Wien aktiv gegen Atomstrom

Wegweiser mit Aufschrift "Ausstieg"

Nicht nur der städtische Energieversorger "Wien Energie" ist atomstromfrei. Das Engagement der Stadt Wien gegen Atomstrom geht auch auf Bundes- und europäischer Ebene sowie im Rahmen des von Umweltstadträtin Ulli Sima initiierten Städtenetzwerks CNFE weiter.

Die Stadt Wien hat in den letzten Jahren die erneuerbaren Energien forciert und sich zugleich auf allen Ebenen gegen grenznahe Atomkraftwerke engagiert.


"Wien Energie" atomstromfrei

"Wien Energie" ist mit seinem Anti-Atom-Engagement unter den besten konventionellen Stromanbietern. Dies belegt der aktuelle Atomstrom-Check von GLOBAL 2000 und Greenpeace. Laut den beiden größten Umwelt-NGOs des Landes ist "Wien Energie" zu 100 Prozent atomstromfrei.

Wien Energie

Atomstrom-Importverbot

Umweltstadträtin Ulli Sima fordert ein generelles Atomstrom-Importverbot in Österreich. Spätestens nach der Atomkatastrophe von Fukushima darf es keine Zweifel mehr an der enormen Gefahr der Atomkraft geben.

Stufenplan für den Atomausstieg

Darüber hinaus schlägt Wien einen Stufenplan für den Atomausstieg vor:

  • Als Sofortmaßnahme wird ein europaweites Moratorium für AKW-Neubauten gefordert.
  • Weiters müssen sämtliche Reaktoren vom Netz, die kein Containment, also keine Schutzhülle, haben.
  • Im nächsten Schritt muss der gesamteuropäische Atomausstieg folgen. Dazu gilt es, die EURATOM-Gelder umzulenken. Die EURATOM-Gelder dürfen nur noch für konkrete AKW-Stilllegungen verwendet werden. Keinesfalls dürfen EURATOM-Gelder wie bisher in Laufzeitverlängerungen von Atomanlagen fließen.
  • Die Gelder auf EU-Ebene müssen in die Finanzierung erneuerbarer Energien gelenkt werden.
  • Ein verbindlicher Ausstiegsplan österreichischer Energieversorger aus Atomstrom-Importen soll erstellt werden.
  • Es müssen verbindliche hohe Sicherheitsstandards für alle europäischen Kernkraftwerke gelten, die ständig an den Stand von Wissenschaft und Technik angepasst werden. Kernkraftwerke, die diese Anforderungen nicht mehr erfüllen können, müssen stillgelegt werden.
  • Die Satzungen der Internationalen Atomenergieagentur (IAEA) müssen dahingehend verändert werden, dass die "Förderung der zivilen Atomwirtschaft" kein Ziel mehr ist. Österreich soll hier initiativ werden.
  • Die AKW-Betreiberfirmen müssen im Falle eines Unfalls für die Folgeschäden in unbegrenzter Höhe haften. AKW-Betreiberfirmen müssen dazu eine Versicherung abgeschlossen haben.
  • Die Entsorgungskosten für den Atommüll müssen gesichert durch die Betreiber aufgebracht werden. Sie dürfen nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden.
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