Test für Falschparker-Warnsystem in der Josefstadt

Warnschild für falsch geparkte Autos

Die Wiener Linien weiten den Test ihres Falschparker-Warnsystems auf einen zweiten Standort aus. Nach der Döblinger Hauptstraße wird im Bereich der Blindengasse 2 bis 8 im 8. Bezirk eine elektronische Hinweistafel aufgestellt, die Pkw-Lenkerinnen und -Lenker darauf aufmerksam machen soll, wenn ihr Auto zu nahe an den Gleisen parkt und damit die Straßenbahn blockiert. Rund 40 Falschparker sorgen pro Jahr an dieser Stelle für Verspätungen und Fahrtbehinderungen bei der Straßenbahnlinie 5. Die Testphase ist bis Frühjahr 2017 geplant, danach werden die Daten von den Wiener Linien ausgewertet und mit dem Bezirk besprochen.

Josefstadts Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert: "Nach der Probephase wird der Bezirk gemeinsam mit den Wiener Linien eine Evaluierung durchführen."

Parkende Autos, an denen sehr knapp eine Straßenbahn vorbeifährt

Zu nah an den Gleisen geparkte Autos werden vom Warnsystem mittels Sensor erkannt. In diesem Fall gibt es optische Warnsignale ab.

Öffi-Stadträtin Ulli Sima: "Freie Fahrt für die Öffis ist uns im Sinne der Fahrgäste ein zentrales Anliegen. Mit diesem innovativen Warnsystem wollen wir an diesem Falschparker-Hotspot die Zahl der Fahrtbehinderungen reduzieren, die für Verzögerungen und viel Ärger bei den Fahrgästen sorgen."

Freie Fahrt für die Straßenbahn

2015 verzeichneten die Wiener Linien fast 2.200 Falschparker, die Straßenbahnen und Autobusse blockierten. Binnen kurzer Zeit können mehrere tausend Fahrgäste betroffen sein. Die Behebung der Störung dauert mitunter bis zu 40 Minuten. Bereits wenige Zentimeter, die ein Auto zu nahe am Gleis parkt, reichen aus, um Straßenbahn oder Bus an der Weiterfahrt zu hindern.

Falschparken ist kostspielig

Auf Falschparkerinnen und -parker kommen erhebliche Kosten zu. Neben einer Verwaltungsstrafe sind auch Kosten für den Einsatz von Feuerwehr oder Abschleppdienst von den Verursacherinnen und Verursachern selbst zu tragen. Hinzu kommen Überstundenkosten des Personals der Wiener Linien. Insgesamt kann sich Falschparken rasch auf einige hundert Euro summieren.

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