Du hast es in der Hand! Die Sauberkeitskampagne 2010

Mit dem Slogan "Du hast es in der Hand!" erinnert die Sauberkeitskampagne der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) seit März 2010 auf Citylights, Plakaten, mit Inseraten und in einem Radiospot an die Eigenverantwortung aller Menschen in Sachen Sauberkeit. Ob aus dem Auto geworfene Tschickstummel, auf den Gehsteig abgelagerter Sperrmüll oder liegen gelassener Hundekot - der Verstoß gegen die Sauberkeitsspielregeln kostet.

Schwerpunkte der Kampagne

Im Zentrum der Kampagne stehen weggeworfene Zigarettenstummel, illegal abgelagerter Sperrmüll und nicht weggeräumter Hundekot.

Hundekot

Slogan der Sauberkeitskampagne "Du hast es in der Hand" über der Darstellung eines kotenden Hundes und einer Frau mit Hundekotsackerl

Bei den "Hundstrümmerln" ist die Situation durch Bewusstseinsbildung mittels der allseits bekannten Wiesenstecker, einer ständigen Erhöhung der Hundekotsackerlautomaten auf fast 2.500 Stück und die strengen Kontrollen merklich besser geworden. Die bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Hundekot an den beliebten "Tatorten", wie beispielsweise Parks, werden fortgesetzt.


Zigarettenstummel

Slogan der Sauberkeitskampagne "Du hast es in der Hand" über der Darstellung eines Zigarettenstummel aus dem Auto werfenden Autofahrers

Ein großes Problem in Sachen Sauberkeit stellen nach wie vor die weggeworfenen Zigarettenstummel dar. Jährlich landen in Wien rund 868 Millionen Zigarettenstummel am Boden. Damit könnte man die Fläche von 30 Fußballfeldern bedecken oder 36.200 Papierkörbe füllen.

Dem Problem mit den Zigarettenstummel begegnet die Stadt Wien mit eigens von der MA 48 entwickelten Aschenrohren mit der Aufschrift „Host an Tschick?". Sie ergänzen die rund 7.000 Papierkörbe in der Stadt, die schon bisher mit Aschenbechern ausgestattet wurden. Die neuen Aschenrohre fassen über 1.000 Zigarettenstummel und sind daher auch auf gut frequentierten Plätzen ausreichend dimensioniert. Bislang wurden 250 Aschenrohre montiert, weitere 600 sollen heuer folgen. In Sachen Tschickstummel kooperiert die MA 48 heuer erstmals mit JTI (Austria Tabak). 200 Ascher werden von JTI finanziert. Zugleich sind von deren Seite auch Informationsmaßnahmen geplant, um bei den Konsumenten Bewusstsein für eine saubere Stadt zu schaffen.

Illegaler Sperrmüll

Slogan der Sauberkeitskampagne "Du hast es in der Hand" über der Darstellung eines Mannes, der Sperrmüll auf der Straße ablagert

Allein für die Beseitigung illegaler Sperrmüllablagerungen sind derzeit in Wien täglich 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 48 mit 40 Fahrzeugen im Einsatz. Die Kosten belaufen sich auf rund 7,1 Millionen Euro pro Jahr. Aber auch hier konnten schon erste Erfolge verbucht werden: Wurden vor der Aktion Saubere Stadt im Jahr 2006 noch über 30.000 illegal abgestellte Einkaufswagen von der MA 48 eingesammelt, so konnte diese Anzahl 2009 auf etwa 20.000 Stück reduziert werden. Dies entspricht einer Reduktion von 30 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Kühlschränken: waren es 2006 beinahe noch 2.200 Kühlschränke, die im Grünstreifen oder am Gehsteig achtlos weggestellt wurden, so konnte 2009 ein Rekordtief von 1.540 Stück erreicht werden.

Die weitaus umweltschonendere Möglichkeit, Sperrmüll zu entsorgen, bietet sich auf einem der 19 Mistplätze. Hier können Sperrmüll in Haushaltsmengen und alle anderen Abfälle gratis abgegeben werden. Der Mistplatz im 22. Bezirk hat sogar sonntags geöffnet. Durch das kostenlose Angebot der Stadt Wien können daher auch die Geldbörsen geschont werden. Bei einer Anzeige durch die WasteWatcher ist hingegen mit einer Strafe im Ausmaß von bis zu 2.000 Euro zu rechnen.

Sperrmüll - Mülltrennung

Erfolgsmodell WasteWatcher

Seit zwei Jahren kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Sauberkeitsspielregeln in Wien. Die Bilanz des Jahres 2009 zeigt, dass über 4.000 Amtshandlungen getätigt wurden. Die Auswertung des Jänners 2010 zeigt im Vergleich zum Jänner 2009 eine Steigerung der Amtshandlungen um 15 Prozent.

Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen drohen bis zu 1.000 Euro Strafe, in schweren Fällen bis zu 2.000. Die bislang verhängte Höchststrafe beläuft sich auf 1.360 Euro für viermaliges Nichtwegräumen von Hundekot.

Auch die Verpflichtung zur Schneeräumung auf den Gehsteigen und die Einkehrverpflichtung laut Winterdienstverordnung 2003 kontrollieren die WasteWatcher. Bislang wurden 101 Anzeigen an die Behörde übergeben, weil die Gehsteige nicht geräumt waren. Im letzten Winter waren es 103 Anzeigen wegen nicht geräumter Gehsteige oder weil der Splitt nicht eingekehrt oder auf die Straße gekehrt wurde, was ebenfalls verboten ist.

Radiospot mit Willi Resetarits und Alfred Dorfer

Neben Citylights, Plakaten und Zeitungsinseraten zum Thema ist auch der witzige Radiospot Teil der neuen Kampagne. Gesungen von Willi Resetarits und gesprochen von Kabarettist Alfred Dorfer erinnert auch der Spot an die Eigenverantwortung jedes einzelnen, im Spot konkret die der HundebesitzerInnen.

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