Mehr Sicherheit durch Einsatz von Abbiegeassistenten

Die Stadt Wien hat 437 Fahrzeuge mit einem Abbiegeassistenz-System nach- beziehungsweise ausgerüstet. Insgesamt sind 364 Fahrzeuge der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) und 73 Lkw anderer Magistratsabteilungen mit einem Abbiegeassistenten in Wien unterwegs. Bei Neufahrzeugen wird bereits seit 2019 ein Abbiegeassistent eingebaut.

Stadtrat Jürgen Czernohorszky: "Die Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmer*innen wie Fußgänger*innen und Radfahrer*innen wird durch dieses System erhöht."

Spezielle Anforderungen an Müllautos

Die Anforderungen an ein adäquates Abbiegeassistenz-System für Müllsammelfahrzeuge unterscheiden sich zu anderen großen Nutzfahrzeugen: Beim Einsatz von Müllsammelfahrzeugen sind der Stopp- und Go-Verkehr sowie die zahlreichen Abbiegevorgänge nach rechts üblich. Außerdem bewegen sich die 48er-Mitarbeiter*innen bei ihrer Tätigkeit ständig im Nahbereich des Fahrzeuges. Einige Hersteller*innen haben deshalb nun ihre Systeme an diese speziellen Bedürfnisse der 48er angepasst.

Nach einer längeren Testphase im bestehenden Fuhrpark wurde ein Abbiegeassistenz-System mit Bilderkennungssoftware ausgewählt. Das System Luis Turn Detect schlägt sowohl bei Annäherungen von der Seite als auch von hinten an. Bei Gefahr warnt das System optisch auf einem Bildschirm im Fahrzeug und akustisch durch "Piepsen".

Selbstverständlich war bisher schon die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen ein wichtiges Anliegen der 48er. Alle Müllsammelfahrzeuge der 48er verfügten zuvor bereits über eine Rückfahrkamera und ein 7-Spiegelsystem, das die gesetzlichen Vorgaben übertrifft. Alle Müllsammelfahrzeuge verfügen zudem zum Schutz der Mitarbeiter*innen über eine Trittbrettsteuerung. Steht jemand am Trittbrett, begrenzt die Steuerung bei einer Fahrt nach vorne die Geschwindigkeit auf maximal 30 km/h und verhindert das Zurückschieben.

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