Fotografische Erfassung öffentlicher Flächen

  • Erfassung von Bilddaten des öffentlichen Raumes
  • Zeitraum: September bis November 2017 sowie von März bis Mai 2018
  • Vereinfacht Bewilligungsverfahren

Video: Street View auf Wienerisch

Die Stadt Wien erfasste von September bis November 2017 sowie von März bis Mai 2018 Bilddaten des öffentlichen Raumes. Vermessungsfahrzeuge befuhren dabei das gesamte Stadtgebiet, um genaue und georeferenzierte Bilddaten öffentlicher Flächen anzufertigen.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Das Ziel der Befahrung, die periodisch wiederholt werden soll, ist die flächendeckende fotografische Erfassung aller Objekte im öffentlichen Raum - von Bodenmarkierungen und Verkehrsschildern, über Werbetafeln bis hin zu Schanigärten und Kiosken. Am Ende wird eine entscheidende Verwaltungsvereinfachung stehen."

Einfachere Verfahren

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou mit "Wien gibt Raum"-Programmleiter David Vladar (rechts) und dem Geschäftsführer des durchführenden Unternehmens.

Die Bilddaten liefern einen Beitrag für eine europaweit bisher einzigartige Software. Mit dieser wird die Nutzung des öffentlichen Raums für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einfacher gestaltet. Die Nutzung der Bilddaten durch beteiligte Dienststellen spart in Zukunft Ortsaugenscheine und damit Kosten in der Verwaltung ein.

Die Daten werden im ersten Schritt nur magistratsintern verwendet. Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen können zukünftig über einen digitalen One-Stop-Shop alle Informationen, Anträge und Bewilligungen für Aktivitäten im öffentlichen Raum aus einer Hand erhalten.

Zeitplan

Von 25. September bis 27. November 2017 sowie von 27. März bis 20. Mai 2018 waren die "Wien gibt Raum"-Fahrzeuge in der Stadt Wien unterwegs. In diesem Zeitraum haben sie an insgesamt 70 Tagen eine Wegstrecke von 6.962 Kilometer zurückgelegt. Dabei wurden rund 35 Millionen Einzelbilder und circa 90 Terrabyte an Daten aufgenommen.

Die Bilddaten werden in ersten Projekten seit Juni 2018 verwendet, um daraus genau verortete Kataloge von Objekten, zum Beispiel Verkehrszeichen, zu erstellen. Im Herbst 2018 werden letzte Lücken im Erfassungsnetz geschlossen und der Bilddatendienst steht allen Dienststellen des Magistrats zur Verfügung.

Höchste Maßstäbe beim Datenschutz

Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Datenschutz. Die Maßnahmen zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger übertreffen dabei sogar die gesetzlichen Vorgaben. Das betrifft unter anderem die Höhe der Kamera und die gänzliche Unkenntlichmachung aller abgebildeten Personen und Kfz-Kennzeichen. Das Datenschutzkonzept für die Vermessung wurde im Vorfeld intensiv mit der zuständigen Behörde abgestimmt.

Öffentlichen Raum nutzen

Der öffentliche Raum ist das Aushängeschild der Stadt. Die Aufgabe des Magistrats der Stadt Wien ist es, einen rechtlichen und organisatorischen Rahmen für die faire Nutzung dieser Flächen zu schaffen.

Allein die Abteilung Straßenverwaltung (MA 28) verwaltet mehr als 41 Quadratkilometer des öffentlichen Grundes.

Die Stadt geht von mehr als 300.000 Objekten aus, die im öffentlichen Raum zu finden sind.

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