BürgerInnen-Beteiligung zur Naschmarkt-Markthalle

Der sogenannte "Naschmarktparkplatz" zwischen Kettenbrückengasse und Rüdigerhof soll begrünt werden. Die unattraktive Asphaltwüste ist im Sommer mit rund 12.000 Quadratmetern eine der größten Hitzeinseln der Stadt. Dieser Hitze-Hotspot soll entschärft und gekühlt werden.

Herzstück dieses Projekts soll eine offene Markthalle mit Gründach und Fotovoltaikanlage werden. Angedacht ist - zur Ergänzung des bestehenden Naschmarkts - ein überdachter Markt mit regionalen österreichischen Produkten sowie modernen gastronomischen Angeboten. Zudem soll die Markthalle ein lebendiges neues Grätzlzentrum werden.

Wienerinnen und Wiener können ab sofort Ideen zur offenen Markthalle und Umgestaltung des Naschmarktparkplatzes einbringen.

Jetzt mitgestalten

Planungsstadträtin Ulli Sima: "Das Ziel ist ein kühler Ort mit ausreichend Schatten, möglichst viel Grün und hoher Aufenthaltsqualität. Herzstück dieses Projekts soll eine offene Markthalle werden, die in Hitzeperioden ausreichend Schatten bietet und ein lebendiges neues Grätzlzentrum wird."

Bezirksvorsteher Markus Rumelhart: "Die Hitzeinsel am Naschmarktparkplatz ist schon lange ein großes Problem für das Stadtklima. Dieses Problem packen wir nun mutig an. Ich freue mich, dass die neue Innovationsstadträtin Ulli Sima gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern eine offene Diskussion startet und so die Basis zur bestmöglichen und klimafitten Neugestaltung schafft. Mariahilf wird dadurch noch lebens- und liebenswerter und um ein Grätzlzentrum reicher."

Ideen und Sorgen vorab aufnehmen

Bis Juni 2021 können die Wienerinnen und Wiener ihre Ideen und Vorschläge einbringen. Es wird über alle Aspekte der Neugestaltung der Fläche diskutiert. Danach folgt ein europaweiter Gestaltungswettbewerb, der voraussichtlich im Herbst startet.

Gleichzeitig werden Sorgen und Befürchtungen diskutiert, die ein solches Projekt erwecken kann.

Auf der Website des Projekts werden wöchentlich Fragen zum Projekt gestellt. Die Antworten bilden eine wichtige Grundlage für den Gestaltungswettbewerb. Ein wöchentlicher Newsletter hält alle Interessierten auf dem Laufenden.

Zusätzlich sind 4 coronakonforme, kleine Informationsveranstaltungen vor Ort mit den Bezirksvorsteherinnen und -vorstehern geplant. Sofern die aktuelle Covid-Situation die Durchführung erlaubt, wird rechtzeitig dazu eingeladen.

Ein besonderes Augenmerk wird auf die Anrainerinnen und Anrainer am Naschmarkt gelegt, da diese unmittelbar am Projektgebiet leben. Diese erhalten einen Brief mit allen Infos zum Beteiligungsprozess und einer Rückmeldekarte, um gleich ihren Standpunkt zum Projekt mitteilen zu können.

Flohmarkt bleibt erhalten

Der berühmte Naschmarktflohmarkt auf der Fläche existiert seit 1977. Mitten im Jugendstilambiente der beiden Wienzeilen werden jeden Samstag unter anderem Kunstgegenstände, gebrauchter Hausrat, Literatur und Antiquitäten angeboten. Etwa 20.000 Besucherinnen und Besucher tummeln sich dort jede Woche. Der Naschmarktflohmarkt soll daher auch nach der Neugestaltung des Platzes und dem Bau der offenen Markthalle erhalten bleiben.

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