Rotundenbrücke

Rotundenbrücke über den Donaukanal

Die Rotundenbrücke führt über den Donaukanal. Sie verbindet den 2. und den 3. Bezirk. Über die Brücke verkehrt die Straßenbahnlinie 1 sowie die Buslinie 4A.

Geschichte

Bereits 1776 veranlasste Kaiser Josef II den Bau einer Brücke an Stelle der damaligen Überfuhr. Die erste Brücke war eine "Doppelbrücke" aus Eichenholz.

Nach und nach entstanden mehrere Brücken, die zum Teil sehr kurzen Bestand hatten. Die Rasumofsky-Brücke 1811 überstand Hochwasser und Eisstöße nicht und musste 1819 bereits wieder abgetragen werden. 1824 bis 1871 bestand die erste Sophienbrücke, die damals die erste Kettenbrücke von Wien war. Sie war aber nur für Fußgänger und Pferde benutzbar. In den Jahren 1871 und 1872 wurde die zweite Sophienbrücke nach dem konstruktiven Vorbild der Brigittabrücke (heutige Friedensbrücke) erbaut. Diese war auch für Fuhrwerke befahrbar. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Brücke in Rotundenbrücke umbenannt.

Die neue Bogenbrücke wurde nach Plänen von Clemens Holzmeister zwischen 1935 und 1937 errichtet, aber in den letzten Kriegstagen 1945 wurde sie gesprengt. Bereits Ende 1945 wurde eine provisorische Brücke aus Holz und Stahl mit zwölf Meter breiter Fahrbahn, zwei je 2,5 Meter breiten Gehsteigen und Straßenbahngleisen errichtet.

Die heutige Rotundenbrücke wurde 1953 bis 1955 gebaut und besteht aus einer Trägerrostbrücke mit orthotroper Fahrbahn. Das Tragwerk ist eine geschweißte Konstruktion mit genieteten Baustößen und einer weitgehend konstanten Konstruktionshöhe von 1,45 Metern. Die eingeschränkte Bauhöhe ergab sich aus dem Umstand, dass die Brücke damals sich noch im Rückstaubereich des Donauwassers befand. Während der gesamten Baudauer musste der Verkehr über die Brücke aufrecht erhalten werden.

In der näheren Umgebung

In der Nähe der Rotundenbrücke befindet sich das HundertwasserKrawinaHaus und das Bundes-Blindenerziehungsinstitut. Ebenso befindet sich in unmittelbarer Nähe das Palais Rasumofsky, in dem die Geologischen Bundesanstalt (GBA) von 1849 bis zum Jahr 2005 befand.

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Wiener Brückenbau und Grundbau (Magistratsabteilung 29)
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