Hohe Brücke

Die Hohe Brücke 1997

Die Hohe Brücke im 1. Bezirk führt im Verlauf der Wipplinger Straße über den Tiefen Graben.

Geschichte
Generalinstandsetzung 1979 bis 1981
Instandsetzung 1996


Geschichte

Barockansicht der Hohen Brücke Neubau der Hohen Brücke
  • 1295: Erste urkundliche Erwähnung: Die Hohe Brücke war ursprünglich eine Holzkonstruktion. Sie überbrückte das Bett des Ottakringer Baches, in dem später ein Arm des Alsbaches floss.
  • Nach 1456: Nach der Ableitung des Alsbaches diente die Hohe Brücke ausschließlich als Straßenbrücke. Der Name ist aus dem darunter liegenden heutigen Tiefen Graben abgeleitet. Die Brücke präsentierte sich mittlerweile als gemauerter, gotischer Spitzbogen.
  • 18. Jahrhundert: Die Hohe Brücke erhielt eine barocke Balustrade und eine um 1782 erbaute Kapelle für eine Johannes Nepomuk-Statue.
  • 1857 bis 1858: Neubau der Brücke im neugotischen Stil: Sie überspannte den Tiefen Graben mit einem einzigen Spitzbogen in Form eines Tudorbogens. Die lichte Spannweite betrug sechs Meter, die lichte Durchfahrtshöhe zirka 6,80 Meter und die Breite der Fahrbahn sieben Meter. Als Geländer diente eine steinerne Brüstung. Das Mauerwerk der Bogenbrücke bestand aus Ziegeln. Die Johanneskapelle wurde entfernt.
  • 1903 bis 1904: Neubau nach dem Entwurf des Architekten Josef Hackhofer. Die tragende Konstruktion war zur Gänze verkleidet: die Unterschicht mit Wellblech, die Seitenansichten mit Carrarer Marmor. In den Eckfeldern der Marmorverkleidung waren Ansichten der beiden Vorgängerbauten mit Goldauflage eingraviert. Die Geländer bestanden aus eisernem Stabwerk mit reich verzierten Jugendstilornamenten. Vor den Widerlagermauern unter der Brücke lagen Geschäftsportale im Stil der alten Rollbalkenläden. Sie dienten nur der Zierde, da der Raum dahinter nur einen halben Meter tief war. Dieser Bau besteht heute im Wesentlichen noch unverändert und steht unter Denkmalschutz.

Generalinstandsetzung 1979 bis 1981

Gravuren an der Hohen Brücke
  • Erneuerung des gesamten Entwässerungssystems (bereits 1978)
  • Neue Verkleidung der Stirnseiten der Brückenkonstruktion mit Mamorplatten
  • Wiederherstellung und Vergoldung aller ursprünglich vorhandenen Verzierungen, Gravuren und Inschriften
  • Instandsetzung beziehungsweise Neuherstellung der Geschäftsportale im Tiefen Graben, der Portale beiderseits der Brücke aus Mannersdorfer Kalkstein und der Wellblechverkleidung an der Brückenuntersicht gemäß dem Altbestand und unter Verwendung derselben Materialien
  • Instandsetzungsarbeiten an der Stahlkonstruktion und Abdichtung gegen Feuchtigkeit auf beiden Gehwegen
  • Erneuerung aller Beläge
  • Verkleidung der straßenseitigen Ziegelstützmauern der beiden Stiegenanlagen mit Asbestzementplatten (erst 1984)

Instandsetzung 1996

Vergoldung an der Hohen Brücke
  • Komplette Instandsetzung der beiden Stiegenanlagen
  • Neuer Verputz für die hausseitigen Fassaden
  • Entfernung der straßenseitigen Verkleidungen mit Asbestzementplatten, Ausbildung des darunter liegenden alten Ziegelmauerwerkes als Sichtmauerwerk
  • Neues Beleuchtungskonzept für die Brücke und die Stiegenanlagen
  • Instandsetzung des Korrosionsschutzes aller Stahlteile
  • Neue Vergoldung aller ursprünglich plattvergoldeten Zierelemente und Gravuren
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Wiener Brückenbau und Grundbau (Magistratsabteilung 29)
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