LebensmittelPunkt Wien

Wortbildmarke zu "Lebensmittelpunkt Wien": Grafik von verschiedenem frischem Gemüse

Lebensmittel werden äußerst rohstoff-, personal- und energieintensiv produziert, oft über weite Strecken transportiert, gekühlt oder tiefgekühlt, zu qualitativ hochwertigen Speisen verarbeitet und müssen - wenn sie nicht gegessen werden - letztendlich kostenintensiv entsorgt werden. Jede Stufe der Lebensmittelkette ist mit Umweltbelastungen verbunden. Rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel gehen auf dem Weg vom Acker bis zum Teller verloren. Daher ist die Vermeidung von Lebensmittelabfällen sowohl aus ethischen Gründen als auch aus Umweltschutzgründen enorm wichtig.


Studie "Lebensmittelabfälle in der Wiener Gastronomie"

Das Österreichische Ökologie-Institut hat in der Studie "Lebensmittelabfälle in der Wiener Gastronomie" (2,1 MB PDF) den Status Quo bei Wiener Gastronomiebetrieben zu Lebensmittelabfällen erhoben. Die Studie gibt eine Zusammenfassung über die Rahmenbedingungen wie beispielsweise gesetzliche Regelungen sowie Grundlagen zur Vermeidung und getrennten Sammlung von Lebensmittelabfällen. Die von den befragten Betrieben angegebenen Mengen an Lebensmittelabfällen wurden mit anderen Erhebungen und Studien verglichen.

Im Durchschnitt fallen rund 35.000 Tonnen Lebensmittelabfälle in der Wiener Gastronomie an. Durch die Vermeidung dieser Abfälle können sich die Wiener Gastronomiebetriebe nicht nur die Entsorgungskosten von sieben Millionen Euro pro Jahr sondern auch die Kosten für den Einkauf sparen, in Summe rund 67 Millionen Euro. Es gibt viele empfehlenswerte Beispiele zur Reduktion von Lebensmittelabfällen, die bereits von den befragten Betrieben umgesetzt werden sowie Best-Practice-Beispiele aus dem In- und Ausland, die rasch und einfach übernommen werden können.

Ein Ergebnis dieser Studie war das fehlende Angebot von entsprechenden Schulungen für das Küchenpersonal. Daher wurde im Rahmen des ÖkoBusinessPlan Wien das neue Beratungsangebot "Smart Kitchen" für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen entwickelt.

Neues Schulungsangebot "Smart Kitchen"

Smart kitchen-Workshop

Vorstellung der Studie und des Beratungsangebots bei einem Pressefrühstück

Der erste Workshop von "Smart Kitchen" startete am 9. November 2015 mit zwölf Betrieben. Die Beratungsunternehmen pulswerk GmbH und Envicient OG haben dieses Schulungsangebot für ein ressourceneffizientes Küchenmanagement mit Schwerpunkt Vermeidung von Lebensmittelabfällen in Wien ausgearbeitet.

Der Kurs wird von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) durch den ÖkoBusinessPlan Wien gefördert. Die Teilnahme kostet pro Person 178 Euro.

SMART KITCHEN reduziert Lebensmittelabfälle in Wiener Gastronomie

Take-away - Essen zum Mitnehmen

Um Verpackungsabfall zu vermeiden, kann selbst mitgebrachtes Geschirr bei der Essensabholung in einem Gastronomieunternehmen verwendet werden.

Für das Unternehmen endet die Verantwortung für das verkaufte Essen mit der Abfüllung in das selbst mitgebrachte Gefäß. Auch steht es dem Unternehmen frei, die Abfüllung in mitgebrachte Behältnisse zu verweigern. Um etwaige Fragen zu klären und Missverständnisse zu vermeiden, sollte vorab ein Gespräch mit der beziehungsweise dem Verantwortlichen im Betrieb geführt werden.

Tipps für Haushalte und Betriebe

Seit Jahren beschäftigt sich die Stadt Wien mit dem Thema der Abfallvermeidung bei Lebensmitteln. Zum nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen wurden ausführliche Informationen und Tipps für Haushalte und Betriebe zusammengestellt:

Folder "Lebensmittel sind zu wertvoll für den Mist"

Fortsetzung der Filmreihe mit "TOMORROW - Die Welt ist voller Lösungen"

vier Personen gehen auf einer Alm

In Zusammenarbeit mit der ÖGUT lud die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) am 1. Juni 2016 zur Filmvorführung des preisgekrönten Dokumentarfilms von Cyril Dion und Mélanie Laurent mit anschließender Podiumsdiskussion ein. Der Film ist vom 3. bis 9. Juni 2016 im Programm des Filmcasinos.

TOMORROW ist ein Film über die Lösungen, die wir brauchen, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Die im Film gezeigten Beispiele aus Landwirtschaft, Energiegewinnung, Mobilität sowie aus Wirtschaft und Bildung zeigen, dass es möglich ist, in allen Lebensbereichen Lösungen für unsere globalen Probleme zu finden.

Nach dem Film begrüßte der Nachhaltigkeitskoordinator der Stadt Wien, Thomas Hruschka, der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) zu einer Gesprächsrunde mit Christine Spernbauer (Impact Hub), Ariana Gollia (Magda's Hotel), Katharina Bayer (einszueins architektur) und Hartwig Kirner (Managing Director Fairtrade Austria). Die Gäste der Diskussionsrunde konnten alle von spannenden und nachhaltigen Initiativen berichten, die bereits in Wien bzw. Österreich umgesetzt werden.

Veranstaltungsdetails


Bisher gezeigte Filme

Die MA 22 trägt mit dieser Filmreihe zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung zu aktuellen Problemen bei. Bisher wurden folgende Filme gezeigt:

Alle Veranstaltungen wurden als ÖkoEvent durchgeführt.


Fachtagung "Lebensmittel sind wertvoll"

Blick in den Saal, es sind zirka 50 Menschen anwesend

Der Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie aber auch speziell entlang der Wertschöpfungskette widmete sich die Fachtagung "Lebensmittel sind wertvoll!" am 13. Oktober 2014. Die Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) führt seit 2011 jährlich eine Veranstaltung zur Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung aber auch für einen Austausch von Know-How durch. Bei dieser als ÖkoEvent durchgeführten Veranstaltung konnten neben den magistratsinternen Expertinnen und Experten auch zahlreiche externe Vertreterinnen und Vertreter von Betrieben und Institutionen aus dem Lebensmittelbereich begrüßt werden.


Lebensmittel und Nachhaltigkeit

Es wurden bereits viele Aktivitäten für einen nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln gesetzt. LebensmittelPunkt Wien stellt ein neues gemeinsames Dach und eine Informationsdrehscheibe dar. Hier finden sich Informationen betreffend:

Links auf weitere informative Seiten runden das Bild ab, wie z.B. Tipps für die richtige Entsorgung von Abfällen von Lebensmitteln und Speisen oder Mülltrennung.

Pilotprojekt "LebensmittelPunkt Donaustadt"

Durch die Vernetzung von Landwirtschaft, Märkten und Supermärkten, Gastronomie, sozialen und anderen Einrichtungen können auf lokaler Ebene Lebensmittelabfälle vermieden werden. Erste Kooperationen zwischen Abgebern und Übernehmern von Lebensmitteln konnten Ende 2013 geschlossen werden, die auch einen Mehrwert für die KooperationspartnerInnen erzielten. Es geht auch darum, Wissen zu Lebensmittelabfällen, Lebensmittelverwendung und Weitergabemöglichkeiten auf vielen verschiedenen Kanälen möglichst verständlich zu vermitteln. Menschen soll Lust auf persönliches Engagement gemacht werden. Im Fokus steht, was jede und jeder einzelne tun kann, aber auch, was gemeinsam getan werden kann.

Verantwortlich für diese Seite:
Wiener Umweltschutzabteilung (Magistratsabteilung 22)
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