Lkw der Stadt Wien bekommen Abbiegeassistenten

  • Alle 500 Lkw der Stadt Wien bekommen Abbiegeassistenten.
  • Das elektronische Kamera-System verringert den "Toten Winkel" für die LenkerInnen.
  • Die Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr wird erhöht.
  • Zuerst wird das System in ein Testfahrzeug eingebaut.
Mehrere Müllautos

Die Stadt Wien will in die rund 500 Lkw ihres Fuhrparks Abbiegeassistenten einbauen lassen. Damit wird die Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr verbessert.

Unter anderem sollen die rund 300 Müllfahrzeuge der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) mit Abbiegeassistenten ausgerüstet werden.

Das elektronische System hilft Lkw-Fahrerinnen und Lkw-Fahrern dabei, rechtzeitig andere Personen zu erkennen, die sich in der Nähe des Fahrzeugs befinden. So können sie bei Bedarf schnell reagieren und eine Notbremsung machen.

Stadträtin Ulli Sima: "Wird der Blinker betätigt, wird eine Kamera aktiviert. Befindet sich etwas in diesem Blickfeld, ertönt ein Signal."

Zuerst wird das System in ein Testfahrzeug eingebaut. Nach wenigen Tagen der Austestung soll dann feststehen, ob das System den gewünschten Nutzen bringt. Wenn das der Fall ist, wird dieser anschließend in die Lkw der Stadt Wien eingebaut.

Wenn die MA 48 künftig neue Lkw kauft, soll der Abbiegeassistent in diesen bereits eingebaut sein.

Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou veranlasste den Einbau des Abbiegeassistenten in die Lkw der Verkehrsabteilungen. Insgesamt werden 37 Lastwägen mit über 3,5 Tonnen der Abteilungen Straßenbau (MA 28), Brückenbau (MA 29) und Licht (MA 33) umgerüstet.

Tödlicher Unfall in Wien

Die Debatte um Abbiegeassistenten für Lkw war nach einem tödlichen Unfall in Wien aufgekommen. Ein 9-jähriger Bub war Ende Jänner 2019 am Schulweg auf einem Schutzweg von einem abbiegenden Lastwagen niedergefahren und getötet worden.

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