Generalinstandsetzung der "Ohmannschen" Wienflussverbauung im Stadtpark

Die Ohmannsche Wienflussverbauung beim Wiener Stadtpark

Nach der Generalsanierung 2001 bis 2004 erstrahlt die Wienflussverbauung im Wiener Stadtpark wieder im alten Glanz.


Baugeschichte

Historische Postkarte

Das Wienflussportal im Stadtpark entstand im Zuge der Regulierung des Wienflusses. Es ist eines der großen Meisterwerke des Jugendstils von europäischer Bedeutung. Der Entwurf geht auf den Architekten Krieghammer zurück. Die Stadt Wien beauftragte nach dessen Tode, 1898, den Architekten Friedrich Ohmann mit den Planungen. Ohmann zog seit der zweiten Hälfte des Jahres 1900 den Architekten Josef Hackhofer als Mitarbeiter heran. Die Bauführung erfolgte 1904 bis 1906. Die geplante künstlerische Ausgestaltung mit wasserspeienden Elefanten und einem Schleier-Wasserfall über dem Schlussstein des Portals wurde aber aus Kostengründen von der Stadt Wien nie realisiert.

Daten zur Baugeschichte

  • Baubeginn: 21. Jänner 1906 (Bauvergabe)
  • Feierliche Eröffnung: 15. November 1906
  • Bauherr: Gemeinde Wien
  • Planung und Oberbauleitung: Stadtbauamt
  • Vorentwurf: Rudolf Krieghammer
  • Entwurf und Detailplanung: Friedrich Ohmann, Josef Hackhofer, Stadtbauamt, Ludwig Lepuschitz
  • Örtliche Bauleitung: Stadtbauamt, Martin Paul, Ernst Bollinger
  • Baumeister: F. Marinelli & L. Faccanoni
  • Schlosserarbeiten: Heinrich Sasse
  • Bronzeguss: Wilhelm Lovrek
  • Künstlerische Ausstattung, Bildhauer: Johannes Benk, Johann Bock & Komp, Heinrich Hausleithner, Wilhelm Hejda, Johann Hutterer, Jung & Russ, Franz Klug, Josef Parschalk, Hans Rathausky
  • Originale Baukosten: 556.000 Kronen

Das Projekt

Das Projekt umfasst alle Bauteile der sogenannten "Ohmannschen" Wienflussverbauung im Stadtpark zwischen Elisabethstraße und Ungarbrücke im Stadtpark, im Besonderen:

  • Die gesamte Eingangszone in den Stadtpark entlang der Elisabethstraße mit den beiden Pylonen, die das Wappen der Stadt Wien tragen
  • Das monumentale Bauwerk des eigentlichen Wienflussportals mit den Pavillons, den steinernen Arkaden und den zur Promenade hinabführenden Stiegenanlagen
  • Die beiden Promenaden mit allen dazugehörigen Stiegenanlagen, den Stützmauern samt Balustraden und der künstlerischen Ausgestaltung

Generalinstandsetzung

Die Generalinstandsetzung der "Ohmannschen" Wienflussverbauung war aufgrund schwerer statischer Schäden und dem, nach rund einhundertjähriger Bestandsdauer verständlichen, generellen Materialverschleiß notwendig geworden.

In diesem Sinn sind folgende Arbeiten vorgesehen:

  • Die statische Ertüchtigung des Gesamtbauwerkes, im Besonderen der Unterkonstruktionen der Stiegenanlagen und die Erneuerung der Decken im Bauwerk selbst
  • Die Isolierung aller Bauteile gegen eindringende Feuchtigkeit
  • Die Erneuerung beziehungsweise Schaffung der technischen Infrastruktur wie Beleuchtung und Bewässerung
  • Die restauratorische Behandlung aller Steinoberflächen und der wertvollen künstlerischen Ausstattung
  • Die Wiederherstellung der auf eisernen und hölzernen Rankgerüsten hochwuchernden Begrünung als Abschluss der geplanten Sanierungsarbeiten

Daten zur Generalsanierung

  • Baubeginn: Dezember 2001
  • Bauende: 22. September 2004
  • Auftraggeber: Magistrat der Stadt Wien, Brückenbau und Grundbau
  • Generalplaner: Architekt Univ. Prof. Dr. Manfred Wehdorn
  • Herstellungskosten: zirka 4,62 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer)
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Wiener Brückenbau und Grundbau (Magistratsabteilung 29)
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