Carsharing - Vorteile für die Stadt

Carsharing bringt für die Stadt Wien praktisch nur Vorteile. Es ist nachweislich ein geeignetes Konzept, um eine nachhaltige Mobilität zu fördern und den Parkdruck auf den Straßenraum zu verringern.

Carsharing-Fahrzeug vor dem Wiener Heldenplatz

Carsharing ist Baustein einer nachhaltigen Mobilitätspolitik

Die Stadt Wien hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Carsharing-Kundinnen und -Kunden in den nächsten Jahren von derzeit circa 7.000 auf 50.000 zu steigern. Natürlich ist Carsharing nicht für jede Wienerin und jeden Wiener das Richtige. Aber wenn drei Prozent der Wienerinnen und Wiener (50.000 Personen) Carsharing nutzen würden, sind mehrere tausend private Autos nicht mehr notwendig. Die Parkplatzsituation entspannt sich also, wenn mehrere Personen ein Auto teilen.

Die Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner bekommen die Möglichkeit, in ihrer Stadt zu leben und mobil zu sein, ohne ein eigenes Auto zu besitzen. Carsharing berücksichtigt somit auch soziale Aspekte wie Chancengleichheit und Zugang zur Automobilität.

Carsharing fördert den Umweltverbund

Carsharing unterstützt einen multimodalen Lebensstil, bei dem der Umweltverbund (Öffentlicher Verkehr, Fahrrad, Gehen) die Hauptrolle spielt. Carsharing ist die "Mobilitätsversicherung" zum Umweltverbund.

Carsharing reduziert den CO2-Ausstoß drastisch

Jede aktive Schweizer Carsharing-Kundin beziehungsweise jeder aktive Schweizer Carsharing-Kunde setzt jährlich 290 Kilogramm CO2 weniger in die Atmosphäre frei. Carsharing-Kundinnen und -Kunden verwenden das Auto überlegter und nur dann, wenn es tatsächlich persönliche Vorteile bringt. Daher unterstützt auch das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien (KliPII) Carsharing.

Immer mehr Städte entdecken Carsharing als wichtiges Element in ihrer Mobilitätspolitik und entwickeln eine eigene Carsharing-Strategie. In ganz Europa erlebt Carsharing derzeit einen regelrechten Boom.

Wieso passt Carsharing so gut zum öffentlichen Verkehr?

Übersichtsgrafik: Kombinierte Mobilität als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr

Nutzen statt besitzen: Die Grafik zeigt die verschiedenen Verkehrsmittel und Mobilitätsdienste unterteilt in kollektive und individuelle Nutzung beziehungsweise mit öffentlichem und privatem Zugang.

Da Carsharing nicht für tägliche Autofahrten geeignet ist, verwenden die Carsharing-Nutzerinnen und -Nutzer gewohnheitsmäßig meist die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch wenn man im Alltag dank des guten öffentlichen Verkehrs in Wien ohne Auto auskommt, braucht man hin und wieder doch ein Auto. Und genau dann ist Carsharing die ideale "Mobilitätsversicherung": Wenn es etwas zu transportieren gibt (zum Beispiel ein größerer Einkauf) oder ein Ausflug ins Grüne ohne geeignete Bus- oder Bahnverbindung lockt, steht ein Carsharing-Fahrzeug bereit.

Somit erleichtert Carsharing den Trend hin zu "Auto nutzen statt besitzen". International gibt es viele erfolgreiche Beispiele, wie öffentliche Verkehrsunternehmen mit ergänzenden Mobilitätsanbietern kooperieren. Daher unterstützt auch der Weltverband der öffentlichen Verkehrsunternehmen (UITP) Carsharing als Teil der kombinierten Mobilität.

Gibt es durch Carsharing noch mehr Autos in Wien?

Nein! Das Gegenteil ist der Fall. Da die Verfügbarkeit von Carsharing in der Nähe des Wohnorts oder des Arbeitsplatzes ein Leben ohne (Zweit-)Auto wesentlich erleichtert, führt Carsharing dazu, dass mehr Haushalte auf ein eigenes Auto oder eine Neuanschaffung verzichten können und wollen.

Carsharing-Haushalte sind zu 70 bis 80 Prozent autofrei, der Wien-Durchschnitt liegt bei 41 Prozent.

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