Kutschkermarkt-Grätzl wird aufgewertet

Rund um den Kutschkermarkt setzen der 18. Bezirk und die Stadt auf Nahversorgung, Bäume und aktive Mobilität. Eine Ausstellung, Fachgespräche und Führungen informieren über das Projekt.

Visualisierung der begrünten Schulgasse

Ausblick auf das künftige Grätzl rund um den Kutschkermarkt

Das Gebiet rund um den beliebten Kutschkermarkt verwandelt sich in ein verkehrsberuhigtes und klimafittes Grätzl. Dabei wird aus dem Hitze-Hotspot rund um die Schulgasse eine fahrradfreundliche Straße samt Begrünung und Kühlung. Insgesamt werden 35 neue Bäume samt großzügigen Staudenbeeten angelegt.

Zudem wird auch der Kutschkermarkt selbst um 4 dauerhafte Stände erweitert. Der samstägliche Bauernmarkt wird sogar um 12 neue Stände vergrößert. Auch konsumfreie Zonen werden geschaffen.


Termine 2022

  • Infoausstellung "Mehr Platz für den Markt / Mehr Bäume in den Straßen"
    • Termine: 3. bis 28. Oktober 2022, Montag bis Freitag von 7.30 bis 17 Uhr sowie Donnerstag von 7.30 bis 18 Uhr (am 26. Oktober geschlossen)
    • Ort: Amtshaus Währing, 18., Martinstraße 100, Foyer rechts
  • Fachlicher Austausch mit Politik und Verwaltung bei der Ausstellung
    • Termine: 5. Oktober, 11. Oktober und 20. Oktober 2022, jeweils von 17 bis 19 Uhr
    • Ort: Amtshaus Währing, 18., Martinstraße 100, Foyer rechts
  • Führungen durchs Projektgebiet
    • Termine: 7. Oktober und 14. Oktober 2022, jeweils von 15 bis 17 Uhr
    • Ersatztermin bei Schlechtwetter: Samstag, 22. Oktober 2022, von 14 bis 16 Uhr
    • Anmeldung: post@bv18.wien.gv.at

Projektdauer, Folder und Kontakte

Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteherin Silvia Nossek

Planungsstadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteherin Silvia Nossek

Ab März 2023 soll mit den Umgestaltungsarbeiten begonnen werden. Die Fertigstellung ist für November 2023 geplant.

Die wichtigsten Informationen zum Projekt sind im Projektfolder nachzulesen. Er wurde an alle umliegenden Haushalte im Projektgebiet ausgesendet und liegt zur Abholung in der Bezirksvorstehung Währing auf.

Projekt-Hintergründe, Informationen speziell für Anrainer*innen und Kontakte bei Problemen sind auch online verfügbar:

Details und Kontakte ansehen


Planungsstadträtin Ulli Sima:

Mit der fahrradfreundlichen Schulgasse gelingt uns ein wichtiger Lückenschluss im Radverkehrsnetz. Dazu entschärfen wir mit 35 neuen Bäumen und 11 großzügigen Staudenbeeten die Hitze-Hotspots in der Gegend und erweitern außerdem noch den charmanten Kutschkermarkt inklusive Bauernmarkt. Unser Vorhaben ist in jeder Hinsicht ein Gewinn und verspricht eine tolle Aufwertung für das Grätzl und den gesamten Bezirk.

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek:

Wenn ich mir die vielen neuen Bäume vorstelle, wenn ich mir vorstelle, wie grün diese nun so grauen Straßenzüge in Zukunft sein werden, dann macht das schon jetzt große Freude. Gemeinsam mit Bewohner*innen und Marktstandler*innen wird hier ein kleines Grätzl-Zentrum entstehen.

Schulgasse wird fahrradfreundlich

Die vorgelegten Pläne machen sicheres Vorankommen zu Fuß und am Rad zur Priorität: Gehsteigvorziehungen und Fahrbahnanhebungen sorgen in Zukunft für mehr Sicherheit und Verkehrsberuhigung.

Insgesamt 430 Meter neue fahrradfreundliche Straße wird in der Schulgasse zwischen den bereits bestehenden Radfahranlagen zwischen Martinstraße und Semperstraße umgesetzt und damit ein wichtiger Lückenschluss zum bestehenden Gürtel-Radweg hergestellt. Nach einer bereits 2018 erfolgten Umgestaltung eines 1. Abschnitts der Schulgasse präsentiert sich nun bald die gesamte Schulgasse als fahrradfreundliche Straße.

Im Zuge der geplanten Umbauarbeiten wird der Kreuzungsbereich Schulgasse/Kutschkergasse autofrei gestaltet. Die Durchfahrt für Radfahrende bleibt erlaubt. Damit die geeigneten Rahmenbedingungen für eine fahrradfreundliche Straße erreicht werden, sind 6 weitere Fahrbahnanhebungen an Kreuzungen in der Schulgasse und Kutschkergasse vorgesehen. Diese tragen zu einer weiteren Verkehrsberuhigung im Grätzl bei.

Bewohner Lutz Riede:

Ich freue mich vor allem darauf, dass die Gegend fahrrad- und fußgänger*innen-freundlicher wird, es Bäume und Grünflächen geben wird und die Kinder draußen spielen können. Wo, wenn nicht an diesem Eck, würde sich eine Umgestaltung lohnen?

Mehr Schatten durch 35 neue Bäume

35 neue Bäume versprechen in dem dicht bebauten Gebiet am Gürtel auch an heißen Sommertagen ein angenehmes Mikroklima. Für großflächige Entsiegelung werden die Bäume in großzügig angelegte Pflanzbeete gesetzt und 11 weitere Pflanzbeete mit Hochstammsträuchern angelegt. Sämtliche Begrünungsmaßnahmen werden mit einer automatischen Bewässerung ausgestattet.

7 Mikro-Aufenthaltsbereiche mit insgesamt 19 Sitzgelegenheiten runden das Angebot ab. Auch auf dem künftig autofreien Kreuzungsplateau laden 3 großzügige Aufenthaltsbereiche zum konsumfreien Verweilen ein. Insgesamt 4 Trinkbrunnen sorgen zudem für kühles Nass und Erfrischung.

Kutschkermarkt wird erweitert

Marktstandln und Menschen am Kutschkermarkt

Der Kutschkermarkt verköstigt den 18. Bezirk seit 1885.

Das großartige Flanier- und Einkaufserlebnis am Kutschkermarkt bekommt eine größere Bühne. Durch die Verkehrsberuhigung in der Schulgasse wächst die ständige Marktfläche mit 4 neuen Marktständen über die Schulgasse Richtung Schopenhauerstraße, wo bislang der samstägliche Bauernmarkt stattfindet. Auch dieser wird um 12 Stände vergrößert: Künftig können samstags insgesamt 48 Bauernstände ihre Waren anbieten. Dazu entsteht auf der Fläche des Bauernmarkts bis zur Schopenhauerstraße eine Wohnstraße.


Der Bauernmarkt selbst wird während der Umbauarbeiten in die Schulgasse verlegt.

Im gesamten neugestalteten Marktbereich wird auf helle, versickerungsfähige Pflasterung gesetzt. Zudem erhält der neue Teil des Marktes mit Strom-, Wasser- und Kanalanschlüssen zusätzliche Infrastruktur.

Ines Mayr, Marktsprecherin und Inhaberin von Mayr-Delikatessen:

Ich begrüße die Erweiterung des Marktes sehr, weil es noch mehr Produzent*innen und Landwirt*innen die Möglichkeit gibt, ihre Produkte zu verkaufen. Gerade kleine Strukturen, Kleinst- und Familienbetriebe müssen gefördert werden. Dafür sollen Märkte da sein. Darüber hinaus wird das Grätzl noch lebenswerter.

Finanzierung

Finanziert wird die Umgestaltung aus Mitteln des Bezirks und von Seiten der Stadt aus Mitteln des Förderprogramms "lebenswerte Klimamusterstadt", des Radwegebudgets und Mitteln zum Ausbau von Märkten.

Plan und Visualisierungen

Stadtplanausschnitt mit dem künftigen Marktgebiet und der erweiterten Begrünung rund um Kutschkergasse und Schulgasse

Künftiges Marktgebiet und neue Bäume in der Kutschkergasse und Schulgasse

Visualisierung des Kutschkermarktes: Menschen, Bäume und Marktstände in der Kutschkergasse Ecke Schulgasse

Schulgasse


Visualisierung des Kutschkermarkt-Grätzls: Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und Autos in der Staudstraße

Staudgasse

Visualisierung des Kutschkermarkt-Grätzls: Fußgänger*innen, Fahrradfahrer*innen und Autos in der Canongasse

Canongasse

Verantwortlich für diese Seite:
wien.gv.at-Redaktion
Kontaktformular