Sauberkeitskampagne 2013: "Wo samma daham?"

Hundekot und Zigarettenstummel auf Gehsteig

"Wo samma daham?" - eine berechtigte Frage, angesichts von ungustiösen Tschickstummeln und Hundekot am Gehsteig nach den Wintermonaten: In der aktuellen Sauberkeitskampagne 2013 wird die Eigenverantwortung der Wienerinnen und Wiener thematisiert. Ergänzend zu den Plakaten gibt es einen coolen Rap, einen Kinospot, Inserate und Citylights mit der einhelligen Botschaft: "Halt die Straße rein wie dein daheim!"


Umweltstadträtin Ulli Sima erläutert die Hintergründe der aktuellen Kampagne mit den Sujets zu Hundekot und Tschickstummel:

Zu Hause schaut jeder drauf, dass es sauber ist. Niemand haut die Tschick auf den Boden oder hätte gern Hundekot im Schlafzimmer! Im öffentlichen Raum lässt die Moral, gerade in den Wintermonaten, leider zu wünschen übrig - und das ist teuer!

Großteil der WienerInnen hält sich an die Sauberkeitsspielregeln

Der enorme Ausbau des Serviceangebots, die stetige Weiterentwicklung und Anpassung an die Bedürfnisse der Bevölkerung und letztendlich der Einsatz der WasteWatcher seit fünf Jahren sind die unbestrittenen Erfolgsfaktoren für die Sauberkeit in Wien. Durch das große Serviceangebot zählt Wien zu den saubersten Städten der Welt:

Daher gibt es auch kein Verständnis für jene, die sich nicht an die Sauberkeitsspielregeln halten. Die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht kontrollieren diese Spielregeln und strafen bei Vergehen: Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen kann es noch erheblich teurer werden.

Umweltstadträtin Ulli Sima:

Die Gelder sind zweckgebunden und werden natürlich für weitere Sauberkeitsmaßnahmen in der Stadt verwendet.

Die WasteWatcher erfreuen sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit, über 85 Prozent der Wienerinnen und Wiener halten sie für eine gute Einrichtung. Seit Februar 2008 haben sie übrigens bereits über 28.500 Amtshandlungen getätigt

Tschickstummel haben am Gehsteig nichts verloren!

Plakat zum Thema Zigarettenstummel der Sauberkeitskampagne 2013

Ein Sujet der Kampagne widmet sich den Tschickstummeln, bei denen sich in den letzten Jahren ein erfreulicher Trend abzeichnet. Laut Umfragen und Hochrechnungen ist das Littering von Zigarettenstummeln in Wien im Zeitraum von 2005 auf 2012 um 31 Prozent zurückgegangen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies eine Abnahme von 868 Millionen Zigarettenstummeln im Jahr 2005 auf 600 Millionen Stück im Jahr 2012. Das ist insbesondere aufgrund der gleichzeitigen Zunahme des Außer-Haus-Konsums und der Verschärfungen des Nichtrauchergesetzes in Lokalen beachtlich.

Haben 2005 noch rund 65 Prozent der Befragten angegeben, ihre "Tschickstummel" einfach auf den Boden zu schmeißen, sind es im Jahr 2012 nur noch 14 Prozent. Bereits 48 Prozent geben an, ihre Zigaretten in einem Aschenbecher zu entsorgen. Auch das Wissen über die Strafen hat sich deutlich verbessert. So wissen heute bereits 55 Prozent der Raucherinnen und Raucher, dass es strafbar ist, einen Zigarettenstummel aus dem fahrenden Auto zu werfen. Hier drohen mindestens 75 Euro Strafe durch eine Lenkererhebung. Auch die Akzeptanz für Strafen ist überraschend hoch: So befürworten 80 Prozent der Befragten eine Strafe für achtloses Wegwerfen von "Tschickstummeln", selbst 70 Prozent der Raucherinnen und Raucher sind dafür.

Die WasteWatcher schritten im Jahr 2012 insgesamt 5.800 Mal wegen auf den Boden geschmissener Zigarettenstummeln ein: Knapp 4.000 Organstrafmandate wurden ausgesprochen, 1.126 Anzeigen gelegt und rund 700 Ermahnungen ausgesprochen.

Hundekot ins Sackerl!

Plakat zum Thema Hundekot der Sauberkeitskampagne 2013

Ein "Dauerbrenner" in Sachen Sauberkeitsdebatte ist der Hundekot. Auch hier hat sich in den letzten Jahren viel verbessert: Über 47.200 Stück Hundekotsackerln mit eindeutigem Inhalt finden täglich ihren Weg in die städtischen Papierkörbe. Pro Jahr sind dies 17,2 Millionen Sackerln. Die Stadt erhöhte die Anzahl der aufgestellten Hundesackerlautomaten im Jahr 2012 auf insgesamt 2.970. Das Stadtgebiet ist damit bereits mit einem dichten Netz ausgestattet. Hundebesitzerinnen und -besitzer können sich via Online-Stadtplan und 48er-App über das Angebot entlang ihrer Gassi-Strecken informieren.

66 Prozent der Bevölkerung empfindet eine deutliche Verbesserung der Hundekotproblematik durch die Einführung der WasteWatcher. 2012 kam es zu 1.131 Amtshandlungen der WasteWatcher aufgrund von Verunreinigungen mit Hundekot, wobei zirka 1.000 mit Organstrafmandaten in der Höhe von 36 Euro bestraft wurden.


Der Erfolg ist messbar!

Nicht nur bei Hundekot und Tschickstummel gibt es erfreuliche Verbesserungen, auch bei illegal abgestellten Kühlschränken und bei Einkaufswagerl ist ein positiver Trend zu verzeichnen. So finden sich heute 38 Prozent weniger Einkaufswagerl als noch 2008 auf den Straßen und Gehsteigen, bei den Kühlgeräten sind es gar 68 Prozent weniger.

Serviceangebote im Online-Stadtplan und in der 48er-App

Die MA 48 ist stets bemüht, das Service noch weiter auszubauen, so auch die Information über die Entsorgungsmöglichkeiten. Dazu gibt es alle Infos praktisch im Online-Stadtplan. Unter dem Karteninhalt "Saubere Stadt" sind sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen, Hundesackerlautomaten und öffentliche WC-Anlagen übersichtlich dargestellt.

"Kein Dreck" ist die neue 48er-App: Mit Android-Smartphones und iPhones sind die vielen Service-Einrichtungen der MA 48 abrufbar. Informationen zur aktuellen Kampagne finden sich auch auf der 48er Fanseite auf Facebook.

Plakate und Kinospot zur Kampagne

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