Sauberkeitskampagne 2017

"Sei kein Schweindl" - mit dieser Aufforderung sorgt die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) für Aufmerksamkeit und startet ihre Sauberkeitskampagne 2017. Im Gegensatz zu Schweinen, die als sehr reinliche Tiere gelten, gibt es unter Menschen immer wieder "Schweindln", die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Diesen ist die heurige Sauberkeitsoffensive gewidmet, die regelmäßig mit Augenzwinkern die Einhaltung der Spielregeln einmahnt.

Person mit Schweinekopf sitzt mit Hunden auf einer Sitzbank, davor Hundekot; Text: Sei kein Schweindl. Jetzt ab 50 Euro Strafe

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Zwei Personen mit Schweineköpfen sitzen auf einer Sitzbank, davor Essensreste und Zigarettenstummel; Text: Sei kein Schweindl. Jetzt ab 50 Euro Strafe

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Bewusstsein für die Sauberkeit

Wien zeigt sich auch in Sachen Sauberkeit von seiner schönsten Seite. Dies ist international bekannt und das soll auch so bleiben.

Im Zentrum der Sauberkeitskampagne 2017 stehen Hundekot, Tschick und Verschmutzungen jeder Art. Die WasteWatcher ahnden alle Sauberkeitsverfehlungen. Der Großteil der Wienerinnen und Wiener hält sich an die Spielregeln.


Schweindl-Zombie-Filme

In der Optik angesagter Zombie-Movies erzählen drei Videos die Geschichte von "Schweindl-Zombies". Sie treten alleine oder in Gruppen auf und lauern manchmal bei Parkbänken oder Haltestellen. Wo auch immer sie sind, hinterlassen sie eine Spur der "Vermüllung". Ob Papierln, leere Dosen, Zigarettenstummeln oder Bananenschalen: Alles landet achtlos auf der Straße und in den Parks, sogar Kinderspielplätze sind vor den "Schweindl-Zombies" nicht sicher. Sie schrecken auch nicht davor zurück, arglosen Wienerinnen und Wienern hinterhältig aufzulauern, um diese mit "Schweindlzombitis" anzustecken, denn Dreck zieht Dreck an.

Die Videos zeigen die Geschichte vom "Patient Zero, dem ersten Schweindl Zombie" über den Ausbruch bis zur Rettung in Gestalt der 48er-Putzbrigade beziehungsweise der WasteWatcher. Werden doch die meisten "Schweindln" nach einer Geldstrafe von zumindest 50 Euro ganz schnell wieder zu Menschen umgewandelt, die die Stadt künftig sauber halten.

Schweindl laufen durch die Straßen

Die Videos laufen auf YouTube, Facebook und Instagram und sollen besonders Jugendliche ansprechen. Auch eine visuelle Anleihe am Emoji-Trend ist unverkennbar.


Organstrafen nun ab 50 Euro

Zusätzlich wird mit der Kampagne auch auf die Erhöhung der Organstrafen hingewiesen: Mit 3. März 2017 wurde die Novelle des Wiener Reinhaltegesetz im Wiener Landtag beschlossen, wobei es in einigen Bereichen zu Anpassungen und Erweiterungen kam: Künftig können die WasteWatcher für ein Organmandat statt bisher 36 Euro nun mindestens 50 Euro verlangen, wobei der Strafrahmen gemäß Verwaltungsstrafgesetz bei Organmandaten bis zu 90 Euro betragen kann. Im Falle einer Anzeige drohen wie bisher bis zu 2.000 Euro Strafe. Das Ziel sind nicht maximale Strafen, sondern maximale Sauberkeit. Konkret werden nach der Novelle nun auch Wasserflächen, wie Alte und Neue Donau, Teiche oder Brunnen ins Gesetz aufgenommen. Wer also künftig Mist in Wiens Gewässer wirft, kann gestraft werden. Erfasst vom Gesetz wird nun auch explizit das sogenannte "Stadtmobiliar", wie Bänke und andere Sitzgelegenheiten, Litfasssäulen, Hydranten, Spielgeräte und Poller. Bisher waren im Reinhaltegesetz nur Grünflächen und öffentliche Flächen wie Straßen definiert.

WasteWatcher und Wiener Reinhaltegesetz als Erfolgsmodell

Die Stadt Wien baute in den letzten Jahren das Sauberkeitsangebot stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit neun Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben bislang rund 55.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Insgesamt sind 50 hauptberufliche WasteWatcher im Einsatz, rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MA 48 und bei den Wiener Stadtgärten (MA 42) üben ihre Kontrolltätigkeit im Rahmen ihrer anderen Aufgaben aus. Sie sind sowohl in Zweier-Teams als auch alleine zu unterschiedlichen Tageszeiten unterwegs sowohl in zivil als auch mit Gilets mit der Aufschrift WasteWatcher.

WasteWatcher


Das Serviceangebot im Überblick

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll in den letzten Jahren ständig ausgebaut.

  • Über 3.450 Hundekotsackerlspender mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
  • Über 24.000 öffentliche Papierkörbe, von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, davon über 19.000 mit Aschenbechern
  • Zusätzlich circa 1.200 freistehende Aschenrohre bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern sowie etliche Aschenrohre in den Parks der MA 42
  • Die Wiener Mistplätze zur kostenlosen Abgabe von Sperrmüll, Elektrogeräten und Sonstigem
  • Über 430.000 Restmüll- und Altstoffbehältern zur Mülltrennung

"Saubere Stadt" im Stadtplan

Im Online-Stadtplan zeigt der Karteninhalt "Saubere Stadt" die Standorte von Altstoffsammelstellen, Mistplätzen, Problemstoffsammelstellen, öffentlichen Toiletten und Hundekotsackerlautomaten an.

Zusätzlich sind diese Einrichtungen auch über die 48er-App abrufbar. Bisher nutzen bereits über 23.000 Wienerinnen und Wiener dieses praktische Service.

Bewusstseinsbildende Maßnahmen

Neben den Kontrollen gibt es auch 2017 wieder eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Sauberkeit:

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