Ginkgobaum aus Hiroshima in Wien

Ein Ginkgobaum, der die Atombombe in Hiroshima überlebt hat, wurde von den Wiener Stadtgärten als Symbol des Friedens ausgepflanzt.

Zwei MitarbeiterInnen der MA 42 mit Ginkgobaum und Tafel

Mit einer bis dahin unbekannten Wucht vernichtete der erste Atombombenabwurf der Geschichte am 6. August 1945 die japanische Stadt Hiroshima. In weniger als einer Minute wurden 80.000 Menschen getötet und die Natur fast zur Gänze ausgelöscht. Nur 800 Meter vom Explosionszentrum entfernt stand ein Ginkgobaum vor einem Tempel. Sein Wurzelstock wurde völlig zerstört. Wie durch ein Wunder trieben diese Wurzeln ein Jahr später wieder aus, der "Baum der Urzeit" hatte die Katastrophe überlebt. Fast 70 Jahre später, im Mai 2012, erhielt die Stadt Wien Post aus Hiroshima. Die Organisation "Green Legacy Hiroshima" schickte Samen des Baumes nach Wien.

Jungbaum wird ausgepflanzt

Die Samen wurden von den Wiener Stadtgärtnerinnen und Stadtgärtnern jahrelang liebevoll gepflegt. Nachdem der erste Jungbaum eine Größe von rund 60 Zentimetern erreicht hat, wurde er im Ginkgo-Goethe-Garten im Schulgarten Kagran ausgepflanzt. Anlässlich des 70. Jahrestags des Atombombenabwurfes am 6. August 2015 wird neben dem Ginkgo-Bäumchen von den Wiener Stadtgärten (MA 42) eine Gedenktafel enthüllt.

Symbol des Friedens

Der Ginkgo ist zu einem globalen Symbol von universaler Geltung und Bedeutung geworden, ein "Weltbaum", der mit seiner Kraft und Widerstandsfähigkeit allen bisherigen Herausforderungen seines nun schon 300 Millionen Jahre alten Lebens erfolgreich begegnet ist. Nicht zuletzt trotzte der Ginkgo erfolgreich drastischen Klimaveränderungen und atomaren Katastrophen. Grund genug, den Ginkgo als Symbol für den Frieden zu verwenden: "Nie wieder Hiroshima!".

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