Sauberkeitskampagne 2015

Mit gewohnt witzigen und provokanten Sujets wirbt die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) in der aktuellen Frühlingskampagne für eine saubere Stadt. In Anlehnung an den im Mai 2015 in Wien stattfindenden Eurovision Song Contest stehen sowohl die aktuelle Sauberkeitskampagne der Stadt Wien als auch die große Frühjahrsputzkampagne heuer unter dem Motto "Eurowischn Putz Contest".

Im Zeichen des Eurovision Song Contest

Mit der diesjährigen Sauberkeitskampagne werden "Schmutzfinke" mit musikalisch angehauchten Slogans zur Einhaltung der Sauberkeitsspielregeln angehalten. Im Zentrum stehen Hundekot, Tschickstummel und das Taubenfüttern. "Es ist falsch verstandener Tierschutz, die Tauben mit menschlichen Essensresten zu füttern. Zudem ist es inakzeptabel, Brot, Pizzaschnitten, Nudeln und Ähnliches in Parkflächen und auf Gehsteige zu werfen", so Umweltstadträtin Sima.

Sieben Jahre WasteWatcher – ein Erfolgsmodell

Die Stadt Wien baute in den letzten Jahren das Sauberkeitsangebot stetig aus und kontrolliert die Sauberkeitsspielregeln konsequent. Seit sieben Jahren sind die WasteWatcher im Einsatz und erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit. Sie haben bislang 42.000 Amtshandlungen in Sachen Sauberkeit getätigt. Aktuell gibt es 50 hauptberufliche WasteWatcher und rund 400 ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der MA 48 und den Wiener Stadtgärten (MA 42), die die Kontrollfunktion im Rahmen ihrer Tätigkeiten im Außendienst mitmachen. Die WasteWatcher sind sowohl in Uniform, mit Gilets als auch in Zivil unterwegs.

WasteWatcher: Sauberkeitsmaßnahmen der Stadt wirken

Hundekot am Schuh! Shit, des ist ka Hit!

Plakat der Sauberkeitskampagne 2015 mit Hundekot und der Aufschrift "Sit, des ist ka Hit!"

Für den Großteil der Hundebesitzerinnnen und Hundebesitzer ist es mittlerweile eine Selbstverständlichkeit, Hundekot wegzuräumen. Vor einigen Jahren war dieser Anblick noch mehr als exotisch. Die Hundebesitzerinnnen und Hundebesitzer nehmen das breite Angebot an Gratis-Sackerln gut an, es gibt bereits über 3.160 Gratis-Sackerl-Automaten. Knapp 60.000 mit "eindeutigem Inhalt" gefüllte Hundekotsackerl finden sich täglich in Wiens Mistkübeln, was eine aktuelle Studie vom Technischen Büro Hauer unter Beweis stellt.

Bei an die 61.000 gemeldeten Hunden in der Millionenstadt ist dies eine echte Erfolgsgeschichte. Jährlich landen somit 21,8 Millionen Sackerl mit Hundekot in einer der 24.000 öffentlichen Papierkörbe in Wien.

"Die HundehalterInnen halten sich mittlerweile vorbildlich an die Spielregeln und entsorgen die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner – und die wenigen, die es noch immer nicht tun, werden von den WasteWatchern gestraft", so Umweltstadträtin Ulli Sima, die sich an dieser Stelle bei Wiens Hundehalterinnen und Hundehaltern bedankt.

Tschick am Boden? Dafür gibt’s kan Applaus.

Plakat der Sauberkeitskampagne 2015 mit Zigarettenstummel und der Aufschrift "Dafür gibt`s kan Applaus."

Mit der Frage "Host an Tschick?" gebrandete Aschenrohre machen es den Raucherinnen und Rauchern einfach, ihre Zigarettenreste ordnungsgemäß zu entsorgen. Landeten im Jahr 2009 nur etwa 6,65 Millionen Stück pro Jahr in den praktischen Aschenbechern, so sind dies heuer bereits rund 100 Millionen Zigarettenstummel. Damit hat sich die Anzahl an ordnungsgemäß entsorgten Zigarettenstummeln von 2009 auf 2014 um das Fünfzehnfache gesteigert. Es gibt über 18.000 Papierkörbe mit Aschenbecher und rund 1.200 freistehende Aschenrohre der MA 48 im öffentlichen Raum, in die man die Zigarettenstummel bequem entsorgen kann.

Wer Tauben füttert, füttert Ratten! Ka tolles Publikum!

Plakat der Sauberkeitskampagne 2015 mit Tauben und der Aufschrift "Ka tolles Publikum!"

Taubenfüttern ist falsch verstandener Tierschutz. Speisereste und menschliche Nahrung schaden den Tieren. Sie werden dadurch krank und leiden. Zudem verschmutzen Essensreste die Grünflächen und Gehsteige.

Mit den Infoschildern "Wer Tauben füttert, füttert Ratten" an den "Tauben-Hot-Spots" informiert die Stadt Wien seit 2014 über die Konsequenzen des Ausbringens von Speiseresten, altem Brot und Ähnlichem im öffentlichen Raum. 2015 wird diese Aktion fortgeführt. Ein eigener YouTube-Spot Wer Tauben füttert, füttert Ratten zeigt beeindruckend die Konsequenzen, die durch das Ausstreuen von Essensresten entstehen: Vom scheinbar harmlosen und gut gemeinten Füttern von Tauben mit Semmelresten werden in der Nacht Ratten angelockt.

Wiesenstecker zur Sauberkeitskampagne 2015 mit Taube und der Aufschrift "Wer Tauben füttert, füttert Ratten!"

Die Verunreinigungen durch das Ausstreuen von Essensresten werden von den WasteWatchern geahndet. Bisher wurden rund 100 Amtshandlungen im Bereich dieser Verunreinigungen durchgeführt und über 150 Informationsgespräche geführt.

Tauben können sich in der Großstadt gut behaupten, weil sie hier ohnehin jede Menge Futter finden. Zusätzliches füttern ist nicht nötig. Viele kranke und verletzte Tiere sind das Ergebnis nicht artgerechter und übermäßiger Fütterungen. Neben dem gesundheitlichen Aspekt kommt auch noch die Tatsache dazu, dass sich Tauben bei übermäßigem und falschem Füttern auch übermäßig vermehren. Grundsätzlich kann ein Taubenpaar im Jahr bis zu zwölf Junge großziehen, die ihrerseits nach einem halben Jahr geschlechtsreif werden. Diese Zunahme an Tauben in der Großstadt führt zu einem starken Konkurrenzkampf der Tauben an den immer weniger werdenden Nistplätzen. An diesen entstehen "slumartige" Bedingungen mit hohem Parasiten- und Infektionsdruck. Würde das Füttern unterlassen, reduziere sich die Anzahl der gesunden Tauben auf ein natürliches und tierschutzverträgliches Maß, erläutert die Wiener Tierschutzombudsfrau Eva Persy.

Umwelt- und Tierschutzstadträtin Ulli Sima appelliert daher an die Tierfreundinnen und Tierfreunde, das Ausbringen von Essensresten zu unterlassen, weil man den Tieren damit einfach nichts Gutes tut und noch dazu die Stadt verschmutzt.

Das Serviceangebot im Überblick - kein Grund für Ausreden

Neben Bewusstseins- und Informationskampagnen sowie Mitmachaktionen wie der Putzaktion "Wien räumt auf. Mach mit!" hat die Stadt Wien das Angebot zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Müll in den letzten Jahren ständig ausgebaut.

  • Über 3.160 Hundesackerlautomaten mit "Gratis Sackerl fürs Gackerl"
  • Über 24.000 öffentliche Papierkörbe, von der MA 42 und der MA 48 in den Parks und auf den Gehsteigen, davon über 18.000 mit Aschenbechern
  • Zusätzlich circa 1.200 freistehende Aschenrohre bei anderen hochfrequentierten Plätzen wie bei U-Bahnen oder vor Theatern sowie etliche Aschenrohre in den Parks der MA 42
  • 18 Wiener Mistplätze zur kostenlosen Abgabe von Sperrmüll und Sonstigem
  • Über 210.000 Altstoffsammelbehälter zur Mülltrennung

"Saubere Stadt" im Stadtplan

Im Online-Stadtplan zeigt der Karteninhalt "Saubere Stadt" die Standorte von Altstoffsammelstellen, Mistplätzen, Problemstoffsammelstellen, öffentlichen Toiletten und Hundekotsackerlautomaten an.

Zusätzlich sind diese Einrichtungen auch über die 48er-App abrufbar. Bisher nutzen bereits über 17.000 Wienerinnen und Wiener dieses praktische Service.

Bewusstseinsbildende Maßnahmen

Neben den Kontrollen gibt es auch 2015 wieder eine Vielzahl von bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Sauberkeit:

  • Eurowischn Putz Contest (20. April bis 4. Mai 2015)
  • Mistfest 2015 (19. und 20. September 2015)
  • Mistmeisterschaften für Volksschulklassen (18. Februar bis 27. Mai 2015)
  • Sommerferienspiel 2015 für Kids am "Beag aus Mist" (Juli und August 2015)
  • eigenes Programm für Kindergärten zum Thema Anti-Littering
  • Infos zum Angebot für Kindergärten und Schulen auf EULE - Umweltbildung der Stadt

Plakate und Video zur Kampagne

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