Streckenausbau Wien - Bratislava

Ab 2023 verkürzt sich die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten um 25 Minuten.

Burg in Bratislava

Nirgendwo in Europa liegen zwei Hauptstädte so nah beieinander wie Wien und Bratislava. Die zwei Städte wachsen nun noch näher zusammen: Möglich macht das der abschnittsweise zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der bestehenden ÖBB-Strecke vom Bahnhof Stadlau bis zur Staatsgrenze nähe Marchegg. Ab 2023 profitieren Reisende sowie Pendlerinnen und Pendler von kürzeren Fahrzeiten im Fernverkehr, möglichen Taktverdichtungen im Nahverkehr, barrierefreien Bahnhöfen sowie eine direkte Umsteigemöglichkeit auf die U2 in Wien.

Das grenzüberschreitende Ausbauvorhaben und die Modernisierung der Strecke investieren die ÖBB 505 Millionen Euro.

Modernisierung der Strecke Stadlau - Marchegg - Staatsgrenze

Die bestehende 37,5 Kilometer lange eingleisige Strecke ist derzeit voll ausgelastet. Um die Kapazitäten zu erhöhen und den Fahrgästen bessere Verbindungen bieten zu können, wird sie unter Aufrechterhaltung des regulären Zugbetriebs abschnittsweise zweigleisig und elektrifiziert ausgebaut. Sofern es die Kapazität erfordert, ist ein durchgängiger zweigleisiger Ausbau bis 2030 möglich. Auch auf slowakischer Seite soll der Ausbau folgen.

Damit kann die Streckengeschwindigkeit künftig von aktuell 120 km/h auf eine maximale Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h angehoben werden. Die Fahrzeit zwischen Wien und Bratislava verkürzt sich. Um die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten wesentlich zu erhöhen, werden die 13 bestehenden Eisenbahnkreuzungen entlang der Strecke durch Über- oder Unterführungen ersetzt.

Zum Schutz der Siedlungsgebiete errichten die ÖBB moderne Lärmschutzwände. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer können etliche Bahnbegleitwege künftig als Spazier- oder Radweg zusätzlich nutzen.

Neue und moderne Bahnhöfe

Die Bahnhöfe auf der Strecke werden mit barrierefreien Zugängen, vor der Witterung schützende Bahnsteigdächer, transparente Wartekojen sowie kundenfreundliche Wegeleit- und Informationssysteme modernisiert.

Im Wiener Abschnitt entstand 2018 mit der Haltestelle Aspern Nord eine neue Verknüpfungsstation zwischen der ÖBB-Strecke und der Wiener U-Bahnlinie U2. Damit können Fahrgäste hiereinfach und bequem umsteigen.

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