Sauberkeitskampagne 2018

"Einfacher so: Hundeklo oder Aschenbecher to go!": Mit Augenzwinkern sorgt die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) für Aufmerksamkeit und startet ihre Sauberkeitskampagne 2018. Dabei wird wieder gezeigt, wie man Hundekot oder Tschick ordnungsgemäß und ganz einfach entsorgen kann. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Hunde stehen vor einer Toilette an, daneben ein Hinweis auf die Hundekotsackerln

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Raucher mit überdimensionalen tragbaren Aschenbecher, daneben Hinweis auf die Papierkörbe mit Aschenrohr

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Bewusstsein für die Sauberkeit

Im Zentrum der Sauberkeitsoffensive 2018 stehen Hundekot und Zigarettenstummel. Die Stadt Wien bietet ein breites Serviceangebot für die umweltgerechte Entsorgung von Abfällen aller Art. Die WasteWatcher ahnden alle Sauberkeitsverfehlungen seit 10 Jahren. Der Großteil der Wienerinnen und Wiener hält sich an die Spielregeln.

Hundeklo oder einfach so

Person schiebt eine Mobil-Toilette hinter einen im Park spazierengehenden Hund. Abschließend Info über Hundekotsackerlspender und mögliche Strafen.

Wienweit sind über 3.500 Hundekotsackerlspender aufgestellt. Rund um die Uhr können die Gratissackerln entnommen werden. Das Geschäft kann von den geliebten Vierbeinern dann ganz einfach dort verrichtet werden, wo es gerade nötig ist. Einzige Voraussetzung ist, dass die gefüllten Sackerln dann richtig entsorgt werden, ansonsten droht eine Strafe durch die WasteWatcher von 50 Euro bei einer Organstrafe. Im Falle von Anzeigen wird es deutlich teurer.

Für den Großteil der Hundebesitzerinnen und Hundebesitzer ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, Hundekot wegzuräumen. Vor einigen Jahren noch war dieser Anblick noch exotisch. Rund 100.000 mit "eindeutigem Inhalt" gefüllte Hundekotsackerl finden täglich in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern auf den privaten Liegenschaften. Bei 55.600 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt ist dies eine echte Erfolgsgeschichte. Jährlich landen rund 36 Millionen Sackerl mit Hundekot in Wiens öffentlichen Mistkübeln und Restmüllbehältern auf den Liegenschaften. In den Parks und auf den öffentlichen Straßen stehen über 25.000 Papierkörbe für die Entsorgung des Hundekots bereit.

Aschenbecher to go oder einfach so

Eine bequeme Lösung zur Entsorgung der Zigarettenstummel bietet die Stadt Wien seit vielen Jahren. Das Angebot an Papierkörben mit Aschenrohren beziehungsweise an freistehenden Aschenrohren wurde laufend ausgeweitet. Mittlerweile gibt es bereits über 19.700 Papierkorb/Ascher- Kombinationen und 2.100 freistehende Aschenrohre. Die Aschenrohre werden immer besser angenommen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,6 Millionen Stück in den Aschenbechern, so waren dies 2017 über 123 Millionen Stück. Das heißt die Anzahl an ordnungsgemäß entsorgten Zigarettenstummeln hat sich von 2009 auf 2017 um den Faktor 18 erhöht.

Stetige Abnahme der illegal entsorgten Abfälle

Auch in Sachen illegal abgelagertem Sperrmüll und sonstigen Ablagerungen konnte eine deutliche Entspannung festgestellt werden: Um rund 58 Prozent nahmen in diesem Bereich die Verunreinigungen innerhalb der letzten 10 Jahre ab, von zirka 103.000 Kubikmeter im Jahr 2007 auf 43.000 Kubikmeter 2017. Für die legale und kostenlose Entsorgung von Sperrmüll stehen ebenfalls die Wiener Mistplätze zur Verfügung. 2014 startete die MA 48 mit der Modernisierung der Mistplätze. Mittlerweile sind bereits sechs Mistplätze fertig umgebaut, der Mistplatz Stammersdorf wird 2018 adaptiert.

Die Anzahl der auf Gehsteigen, in Grünflächen abgestellten Kühlgeräte wurde von 2007 auf 2017 um 60 Prozent reduziert, von knapp über 2.100 im Jahr 2007 auf zirka 830 Stück 2017. Kühlgeräte und selbstverständlich auch alle anderen Elektrogeräte können sowohl beim Handel (beim Kauf eines entsprechenden Neugeräts) als auch auf den Wiener Mistplätzen gratis abgegeben werden. Funktionstüchtige Elektrogeräte können in der Tandler-Box auf den Mistplätzen zur Weiterverwendung abgegeben werden.

Top-Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten in der Millionenstadt

Es gibt keine Ausreden: Das Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten in Wien ist enorm. Mit über 19.700 öffentlichen Papierkörben mit integriertem Aschenbecher allein bei der MA 48, über 446.000 Restmüll- und Altstoffbehältern findet jede und jeder eine Möglichkeit, Tschick, Hundekotsackerl, Flaschen oder Dosen zu entsorgen. Für Elektrogeräte, Sperrmüll und Co. bieten die Wiener Mistplätze ein bequemes Service, um auch diese Abfälle kostengünstig einer umweltgerechten Entsorgung zukommen zu lassen. Die Mistplätze haben von Montag bis Samstag von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Der Mistplatz in der Percostraße im 22. Bezirk hat sogar am Sonntag geöffnet.

10 Jahre WasteWatcher

Die Stadt Wien baute in den letzten Jahren das Angebot stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit 10 Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben von Februar 2008 bis Dezember 2017 rund 64.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Insgesamt sind 50 hauptberufliche WasteWatcher im Einsatz, rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MA 48 und bei den Wiener Stadtgärtnern (MA 42) üben ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen ihrer anderen Aufgaben aus. Sie sind sowohl in Zweier-Teams als auch alleine unterwegs, meist in zivil. Es gibt immer wieder Schwerpunkttage, an denen bis zu 25 Kontrollorgane in den Bezirken unterwegs sind, um noch stärkeres Bewusstsein zu schaffen.

Ein Organmandat kostet 50 Euro, bei Anzeigen wird es mit einem Strafausmaß von bis zu 2.000 Euro deutlich teuer. Die Gelder kommen ausschließlich weiteren Sauberkeitsmaßnahmen zu Gute.

Das Serviceangebot im Überblick - kein Grund für Ausreden

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll in den letzten Jahren ständig ausgebaut, es gibt keine Ausreden

  • 3.536 Hundekotsackerlspender mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
  • 25.000 öffentliche Papierkörbe, von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, 19.700 sind mit Aschenbechern ausgestattet
  • Zusätzlich gibt es zirka 2.100 freistehende Aschenrohre in Parks und bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern
  • Sechs Wiener Mistplätze wurden modernisiert, Mistplatz Stammersdorf wird gerade umgebaut
  • Über 216.000 Altstoffsammelbehälter dienen der Mülltrennung

"Saubere Stadt" im Stadtplan

Das gesamte Angebot ist im Internet im Online-Stadtplan beziehungsweise über die 48er App abrufbar.

Mit der Sag's Wien App kann man Verunreinigungen melden.

Bewusstseinsbildende Maßnahmen

Neben der aktuellen Sauberkeitskampagne gibt es auch 2018 wieder eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen:

  • Wien räumt auf. Mach mit! - Frühlingsputz 2018 (23. April bis 6. Mai 2017): Im letzten Jahr haben über 17.000 Menschen mitgemacht.
  • Mistfest 2018 (22. und 23. September 2018)
  • Mistmeisterschaften für Volksschulklassen (ab 28. Februar 2018)
  • Sommerferienspiel 2018 für Kids am "Beag aus Mist" (ab 24. Juli 2018)
  • Programm für Kindergärten zum Thema Anti-Littering
  • Infos zum Angebot für Kindergärten und Schulen auf EULE - Umweltbildung der Stadt
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