Fachkonzept soll Stadtzentren fördern

  • Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien, Bezirke und lokale AkteurInnen erarbeiteten Fachkonzept
  • Weiterentwicklung bestehender Zentren, Entwicklung neuer Zentren sowie Steuerung und Regulierung des großflächigen Einzelhandels sind Themenschwerpunkte

Von belebten Grätzlzentren in einer Stadt der kurzen Wege profitieren Wienerinnen und Wiener in allen Bezirken. Nicht nur die Innenstadt und die Mariahilfer Straße sind beliebt, auch Quartierszentren wie die Favoritenstraße, die Landstraße oder die Meidlinger Hauptstraße machen die vielfältige Wiener Zentrenlandschaft aus. Um diese Vielfalt zu erhalten und weiter auszubauen, hat die Stadt Wien gemeinsam mit der Wirtschaftskammer Wien, den Bezirken und lokalen Akteurinnen und Akteuren das Fachkonzept "Mittelpunkte des städtischen Lebens - Polyzentrales Wien" erarbeitet. Ausgehend von den Strategien des Stadtentwicklungsplans STEP 2025 werden darin Handlungsfelder und Maßnahmen für die Stärkung bestehender sowie für die Entwicklung neuer Stadtzentren in Stadtentwicklungsgebieten formuliert.

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: "Wien soll eine Viertelstunden-Stadt werden. Egal, ob in der Landstraße, in Brigittenau oder Liesing – Ziel ist, dass alle in Wien innerhalb von einer Viertelstunde mit den Öffis, mit dem Rad oder zu Fuß ein belebtes Zentrum mit einem vielfältigen Angebot von Nahversorgung über Freizeit und Gesundheit bis Kultur erreichen können. Die Grundlage dafür haben wir mit dem Fachkonzept Polyzentrales Wien geschaffen."

Starke Zentren als Beitrag zu einer klimafreundlichen Stadt

Ein hochwertiger öffentlicher Raum, eine gute Erreichbarkeit mit Öffis, dem Rad oder zu Fuß, eine Angebotsvielfalt, eine attraktive Erdgeschoßzone, identitätsstiftende Merkmale und nicht zuletzt die Wohnbevölkerung zeichnen ein gutes städtisches Zentrum aus. Diese Qualitäten sollen gefördert und gestärkt werden. Klimaschutz und Klimawandel, neue Trends im Kaufverhalten, der Strukturwandel im Einzelhandel, aber auch die "Renaissance des Grätzl" und das steigende Bedürfnis von Menschen nach mehr Regionalität und Nachbarschaft sind Herausforderungen, denen sich Politik, Verwaltung und Interessensvertretungen mit dem Fachkonzept stellen.

3 Themenschwerpunkte im Fachkonzept

Die 3 Schwerpunkte des Fachkonzeptes sind eine Weiterentwicklung und Standortverbesserung bestehender Zentren, die Entwicklung und Etablierung neuer Zentren sowie die Steuerung und Regulierung des großflächigen Einzelhandels.

Weiterentwicklung und Standortverbesserung bestehender Zentren

Durch Maßnahmen wie Attraktivierung des öffentlichen Raums, eine verbesserte Verschränkung von Arbeit und Wohnen, um Leerstand zu minimieren, eine fokussierte Wirtschaftsförderung, die Schaffung zusätzlicher Mobilitätsangebote sowie die Forcierung öffentlicher und privater Initiativen sollen bestehende Qualitäten gefördert und neue geschaffen werden.

Die Entwicklung und Etablierung neuer Zentren

Durch die Stadterweiterung können an ausgewählten Standorten neue, vollwertige Zentren entstehen. Davon profitieren auch Bewohnerinnen und Bewohner im direkten Umfeld, die regionale Wirtschaft und Wien im Gesamten, da die Zielsetzung einer "Stadt der kurzen Wege" unterstützt wird. Räumliche Festlegungen von neuen Zentren und städtebauliche (Gestaltungs-)Vorgaben spielen hier ebenso eine Rolle wie die Entwicklung neuer Organisationsmodelle für die Erdgeschoßzone beziehungsweise Aktivierung von (Zwischen-)Nutzungen.

Die Steuerung und Regulierung des großflächigen Einzelhandels

Durch eine stärkere Steuerung des großflächigen Einzelhandels soll sichergestellt werden, dass die Wienerinnen und Wiener ihre Alltagswege und Besorgungen in Zentren erledigen können, die mit dem öffentlichen Verkehr, zu Fuß oder mit dem Rad gut erreichbar sind. Einkaufszentren können in Zukunft nur dort entstehen, wo eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und eine räumliche Nähe zu Zentren gegeben ist.

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