Sauberkeitskampagne 2011

Abbildung von drei Schneekugeln mit den Inhalten Sperrmüll, Hundekot und Zigarettenstummeln

Im Jahr 2006 startete auf Initiative von Umweltstadträtin Ulli Sima die Aktion "Saubere Stadt". Seither wurden eine Reihe von Maßnahmen zur Steigerung der Eigenverantwortung gesetzt sowie das Serviceangebot ausgebaut. In der Kampagne vom März 2011 sorgen Schneekugeln mit Hundekot, Tschickstummeln und Sperrmüll auf Plakaten und in Inseraten für Diskussionen. Umweltstadträtin Ulli Sima erläutert die unmissverständliche Botschaft: "Jeder von uns muss seinen persönlichen Beitrag für ein sauberes Wien leisten. Uns allen liegt die Stadt am Herzen. Die Sauberkeit ist ein wesentliches Merkmal Wiens auch im internationalen Vergleich."

Auf Plakaten, Citylights, Infoscreens und in Inseraten und im Internet wird auf die Eigenverantwortung eines jeden einzelnen hingewiesen. Es wurde bewusst auf das Symbol der Schneekugel gesetzt, das ein Wahrzeichen Wiens ist – dieses gilt es zu bewahren und sauber zu halten. Durch eine ungewöhnliche, typisch wienerische Symbolik mit hohem Identifikationspotential appelliert die Kampagne an den Stolz der Wienerinnen und Wiener. Das beliebte Wien-Souvenir wird überraschend inszeniert und verliert seine ursprüngliche Bedeutung.

In der Auflösung der Teaser-Kampagne wird in der Folge an die Konsequenzen bei Verstoß der Sauberkeitsspielregeln hingewiesen: auf die Strafen durch die WasteWatcher – wie etwa das Organmandat von 36 Euro bei nichtweggeräumtem Hundekot oder 1.000 Euro bei illegal abgelagertem Sperrmüll.

Schwerpunkte der Kampagne

Im Zentrum der Kampagne stehen weggeworfene Zigarettenstummel, illegal abgelagerter Sperrmüll und nicht weggeräumter Hundekot.

Erfolg gegen Hundekot

Hundekot in einer Schneekugel mit der Beschriftung "Wien bleibt clean" und dem nebenstehenden Text Wien, Wien, nur du allein...hast es in der Hand.

Bei den "Hundstrümmerln" ist die Situation durch Bewusstseinsbildung mittels der allseits bekannten Wiesenstecker, einer ständigen Erhöhung der Hundekotsackerlautomaten auf fast 2.800 Stück und die strengen Kontrollen merklich besser geworden. Die bewusstseinsbildenden Maßnahmen in Sachen Hundekot an den beliebten "Tatorten", wie beispielsweise Parks, werden fortgesetzt. Mittlerweile landen täglich 47.200 Sackerln mit eindeutigem Inhalt in den öffentlichen Papierkörben.

Kampf den Zigarettenstummeln

Zigarettenstummel in einer Schneekugel mit der Beschriftung "Wien bleibt clean" und dem nebenstehenden Text Wien, Wien, nur du allein...hast es in der Hand.

Dem Problem Zigarettenstummel begegnet die Stadt Wien mit eigens von der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) entwickelten Aschenrohren mit der Aufschrift "Host an Tschick?". Sie ergänzen die rund 7.500 Papierkörbe in der Stadt, die schon bisher mit Aschenbechern ausgestattet wurden. Die neuen Aschenrohre fassen über 1.000 Zigarettenstummel und sind daher auch auf gut frequentierten Plätzen ausreichend dimensioniert. Bislang wurden 850 Aschenrohre montiert. Die Aschenrohre werden gut angenommen: Jährlich landen bereits 19,2 Millionen Stück in den dafür vorgesehenen Behältnissen.

Reduktion von illegal abgelagertem Sperrmüll

Sperrmüll in einer Schneekugel mit der Beschriftung "Wien bleibt clean" und dem nebenstehenden Text Wien, Wien, nur du allein...hast es in der Hand.

Obwohl es in Wien ein dichtes Netz von kostenlosen Entsorgungsmöglichkeiten gibt, landen noch immer Schränke und ähnlicher Sperrmüll auf Wiens Gehsteigen und Grünflächen. Aber auch hier konnten schon erste Erfolge verbucht werden: Wurden vor der Aktion Saubere Stadt im Jahr 2006 noch über 30.000 illegal abgestellte Einkaufswagen von der MA 48 eingesammelt, so konnte diese Anzahl 2010 auf etwa 19.000 Stück reduziert werden. Dies entspricht einer Reduktion von etwa 37 Prozent.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Kühlschränken: waren es 2006 beinahe noch 2.200 Kühlschränke, die im Grünstreifen oder am Gehsteig weggestellt wurden, so konnte 2010 ein Rekordtief von 1.100 Stück erreicht werden. Bei Sperrmüllablagerungen beträgt der Rückgang etwa 15 Prozent.

Die weitaus umweltschonendere Möglichkeit, Sperrmüll zu entsorgen, bietet sich auf einem der 19 Mistplätze. Hier können Sperrmüll in Haushaltsmengen und alle anderen Abfälle gratis abgegeben werden. Der Mistplatz 22., Percostraße 2 hat auch an Sonn- und Feiertagen (außer am 1. Jänner, 1. Mai, 26. Oktober und 25. Dezember) von 7 bis 18 Uhr geöffnet. Durch das kostenlose Angebot der Stadt Wien können daher auch die Geldbörsen geschont werden. Bei einer Anzeige durch die WasteWatcher ist hingegen mit einer Strafe im Ausmaß von bis zu 1.000 Euro zu rechnen.

Sperrmüll - Mülltrennung

Alle Serviceangebote von Hundesackerlautomaten bis zu Mistplätzen online

Die MA 48 ist stets bemüht, das Service noch weiter auszubauen, so auch die Information über die Entsorgungsmöglichkeiten. Dazu gibt es alle Infos praktisch online am Stadtplan. Unter dem Menüpunkt "Saubere Stadt" sind sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze, Problemstoffsammelstellen, Hundesackerlautomaten und öffentliche WC-Anlagen zusammengefasst.

Lied von Kurt Ostbahn

Kurt Ostbahn und die Kombo rümpfen im eigens für die MA 48 komponierten Song die Nase über Mist und Co. Mit diesem Lied geht Willi Resetarits als leuchtendes Beispiel voran und unterstützt die "Bau keinen Mist"-Kampagne der Stadt Wien.

Bau keinen Mist - Lied: 4,8 MB MP3

Bau keinen Mist - Klingelton: 598 KB MP3

Erfolgsmodell WasteWatcher

Seit drei Jahren kontrollieren die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht die Sauberkeitsspielregeln in Wien. Die Bilanz zeigt, dass seit 2008 über 13.500 Amtshandlungen getätigt wurden.

Ein Organmandat kostet 36 Euro, bei Anzeigen drohen bis zu 1.000 Euro Strafe, in schweren Fällen bis zu 2.000. Die bislang verhängte Höchststrafe beläuft sich auf 1.360 Euro für viermaliges Nichtwegräumen von Hundekot.

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