Neues Stadtviertel am Nordwestbahnhof

Auf dem Gelände des 44 Hektar großen Nordwestbahnhofs in der Brigittenau entsteht bis 2033 ein neuer Stadtteil:

  • Arbeitsplätze: Rund 5.000 Wienerinnen und Wiener werden hier einen neuen Arbeitsplatz finden.
  • Wohnungen: Etwa 16.000 Wienerinnen und Wiener werden hier ein neues Zuhause finden. Rund 1.300 der insgesamt 6.500 Wohnungen sind als neue Gemeindewohnungen geplant.
  • Grünraum: Auf einer Gesamtfläche, die so groß wie 60 durchschnittliche Fußballfelder ist, entsteht neuer Grünraum in der Größe von 10 Hektar.
  • Bildung: Entstehen werden 1 neue AHS mit 36 Klassen und 1 "Bildungscampus plus" mit 12 Kindergarten-Gruppen, 1 Volksschule mit 17 Klassen und 1 Mittelschule mit 16 Klassen.
  • Öffentlicher Verkehr: Neue Öffi-Verbindungen werden die Bezirke Brigittenau und Leopoldstadt näher zusammenbringen.
  • Fuß- und Radverkehr: Das bestehende Eisenbahntragwerk über die Hellwagstraße und die Stromstraße soll erhalten bleiben. So entsteht als knapp 2 Kilometer lange "High Line" eine direkte Fuß- und Fahrradverbindung vom Augarten bis zur Donau.
  • Ökologische Energieversorgung: Die Gebäude werden mit umweltfreundlicher Fernwärme und Fernkälte versorgt, die direkt in Wien erzeugt wird. Fotovoltaik-Anlagen versorgen die Gebäude mit Ökostrom.
  • Kultur: Der Verein "Tracing Spaces" entwickelt Projekte, Ausstellungen, Publikationen und Vermittlungsformate zu den Themen Stadtforschung, Mobilität, Tourismus und Migration. Außerdem leisten Interventionen im öffentlichen Raum durch das Projekt "MUSEUM Nordwestbahnhof" künstlerische Pionierarbeit in diesem Stadtteil.
Eine Gruppe von Menschen auf einem Balkon halten ein Schild hoch

Bürgermeister Michael Ludwig: "Wien und die ÖBB haben jüngst ein Übereinkommen getroffen, dass die Stadt das Areal gemeinsam mit dem Eigentümer ÖBB und mit Bauträgern und Investoren entwickeln wird. Zeitlich gestaffelt werden etwa neue Öffi-Verbindungen, großzügige Grün- und Erholungsflächen, eine 'High Line' zur Donau, Bildungseinrichtungen, Büros, Handels- und Dienstleistungsbetriebe, 4 Hochhäuser, und insgesamt rund 6.500 Wohnungen entstehen. Das entspricht einem Wohn-Anteil von mehr als 70 Prozent der verbauten Fläche."

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: "Das Projekt ist ein Beispiel dafür, dass Klimaschutz und soziale Fragen eng verknüpft sind und nur gemeinsam gelöst werden können. Hier am Nordwestbahnhof entsteht ein unverwechselbarer neuer Stadtteil, der genau diese beiden wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit in den Mittelpunkt stellt und leistbares Wohnen, sozialen Zusammenhalt und Klimaschutz miteinander verbindet. In der Planung werden Konzepte für Klimawandelanpassung, nachhaltige Mobilität, die Förderung der Kreislaufwirtschaft und viel Platz sowie Grünraum für die Bewohnerinnen und Bewohner wichtige Eckpfeiler sein"

Info-Center

Damit diese Entwicklung gemeinsam mit der Bevölkerung erfolgen kann, eröffnet die Stadt Wien gemeinsam mit den ÖBB ein Info-Center, den Stadtraum am Nordwestbahnhof. Dort können Sie die Zielsetzungen und Planungen für das Gebiet im Rahmen einer Ausstellung und eines digital bespielten Modells erleben.

Verbindung von Augarten und Dresdner Straße

Die Neugestaltung des Gebiets wird die gesamte Insel zwischen Donaukanal und Donau, auf der sich der 2. und der 20. Bezirk befinden, enger miteinander verbinden. Die mehr als 1,5 Kilometer lange und 400 Meter breite Barriere zwischen Augarten und Dresdner Straße, die die Brigittenau bis heute in 2 Teile trennt, wird damit aufgehoben.

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