Marienbrücke

Die Marienbrücke verbindet den 1. und 2. Bezirk über den Donaukanal.

Marienstatue auf der Marienbrücke

Namensgebende Marienstatue auf der Brüstung in der Brückenmitte

Namensgebend war die auf der Brüstung in der Brückenmitte aufgestellte Marienstatue. Sie war eine Schöpfung von Hans Schwathe. Sie stellte die Heilige Jungfrau Maria als Vernichterin der Sünde, umgeben von einem Rosenkranz, dar. Die Statue wurde 1909 vom Wiener Weihbischof Godfried Marschall geweiht.

Bei der Sprengung im April 1945 wurde auch die Madonna zerstört. Von Oskar Thiede wurde eine vereinfachte Nachbildung geschaffen, die zunächst 1951 flussaufwärts der Marienbrücke auf dem Franz-Josefs-Kai aufgestellt wurde.

1983 wurde die Madonna aus Anlass des Österreichischen Katholikentags wieder auf der Marienbrücke aufgestellt.

1988 wurde im Zuge des Papstbesuchs Papst Johannes Paul II. von Bürgermeister Helmut Zilk und hohen Vertretern der Stadt Wien auf der Brücke empfangen. Der Ort wurde deswegen gewählt, um vom Flughafen kommend den Umstieg ins sogenannte "Papamobil" zu ermöglichen. Nach einem kurzen Gebet vor der Statue ging die Fahrt zum Gottesdienst in den Stephansdom weiter.

Geschichte

1905 bis 1945

Die Marienbrücke wurde zwischen 1905 und 1906 als Stabbogenbrücke errichtet.

1945 bis 1946

Provisorium auf den Trümmern der gesprengten Marienbrücke 1945

Im April 1945 wurde die Brücke zerstört. Auf den im Wasser liegenden Trümmern der zerstörten Brücke wurde ein notdürftiger Übergang geschaffen. Die Tragwerksreste mussten 1946 nach der Fertigstellung der provisorischen Schwedenbrücke entfernt werden, um auf dem Donaukanal die Schifffahrt zu ermöglichen.


Fußgängerinnen- und Fußgängerübergang 1948 bis 1961

Als notdürftigen Ersatz für die Marienbrücke und die Salztorbrücke wurde kanalabwärts ein Fußgängerinnen- und Fußgängerübergang errichtet. Dieser blieb bis zur Eröffnung der neuen Salztorbrücke im Jahre 1961 bestehen.


1951 bis heute

Nach Plänen von Karl Jäger und unter künstlerischer Beratung von Adolf Hoch wurde die Marienbrücke als 99. von 136 im Zweiten Weltkrieg zerstörten Brücken zwischen 1951 und 1953 von der Stadt Wien als erste große Stahlbetonbrücke im Raum Wien errichtet. Sie wurde 1953 durch Bürgermeister Franz Jonas eröffnet. Die neue Brücke ist um fünf Meter breiter als das Vorgängerbauwerk.

Seitenansicht der Marienbrücke Marienbrücke
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