"Wohnzimmer im Freien"

Video: Wohnzimmer im Freien

Für die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen in einer Großstadt ist ein ausreichendes Angebot an Grün- und Erholungsräumen besonders wichtig. Laut Prognosen wird Wien zudem bis 2030 auf rund zwei Millionen Menschen anwachsen. Daher errichtet die Stadt Wien laufend neue Grün- und Erholungsflächen.

Da sich die Wienerinnen und Wiener in ihren Parks und Wäldern wie zu Hause fühlen, werden diese auch als "Wohnzimmer im Freien" bezeichnet. Im Rahmen der größten Grünraumoffensive werden seit Jahrzehnten viele neue Grün- und Erholungsflächen errichtet.


Umweltstadträtin Ulli Sima auf einem Sofa, das unter einem Baum auf einer Wiese steht

Umweltstadträtin Ulli Sima

Umweltstadträtin Ulli Sima: "In der warmen Jahreszeit werden die öffentlichen Grünflächen von den Menschen in unserer Stadt als Wohnraum erobert. Damit auch für das wachsende Wien genügend Erholungsgebiete vorhanden sind, errichten wir daher viele neue 'Wohnzimmer im Freien'."


Beispiele für neue Grün- und Erholungsflächen

Der Kirschblütenpark

Visualisierung des Kirschblütenparks

In der Donaustadt entstand 2013 bis 2015 zwischen Tokiostraße und Attemsgasse ein drei Hektar großer Park. Da die Donaustadt seit vielen Jahren Partner von Arakawa, einem Stadtteil von Tokio ist, ist die neue Parkanlage eine Referenz an Japan und die berühmte japanische Kirschblüte.

Die Auswahl der rund 100 Bäume ist an asiatische Parkanlagen angelehnt: Kiefern im nördlichen Teil, Ahorn im südlichen Teil und dazwischen über 50 verschiedene japanische Kirschbäume.

Drei Parks in Aspern Seestadt

In der aspern Die Seestadt Wiens wurden von Anfang an viele Grünflächen eingeplant. Gleich drei neue Parks wurden im Mai und Juli 2015 eröffnet: Der Seepark, der Hannah-Arendt-Park und der Yella-Hertzka-Park sind isgesamt rund acht Hektar groß.

Seepark

Der Seepark ist zugleich das Herzstück der Seestadt. Die Gestaltung dieses Parks erinnert an eine Seenlandschaft. Er bietet viele Sitzmöbel, Sportgeräte und Spielflächen. Besonderes Augenmerkt liegt auf der Uferbepflanzung des fünf Hektar großen Sees.

Seepark Aspern

Yella-Hertzka-Park

Visualisierung des Yella-Hertzka-Parks

Der Yella-Hertzka-Park hat einen starken Bezug zu den angrenzenden Wohnhäusern. In die Wiesenlandschaft sind fünf charakteristische Quartiersinseln mit speziellen Angeboten für unterschiedliche Gruppen von Nutzerinnen und Nutzern integriert, die von großzügigen Rasenflächen umgeben sind. Der Kleinkinderspielplatz namens "Yellas Kindergarten" erinnert an die unter anderem als Gartenpionierin bekannte Namensgeberin.

Yella-Hertzka-Park

Hannah-Arendt-Park

Der Hannah-Arendt-Park fungiert als Schnittstelle zwischen den Wohngebieten, der Geschäftszeile und dem Bildungscampus. Der Park lädt als urbaner Freiraum zur vielfältigen Nutzung der offenen Flächen ein.

Hannah-Arendt-Park

Helmut-Zilk-Park im Sonnwendviertel

Visualisierung des Helmut-Zilk-Parks

Der nach einem großen Wiener Bürgermeister benannte Park ist mit sieben Hektar der größte neu errichtete Park seit 1974. Er dient als Verbindungsglied zwischen den einzelnen Gebäuden des neuen Stadtteils Sonnwendviertel und als grüne Lunge für die Umgebung. Ein Spielplatz, eine Hundezone, ein Gemeinschaftsgarten sowie ein großes Sonnendeck mit gastronomischen Angeboten wurden bis 2017 fertiggestellt.

Helmut-Zilk-Park

Erholungsflächen am Wasser

Copa Cagrana Neu

Das Freizeitareal wurde auf insgesamt drei Hektar und einer 300 Meter langen Wasserfront mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen, mit unterschiedlicher Gastronomie und vielen Freiflächen neu belebt.

Sonnentage am CopaBeach genießen

ArbeiterInnenstrand wieder geöffnet

Visualisierung: Menschen auf einer Wiese, die ins Wasser verläuft

An der Alten Donau wurde im Mai 2015 mit dem ArbeiterInnenstrand ein über 20.000 Quadratmeter großes Gelände wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der kostenlos zugängliche Erholungsbereich lädt ohne Eintritt oder Konsumzwang zum Baden an der Alten Donau ein.

Neue Liegewiese am ArbeiterInnenstrand


Neue Landschaftsschutzgebiete

Stadtplan mit Schutzgebieten und Parkanlagen

Bestehende und neue Grünräume in Wien

Neben Parkanlagen und kleineren Grünräumen braucht es jedoch auch große Erholungsgebiete. Die Weichen dafür wurden schon jetzt gestellt: Konkret beschloss die Wiener Landesregierung am 14. April 2015, drei neuen, großen Grünräumen in den bevölkerungsstarken Bezirken Floridsdorf und Favoriten unter Schutz zu stellen. Dazu zähen das Erholungsgebiet Goldberg im 10. Bezirk sowie Rendezvousberg und Bisamberg Vorland im 21. Bezirk. Sie werden als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen und somit besonders geschützt. Dazu kommt demnächst der Norbert-Scheed-Wald, der ebenfalls Landschaftsschutzgebiet wird.

In einem Landschaftsschutzgebiet ist jeglicher Eingriff in die Natur, der das Landschaftsbild, das Erholungserlebnis oder die darin lebende Flora und Fauna gefährden kann, verboten. Damit ist der Schutz dieser Großerholungsräume über Generationen gesichert. Die Ausweisung dieser Landschaftsteile als Schutzgebiet ermöglicht darüber hinaus, den Wiener Grüngürtel zu schließen.

Jahrhundertprojekt Norbert-Scheed-Wald

Visualisierung eines Wanderweges mit See, Feldern und Bäumen

Der waldarme Nordosten Wiens erhält mit dem Norbert-Scheed-Wald eine neue grüne Lunge. Das bis zu 1.000 Hektar große Gebiet nimmt bereits Gestalt an: Es wird ein vielfältiger Erholungsraum, der durch Wege, Spielplätze und öffentlich zugängliche Gewässer für die Menschen nutzbar gemacht werden soll. Benannt wurde das Projekt nach dem ehemaligen Bezirksvorsteher Norbert Scheed, der Ideengeber und bis zu seinem Tod im Sommer 2014 treibende Kraft hinter dem Projekt war.

Norbert-Scheed-Wald

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