche Verbindung mit dem Stadioncenter.

Im Untergeschoß erfolgt die An- und Abfahrt der Busse. Hier befinden sich die Bussteige mit bis zu 36 Haltestellen zur Abfertigung der abfahrenden und ankommenden Busse.

Auch attraktive Passagierzonen mit entsprechenden Anzeigesystemen, Warteräumen, Cafés, Geschäften und Sanitäreinrichtungen sind vorgesehen. Denn die Aufenthaltsqualität ist von enormer Bedeutung. Ein dementsprechend hoher Stellenwert wird auf die Themen Sicherheit, Sauberkeit und Belichtung gelegt.

Der neue Fernbus-Terminal soll auch digital werden, vom Online-Ticketing bis hin zur digitalen Fahrgastinformation. Darüber hinaus soll der neue zentrale Fernbus-Terminal auch als Schnittstelle zu alternativen Mobilitätsformen wie Car-Sharing oder Bike-Sharing agieren.

Rund 5 Millionen PassagierInnen pro Jahr

Der internationale Fernbusverkehr in Wien hat in den letzten 5 Jahren kontinuierlich zugenommen. Derzeit gibt es 200.000 Ankünfte und Abfahrten von Fernbussen mit rund 5 Millionen Passagierinnen und Passagieren. Mittlerweile ist nahezu jede europäische Hauptstadt von Wien aus mit Fernbussen erreichbar. Mit seinen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln relativ niedrigen Ticketpreisen macht er leistbares Reisen auf internationalen Strecken vor allem für junge Menschen attraktiv.

Umsetzung durch die Wien Holding

Mit der Vorbereitung, Planung und Realisierung des neuen Fernbus-Terminals wurde die Wien Holding betraut. Zu den Aufgaben gehört, die Projektkosten zuverlässig zu ermitteln und Finanzierungsmodelle zu erarbeiten sowie einen Business Case für die Betriebsphase aufzustellen. Ziel ist es, dass zumindest die Betriebskosten des Terminals aus den Einnahmen finanziert werden können.

Die Entwicklung des neuen Fernbus-Terminals wird in enger Abstimmung und unter Einbeziehung der Busdiensteanbieterinnen und -anbieter, der Wiener Wirtschaft, des Bezirkes sowie der Anrainerinnen und Anrainer erfolgen.

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