U2xU5: Bauarbeiten im Tunnel und an der Oberfläche voll angelaufen

Öffi-Stadtrat Peter Hanke und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer auf einer Tunnelbaustelle

Öffi-Stadtrat Peter Hanke (r.) und Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer

Ende Mai 2021 sind die Bauarbeiten im U2-Tunnel zwischen Karlsplatz und Schottentor für die vollautomatische U-Bahn-Linie U5 gestartet. Darauf abgestimmt laufen die tiefgreifenden Bauarbeiten für den zukünftigen Öffi-Umsteigeknoten U2xU5 Rathaus und die neue U5-Station Frankhplatz.

Öffi-Stadtrat Peter Hanke: "Der Öffi-Ausbau U2xU5 ist ein Turbo für die umweltfreundliche Mobilität. Die Stadt Wien schafft damit eine wirkungsvolle Klimaschutzvorsorge für viele Generationen. Damit die komplexen Arbeiten reibungslos funktionieren, dafür sorgen täglich über 700 Menschen auf den innerstädtischen U-Bahn-Baustellen."

Umfangreiche Vorarbeiten

Bauarbeiten im Tunnel der U2

Seit Ende Mai wurden im U2-Tunnel 130 Kilometer Signal- und Fernmeldekabel und über 80 Kilometer Stromkabel demontiert. Gleichzeitig mussten zahlreiche Stromkabel umgelegt werden, um die Stromversorgung auch während der Bauarbeiten zu gewährleisten. Auch für den späteren Tunneldurchbruch für die neue U2-Strecke Richtung Matzleinsdorfer Platz ab Schottentor musste die gesamte Verkabelung im Abschnitt Rathaus bis Schottentor Platz machen.

Fahrscheinautomaten, Entwerter, Kameras, Lautsprecher, Zugzielanzeigen, Telefone, Monitore, Uhren, Notrufstellen und Sprechanlagen wurden bereits entfernt. In den Stationen Karlsplatz bis Rathaus wurden 12 Rolltreppen und 2 Aufzüge demontiert. 2022 und 2023 folgt der Ausbau von 6 weiteren Aufzügen in den Stationen Karlsplatz bis Volkstheater sowie von 4 Rolltreppen beim Museumsquartier.

In den nächsten Wochen starten die Abbrucharbeiten der Bahnsteigkanten für den Ausbau der vollautomatischen U5. Diese werden verstärkt neu errichtet und mit Bahnsteigtüren ausgerüstet. Die ersten dieser Türen werden im Sommer 2022 in der Station Volkstheater montiert. Insgesamt werden bis Herbst 2023 in den Stationen Rathaus, Volkstheater, Museumsquartier und Karlsplatz 144 Bahnsteigtüren und rund 16.000 Quadratmeter Glasflächen eingebaut.

Für die Erneuerung der Gleisanlagen wurden bereits Anfang Mai 4,8 Kilometer Schienen und 2 Weichenanlagen umweltfreundlich auf der damals noch vollständig bestehenden Gleisanlage in den Streckenbereich transportiert.

Ende Juni sind im Bereich Rathaus auf einer Länge von 300 Metern bereits die Gleisarbeiten gestartet. Hier wird der gesamte Gleisoberbau mit Schienen, Schwellen und Gleisschotter erneuert. Im Bereich Volkstheater bis Rathaus sind die Abbrucharbeiten der Gleis-Betonplatten angelaufen. Insgesamt werden 2.700 Quadratmeter Betonplatten entfernt und 1.800 Schwellen erneuert.

Arbeiten an neuen Stationen

Für die zentrale Station U2xU5 Rathaus wurden bereits 350 Bohrpfähle errichtet, weitere 400 folgen noch. Der Bauabschnitt Rathaus erstreckt sich bis zum Schottentor, dort startet ab April 2022 der Bau des neuen U2-Streckentunnels Richtung Matzleinsdorfer Platz.

Im Umfeld der Station Rathaus ist das Grundwasser eine Herausforderung für die Bautätigkeiten. Der Pegel muss mithilfe von rund 80 Brunnen abgesenkt werden. Mit dem Fortschritt der Bautätigkeiten wird das Grundwasser mittels Sammelleitung direkt in den Donaukanal geleitet.

Unter der Landesgerichtsstraße werden die Tunnel und Stationsbauwerke der U2 und U5 miteinander verknüpft. Dafür wird direkt unter der bestehenden U2 ein neuer U-Bahn-Tunnel in rund 25 Meter Tiefe gegraben. Ab Herbst 2021 wird bereits mit der Errichtung der obersten Betondecke gestartet.

Im Bauabschnitt U5 Frankhplatz werden rund 660 Bohrpfähle errichtet. 120 davon wurden bereits hergestellt.

Beim Frankhplatz und bei der Schwarzspanierstraße werden die Betondecken ab Sommer 2022 betoniert. Die Straßenbahnlinien 43 und 44 werden Anfang 2021 erneut umgelegt, um den 2. Teil des Schachts Frankhplatz zu errichten.

Ab Herbst 2023 nimmt die U2 wieder den durchgehenden Betrieb von Karlsplatz bis Seestadt auf, die Stationen Karlsplatz bis Rathaus präsentieren sich dann bereits mit Bahnsteigtüren. Die weiteren U-Bahn-Bauarbeiten finden dann im Hintergrund statt.

Fahrgäste gut auf neuen Wegen unterwegs

Das breite Ersatz- und Zusatzangebot für Öffi-Fahrgäste wird sehr gut angenommen. Durch die Zusatz-Bim U2Z sowie die große Info-Offensive der Wiener Linien im Vorfeld der Bauarbeiten konnten sich die Fahrgäste rasch auf die neue Situation einstellen und sind jetzt gut auf ihren neuen Wegen unterwegs. Laut aktueller Studie erachten 9 von 10 Wienerinnen und Wienern den U-Bahn-Ausbau als notwendig. Fast 90 Prozent zeigen Verständnis für die temporären Auswirkungen während der Bauarbeiten.

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