Neubelebung des Areals am Franz-Josefs-Bahnhof

Franz-Josefs-Bahnhof

Auf dem Areal rund um den Franz-Josefs-Bahnhof ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Neugestaltung getan. Am 16. März 2017 wurden die Leitlinien für das neue "Althan Quartier" vorgestellt. Derzeit bilden der Bahnhof und die angeschlossenen Bauten eine Barriere mitten im 9. Bezirk. Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen Umwege in Kauf nehmen, um zu Fuß zur U4 oder nach Hause zu gelangen. Ebenso gibt es über dem Bahnhof keinerlei öffentliche Nutzung oder Zugänglichkeit.

Die aktuellen Planungen gehen hier einen neuen Weg. Herzstück des Areals, das in Zukunft "Althan Quartier" heißen wird, ist ein weitläufiger Hochpark über dem Bahnhof, der von allen Seiten zugänglich ist und die verschiedenen Teile des Bezirks miteinander verbindet.

Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou: "Hier bietet sich die große Chance, einen neuen Stadtteil im Bezirk zu gestalten, der neuen BewohnerInnen und AnrainerInnen Qualitäten bietet. Zentral aus Sicht der Stadt Wien ist das Aufbrechen der Barriere, die das Areal derzeit darstellt und die Schaffung von neuem Freiraum in der Stadt. Das gilt für den Hochpark und die vorgesehenen Durchwegungen ebenso wie für die Verkehrsberuhigungen in der Nordbergstraße und der Althanstraße."

Von der Barriere zur Passage

Mit dem Aufbrechen des derzeitigen Gebäudekomplexes werden neue Querungen und sogar zusätzliche Grün- und Freiräume geschaffen. Durch ein Trägergeschoss zwischen der Bahn und dem Hochpark ist es auch neun Meter über dem Straßenniveau möglich, Bäume zu pflanzen.

Das Bürogebäude am Julius-Tandler-Platz wird generalsaniert und architektonisch einer Renovierung unterzogen. Die derzeitige Dimension bleibt damit in weiten Teilen erhalten, bekommt aber ein neues Aussehen. Damit soll auch eine Aufwertung des Julius-Tandler-Platzes verbunden werden. Das Parkhaus auf dem Gelände wird einer neuen Bebauung weichen.

Mischnutzung statt Monokultur

Am neu gestalteten Standort soll die Nutzung weitaus vielfältiger ausfallen als bisher. Rund ein Drittel soll als Wohnraum genutzt werden, ein Drittel für Büros und Geschäfte zur Verfügung stehen. Neben dem attraktiven Hochpark wird auch großes Augenmerk darauf gelegt, eine ansprechende und belebte Erdgeschoßzone zu schaffen.

Die Nordbergstraße und die Althanstraße bekommen im Zuge der Neugestaltung neben neuen Räumen für Geschäfte und Einrichtungen auch mehr Aufenthaltsraum. Die Nordbergstraße soll dabei umfassend umgestaltet werden und mit Grünflächen, Bäumen und Sitzmöglichkeiten einen Parkcharakter erhalten. In der Althanstraße werden Gehsteigbereiche verbreitert, Aufenthaltsbereiche erweitert und ein verkehrsberuhigter, urbaner Raum geschaffen. In Verbindung mit dem Bahnhof wird es am Gelände einen sanften Mobilitätsknoten mit einem zukunftsweisenden multimodalen Anspruch geben.

Dialog mit der Bevölkerung

Die Neugestaltung des Franz-Josefs-Bahnhofs wurde in einem kooperativen Planungsverfahren über einen Zeitraum von mehr als acht Monaten erarbeitet. Neben einer umfassenden Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bezirk waren auch zahlreiche Expertinnen und Experten eingebunden.

Die nächsten Schritte sind nun die konkrete Architekturplanung für das vordere Gebäude sowie ein Realisierungswettbewerb für die Bebauung im hinteren Bereich des Areals. Auch dabei wird auf Dialog viel Wert gelegt. In der Althanstraße 4 wurde ein Dialogbüro für das "Althan Quartier" eingerichtet, in dem sich interessierte Personen aus erster Hand informieren können. Mit Karin Oppeker steht außerdem eine Ombudsfrau für Fragen und Anliegen zum "Althan Quartier" zur Verfügung.

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