Neubau des Margaritensteges

Der neue Margaritensteg

Grundlagen

Der neue Margaritensteg ist eine Geh- und Radwegverbindung zwischen der linken Wienzeile (Parkplatz Naschmarkt) und der Hamburger Straße (Ernst-Arnold-Park) im Bereich des Rüdigerhofs. Es handelt sich dabei um eine Stahlbrücke über die U-Bahnlinie U4 mit Stahlbetonrampe entlang der Stadtbahnmauer.
Durch diesen Steg wird ein wichtiger Lückenschluss im Radwegekonzept in diesem Bereich erreicht. Es ist dann möglich, mit dem Rad von der inneren Stadt über den Naschmarkt bis in den 12. Bezirk und von dort bis zur Stadtgrenze zu gelangen.

Den Informationsfolder zum Bau des Margaritenstegs: 0,9 MB PDF19 KB RTF
Der Folder kann auch bei der MA 29 bestellt werden: Folder und Pläne der MA 29


Bauablauf und Bauzeiten

Der Margaritensteg wurde als "Baustelle in der Baustelle" fertig gestellt. Nach Fertigstellung des Zielschachtes der Abteilung Wien Kanal im Frühjahr 2006 wurde die Oberfläche hergestellt, sodass der Steg bereits benutzbar ist.

Im Herbst 2006 erfolgt die definitive Gestaltung der Park- und Straßenoberflächen.

Mit den Arbeiten wurde Anfang August 2004 begonnen. Der Margaritensteg ist erfolgreich in der Nacht von 15. auf 16. Dezember 2004 eingehoben worden. Nach einem Probehub vor Mitternacht war es dann nach Betriebsschluss der U4 um ein Uhr so weit. Das Tragwerk wurde mittels eines Krans präzise an seiner vorgesehenen Stelle eingehoben. Nach 20 Minuten saß es über der Trasse der U4. Nach einer halben Stunde konnten die ersten Arbeiter über die neue Verbindung queren. Der Steg wurde im Frühjahr 2005 aus technischer Sicht fertig gestellt.

Kosten

Die Kosten für den Steg betrugen 810.000 Euro.

Welche Arbeiten wurden durchgeführt?

Die nachfolgenden Leistungen erfolgten in Abstimmung mit der Nachbarbaustelle (Zielschacht WSKE im Ernst Arnold Park) unter Aufrechterhaltung eines ungestörten und sicheren Betriebes der Linie U4 sowie unter Aufrechterhaltung des Gastgartenbetriebes der angrenzenden Gaststätten (Café Rüdigerhof und Café Celeste - Lärm- beziehungsweise Staubschutzvorrichtungen).

  • In den Bereichen der beiden Stadtbahnmauern (5. und 6. Bezirk) wurden die Widerlager hergestellt.
  • Neuherstellung eines Stahltragwerkes über die U-Bahnlinie U4 ohne Beeinträchtigung des U-Bahnbetriebes
  • Neuherstellung eines Stahlbetonrampenbauwerkes entlang der Stadtbahnmauer. Dieses Stahlbetonrampenbauwerk wurde auf einer 50 Zentimeter dicken Fundamentplatte errichtet, welche auf der Stadtbahnmauer aufliegt.
  • Das Rampenbauwerk ist in zwei charakteristische Abschnitte gegliedert:
    • Niedriger Rampenbereich (23,30 Meter Länge): Vollplatte mit 25 Zentimeter Dicke auf durchgehenden Wänden aufgelagert
    • Rampenbrücke (15,90 Meter Länge): Gevoutete Durchlaufplatte mit 25 bis 40 Zentimeter Dicke über drei Felder, Einspannung am Übergang vom niedrigen zum hohen Bereich, Auflagerung auf zwei Rundstützen und am Kastenwiderlager
  • Abbruch einer bestehenden Stiege und bestehender Stützmauern
  • Errichtung einer neuen Stiege und neuer Stützmauern einschließlich der Niveau- und Böschungsherstellung im Verhältnis zwei zu drei und Anpassung an den Bestand, sowie Herstellung eines Gitterroststeges
  • Lieferung/Montage von drei neuen Lichtmasten einschließlich Leitungsanschlüssen für den Bereich der Stahlbetonrampe
  • Anschluss der Oberflächenentwässerung des Steges im 6. Bezirk über den vorhandenen Abfallschacht
  • Anschluss der Entwässerung der "Terrasse" unter der Rampenbrücke im 5. Bezirk sowie der Oberfläche des Stahlbetonrampenbauwerkes unter Zwischenschaltung eines Schlammfangschachtes und eines Putzschachtes in den Kanal Hamburgerstraße

Fotos der Einhebung

Der eingehobene Steg am Tag
Beleuchtungsprobe beim Margaritensteg

Einhebung des Margaritensteges
Einhebung des Margaritensteges
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