Praterstern wurde zur gekühlten Wohlfühloase

Der neugestaltete Praterstern wurde offiziell eröffnet. Aus dem stark frequentierten und ehemals betonlastigen Verkehrsknotenpunkt wurde eine kühle und begrünte Aufenthaltsoase. Die umfassende Begrünung ist beispielhaft für den Kampf der Stadt Wien gegen urbane Hitzeinseln.

Mit einer Verdoppelung der Bäume auf über 100, einer Verdoppelung der Grünflächen auf 8.000 Quadratmeter und einem riesigen Wasserspiel spielt der Platz nun alle Register klimafitter Stadtgestaltung. Eigens entworfene Sitzgelegenheiten ("Pratoiden") laden zum Verweilen vor Ort ein.

Das 500 Quadratmeter große Wasserspiel ist mit über 330 Nebel- und Wasserstrahldüsen gerüstet und sorgt in der heißen Jahreszeit für Erfrischung, Spielspaß und Abkühlung.

Planungsstadträtin Ulli Sima: "Dieser Sommer hat uns einmal mehr vor Augen geführt wie wichtig der Kampf gegen städtische Hitzeinseln ist. An Hitzetagen war der Praterstern bisher ein großer und noch dazu stark frequentierter Hitze-Hotspot. Wir haben daraus eine begrünte und gekühlte Aufenthaltsoase gemacht – mit doppelt so viel Grünflächen, doppelt so vielen Bäumen und dem größten Wasserspiel der Stadt."

Schwammstadt-Prinzip für vitale Bäume

Künftig sorgen insgesamt 101 Bäume für ein schattiges und angenehmes Mikroklima am Praterstern. 13 der neuen Bäume sind besonders große Platanen, die mit ihren Kronen von Beginn an ein breites Blätterdach über dem Platz aufspannen. Mit dem sogenannten "Schwammstadt-Prinzip" erhalten die Bäume die besten Voraussetzungen für vitales Wachstum. Damit wird auch unter befestigten Flächen ausreichend Wurzelraum zur Verfügung gestellt, indem die einzelnen Baumscheiben unterirdisch miteinander verbunden sind.

Die Niederschläge sowie das Frischwasser des Wasserspiels werden in die Schwammstadt eingeleitet und tragen so zu einer besseren Wasserversorgung der Bäume bei.

Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky: "Um die Stadt hitzefit zu machen, drehen wir an vielen Schrauben: Dazu gehört auch, mehr Grünräume zu schaffen und schattenspendende Bäume zu pflanzen, und zwar speziell an stark frequentierten Plätzen wie hier am Praterstern. Unsere Grünraum- und Baumoffensive zeigt auch im Rest Wiens Wirkung. Bis 2025 schaffen wir mehr als 400.000 Quadratmeter neue Grünflächen und pflanzen jährlich 4.500 neue Bäume. Damit verbessern wir nicht nur das Mikroklima in der Stadt, sondern errichten gleichzeitig neue kühlende Erholungsräume für alle Wiener*innen."

Begrünter Praterstern

Ein 2,5 Meter breiter, begrünter Ring säumt auf 1.400 Quadratmetern den Praterstern und sorgt für gutes Mikroklima. Die leicht erhöhten Pflanzbeete sind mit robusten, hitze- und trockenheitsbeständigen Ziergräsern und Kleinsträuchern bestückt. Der Ring schirmt den Platz auch optisch vom herumfließenden Verkehr ab.

Zusätzlich wurden auch andere bauliche Elemente in die klimafitte Gestaltung miteinbezogen. Das große Glasvordach vor dem Bahnhofsgebäude wird für vertikale Begrünung genutzt. In 5 großen Pflanztrögen mit Sitzgelegenheiten wachsen Pflanzen, die entlang von Rankseilen bis unter das Glasdach klettern können und so für zusätzliche Beschattung sorgen. Darüber hinaus wurden auch 3 Lüftungsgebäude der unter dem Platz verlaufenden U-Bahn mit Rankgittern versehen, um noch mehr Raum für Vertikalbegrünung zu schaffen.

Bezirksvorsteher Alexander Nikolai: "Unser gemeinsames Ziel war es, den zentralen Verkehrsknoten des Bezirks für tausende Menschen, die hier wohnen, umsteigen, oder den Prater besuchen, zu einem echten Wohlfühlort zu machen. An den Klimawandel, der uns mehr Hitze und Trockenheit bescheren wird, ist das Projekt mit größtmöglicher Entsiegelung und Begrünung angepasst. Das macht das Bahnhofsumfeld am Praterstern zu einer Visitenkarte für die lebenswerte Leopoldstadt der Zukunft."

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