Top-Wasserqualität der Alten Donau

Das Naherholungsgebiet Alte Donau bietet ungetrübtes Badevergnügen mitten in der Stadt. Die Wasserqualität ist seit Jahren ausgezeichnet. Gezieltes Wasserpflanzenmanagement sorgt für klare Sicht.

Video: "Makrophyten sind unsere Freunde"

Die Alte Donau ist bei Badegästen seit eh und je beliebt. Bei einer Sichttiefe von fast vier Metern erfreuen sich jeden Sommer mehr als eine Million Menschen am sauberen Wasser. In der Badesaison misst die Abteilung Wiener Gewässer (MA 45) in der Alten Donau an sieben Stellen die Wasserqualität. Die Ergebnisse sind seit Jahren ausgezeichnet: Die Qualität des Wassers an der Alten Donau ist mit jener der schönsten Badeseen Österreichs vergleichbar.

Wasserpflanzen als biologischer Filter

Auch wenn sie unbeliebt sind und beim Baden am Bauch kitzeln: Die Unterwasserpflanzen, die so genannten Makrophyten, sind notwendig für die gute Wasserqualität in der Alten Donau. Sie wirken als biologische Filter indem sie Nährstoffe binden und die Trübung verringern. Damit sorgen sie für klare Sicht. Ihre Sauerstoffproduktion gewährleistet die Selbstreinigungskraft des Gewässers.

"Gartenpflege" unter Wasser

Wasserpflanzen unter Wasser

Unterwasserpflanzen kitzeln beim Baden mitunter am Bauch. Für die gute Wasserqualität sind sie essentiell.

Eingriffe in die Unterwasser-Vegetation bedürfen größter Vorsicht. Um die Entwicklung der Vegetation unter Wasser steuern zu können, werden regelmäßige Kontrollen unter wissenschaftlicher Anleitung durchgeführt. Es werden Echolotsondierungen vorgenommen und Tauchgänge absolviert, um die Entwicklung der Vegetation unter Wasser zu dokumentieren. Die Untersuchungen finden zwischen April und Oktober alle zwei bis vier Wochen statt und bilden die Basis für die Einsätze von Mähbooten. Langfristiges Ziel ist es, die niederwüchsigen Wasserpflanzen in der Alten Donau soweit zu etablieren, dass ein Mähen von hoch wachsenden Unterwasserpflanzen nicht mehr notwendig ist.

Die Notwendigkeit der Wasserpflanzen in der Alten Donau

1.800 Tonnen Pflanzen

Mähboot auf der Donau

Durch gezieltes Abmähen der hoch wachsenden Arten wird das Aufkommen niedrig wachsender Vegetation gefördert. Seit 2003 sind Mähboote der MA 45 im Einsatz. Jedes Jahr werden rund 1.800 Tonnen Wasserpflanzen gemäht. Das entspricht etwa dem Eigengewicht von 150 Autobussen. Die Pflanzen werden anschließend von der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) kompostiert.

Die Strategie, natürlichen Erscheinungen mit natürlichen Maßnahmen zu entgegnen, ist seit Jahren erfolgreich. Das Programm ist ein internationales Vorzeigeprojekt.

Mähvorgang an der Alten Donau

Natürliche Uferbegrünung

Nicht nur die Landschaften unter Wasser, sondern auch jene am Ufer werden gehegt und gepflegt. Das Planen der gesamten Gewässerlandschaft ist eine besondere Herausforderung: Top-Wasserqualität, beste Hochwassersicherheit, freie Ufer und Naherholung am Wasser werden unter einen Hut gebracht. Dabei liegt die Aufmerksamkeit auf der naturgemäßen Entwicklung und Pflege der Ufer.

Um verbaute Uferzonen an der Alten Donau noch grüner zumachen, ruft die Stadt Wien zum Mitmachen auf: Interessierte Uferpächterinnen und Uferpächter erhalten kostenlos Pflanzkörbe mit gewässertypischen Pflanzen wie Rohrkolben, Ufer-Seggen, Schwertlilien und Blutweiderich. Expertinnen und Experten der MA 45 stehen auch bei Fachfragen gerne mit Rat und Tat zur Seite. So sollen privat verbaute Uferzonen schrittweise renaturiert werden.

Logo des Life+ Programms der Europäischen Union: Das Wort "Life" in gelber Schrift, umringt von gelben Sternen

Das Projekt LIFE+ Alte Donau wird aus Mitteln des LIFE+ Programms der Europäischen Union, Themenbereich "Umweltpolitik und Verwaltungspraxis", gefördert.

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Wiener Gewässer (Magistratsabteilung 45)
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