Neugestaltung Johann-Nepomuk-Berger-Platz

Im Zuge einer sogenannten Linien-Auskreuzung der Straßenbahnlinien 2 und 44 wird der gesamte Platz zwischen Ottakringer Straße und Ottakringer Brauerei umgestaltet, verkehrsberuhigt und im Rahmen eines BürgerInnen-Beteiligungsverfahrens attraktiver gestaltet.

Gleistbaustelle am Johann-Nepomuk-Berger-Platz, Sommer 2017

Der Johann-Nepomuk-Berger-Platz wird verkehrsberuhigt.

Im Sommer 2017 startete eine großangelegte Neugestaltung des Johann-Nepomuk-Berger-Platzes in Ottakring. Der Platz ist für die Dauer der Arbeiten für den Individualverkehr gesperrt. Die Öffis fahren wieder seit 2. September 2017: Die Linien 2 und 44 haben ihre neuen Strecken übernommen, der 9er fährt wieder auf ganzer Linie.

Die Fertigstellung des gesamten Projekts, also Oberflächengestaltung und Parkfläche, ist für Sommer 2018 geplant.


Entwurfspräsentation

Im Zuge der Linien-Auskreuzung ergibt sich die Gelegenheit einer gestalterischen und funktionalen Aufwertung der Parkanlage sowie der beiden angrenzenden Nebenstraßen. Der Platz in Ottakring ist nicht mehr geteilt und kann als neuer Lebensraum für das Grätzel attraktiv gestaltet werden. Durch die geänderte Linienführung entsteht ein neuer Grünraum mit 3.800 Quadratmetern. Im Frühling 2018 geben die Wiener Stadtgärten (MA 42) dem Platz den letzten Schliff.

Das genau Aussehen wurde unter der Beteiligung der Anrainerinnen und Anrainer geplant. Das dazugehörige BürgerInnen-Beteiligungsprojekt startete im März 2017. Zahlreiche Ideen, Meinungen und Gedanken wurden gesammelt und in einen Entwurf für den neuen Freiraum und seine beiden Nebenstraßen (verlängerte Abele- und Eckmüllnergasse) übersetzt.

An drei Terminen, am 28. und 30. November sowie am 5. Dezember 2017, wird der Entwurf des Landschaftsarchitekturbüros Carla Lo im Lokal der Gebietsbetreuung Stadterneuerung für den 16. Bezirk (GB*16) präsentiert. Alle Interessierten sind eingeladen und Feedback ist erwünscht.

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Gleisbau vor dem Abschluss

Neue Gleise, neue Weichen, neue Oberleitungen: Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz hat sich in den Sommermonaten viel getan. 40 Arbeiterinnen und Arbeiter haben auf der Baustelle geschwitzt, damit pünktlich zu Schulbeginn alle Linien rund um den Johann-Nepumuk-Berger-Platz wieder im Einsatz sind. Am 2. September 2017 haben die Linien 2 und 44 ihre neuen Streckenabschnitte übernommen. Die Linie 9 fährt wieder wie gewohnt von Gersthof bis Westbahnhof.

Neue Gleisverbindungen machen die Linien 2, 9 und 44 außerdem noch zuverlässiger: Am Johann-Nepomuk-Berger-Platz können nun alle Straßenbahnen von jeder Richtung in jede Richtung weiterfahren und dadurch Störungen über die Strecken anderer Linien umfahren.

Bei laufendem Betrieb folgen die abschließenden Gleisarbeiten. Derzeit stellt die Abteilung Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28) Gehsteige, Fahrbahnen und Haltestellen fertig. Die Straßenbahnhaltestellen stehen in dieser Zeit außerhalb des Baufeldes provisorisch zur Verfügung. Die Umkehrschleife bei der Güpferlingstraße in Dornbach wurde bereits zu Pfingsten auf den barrierefreien Betrieb mit langen Niederflurstraßenbahnen vorbereitet.

Neue Linienführung von 2er und 44er

Plan der neuen Linienführung der Straßenbahnlinien 2 und 44

Neue Linienführung der Straßenbahnlinien 2 und 44: 471 KB PDF

Die Linie 44 fährt nun nach Ottakring und die Linie 2 nach Dornbach. Durch diese Auskreuzung der Linien 2 und 44 am Johann-Nepomuk-Berger-Platz wurde die bisherige Parallelführung zu den Linien 46 und 43 aufgehoben. Ottakring und Hernals haben dadurch jeweils eine neue Direktverbindung ins Zentrum: Von Ottakring mit der Linie 44 zum Schottentor und von Dornbach mit der Linie 2 ohne Umsteigen zum Dr.-Karl-Renner-Ring (U2, U3) und weiter zum Friedrich-Engels-Platz.


Sperre für Individualverkehr aufrecht

Für den Individualverkehr bleibt der Johann-Nepomuk-Berger-Platz voraussichtlich bis Jahresende 2017 gesperrt. Die Zufahrt zu den Garagen und Innenhofparkplätzen bleibt erhalten. Die notwendigen Umleitungen sind weiträumig ausgeschildert und vorangekündigt, damit Autofahrerinnen und Autofahrer bereits frühzeitig ausweichen können.

Kosten

In die Umgestaltung der Straßenbahnlinien und des neuen Platzes mit Park werden rund neun Millionen Euro investiert. Das Vorhaben wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

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