Wo kaufe ich meinen Hund?

Welpen im Käfig

Jährlich werden bis zu 200.000 Hundewelpen illegal in den deutschsprachigen Raum geschleust. Mit dem Kauf dieser vermeintlich billigen Tiere wird ein todbringendes System unterstützt. Viele Tiere sterben bereits am Weg. Die Stadt Wien startete daher im November 2013 eine umfassende Kampagne gegen illegalen Welpenhandel.

Der Kauf von Tieren sollte wohlüberlegt und fernab von Weihnachstswunschlisten oder Mitleidseffekten erfolgen. Denn Tiere bedeuten Verantwortung, brauchen Zeit und Aufmerksamkeit.


Nach reiflicher Überlegung ist die Anschaffung eines Tieres fraglos eine Bereicherung. Einige Punkte sollten aber unbedingt beachtet werden:

  • Es kann das schönste Geschenk sein, nach intensiver Überlegung einem Tier aus einem österreichischem Tierheim ein neues Zuhause zu geben.
  • Für seriöse Züchterinnen und Züchter gibt es genaue Kriterien:
    • Muttertier vorhanden
    • Nur ein bis zwei Rassen im Angebot
    • Mindestalter der Welpen bei Abgabe neun Wochen (nach der vollendeten achten Woche)
    • Keine Billigangebote
  • Kaufen Sie niemals ein Tier im Internet, im Urlaub oder aus dem Kofferraum
  • Kein Kauf in Tierhandlungen

Hände weg vom Internet-Kauf

Drei Welpen

Nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes ist das Anbieten im Internet nur gemeldeten ZüchterInnen, HändlerInnen und TierheimbetreiberInnen erlaubt. Züchterinnen und Züchter haben sich bei der jeweiligen Landesveterinärbehörde zu melden und zu registrieren. In Wien ist dies das Veterinäramt (MA 60). Privatverkäufe sind illegal.

Mit tieranzeigen.at und Bazar.at konnten Partner gegen den illegalen Internet-Verkauf gefunden werden: Die großen Online-Plattformen verzichten mittlerweile auf private Tieranzeigen und sparen damit viel Tierleid.


Kein Kauf in Tierhandlungen

Auch in Tierhandlungen sollten keine Tiere gekauft werden, auch wenn dies seit 2008 in österreichischen Tierhandlungen leider wieder erlaubt ist. Wenn die gesetzlichen Vorschriften auch etwas strenger geworden sind, so bleibt dieser Handel dennoch tierschutzrelevant.

  • Nicht umsonst weigern sich österreichische Züchterinnen und Züchter, ihre Nachzuchten an den Handel abzugeben. Daher kommen auch in den legalen österreichischen Handel fast ausnahmslos Welpen aus dem Ausland, deren Herkunft und Produktionsweise für den Käuferinnen und Käufer nicht nachvollziehbar ist.
  • Wenn Hunde- oder Katzenhalterinnen und -halter nach dem Kauf Fragen zum speziellen Tier haben, beispielsweise bei Auftreten einer Erbkrankheit, können ihm diese vom Zoohandel in der Regel nicht beantwortet werden. Die Produzentinnen und Produzenten bleiben anonym.
  • Tierhändlerinnen und -händler haben nicht die Zeit, sich ausreichend mit den Welpen zu beschäftigen und ihnen in der Zeit des Aufenthalts alles Notwendige beizubringen, was sie in dieser wichtigen Sozialisierungsphase lernen sollten.
  • Unklar ist, was mit Welpen passiert, die nicht verkauft werden können.

Tierkauf bei seriösen ZüchterInnen

Beim Tierkauf sind folgende wichtige Kriterien zu beachten:

  • Es ist wichtig, genaue Herkunft der Welpen zu kennen und ihre Geburtsstätte besichtigen zu dürfen.
  • Nestwärme, Fürsorge der Mutter und Kontakt zu den Geschwistern ist für die Prägephase der Welpen absolut wichtig. Vorzeitig herausgerissen, leiden sie oft ein Leben lang darunter. Bestehen Sie darauf, das Muttertier zu sehen.
  • Alarmstufe rot, wenn Ihnen gleichzeitig Welpen verschiedener Würfe angeboten werden. Hier handelt es sich höchstwahrscheinlich um einen illegalen Handel. Seriöse Züchterinnen und Züchter halten nicht mehr als ein bis zwei Rassen.
  • Welpen müssen bei der Abgabe die achte Woche vollendet, das heißt ein Alter von mindestens neun Wochen erreicht haben.
  • Spontanverkäufe sind unseriös: Verantwortungsvolle Anbieterinnen und Anbieter wollen sicher sein, dass es dem Welpen an seinem neuen Platz gut geht. Daher werden Hundewelpen vor der Abgabe mehrmals bei den Anbieterinnen und Anbietern besucht sowie Beratungsgespräche geführt. Auch danach bleibt man in Kontakt und kann sich bei Fragen und Problemen an die Züchterin beziehungsweise den Züchter oder das Tierheim wenden.
  • Bei Rassetieren ist auf den Stammbaum zu achten.
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