"I'll be back!"- Mülltrennen ist trendy

Gemeinsam mit der ARA startete die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) eine neue Bewusstseinskampagne zur Mülltrennung.

"I'll be back!": Mit diesem Spruch auf der praktischen Sammeltasche für Altstoffe will die Stadt Wien die Wienerinnen und Wiener verstärkt zur Mülltrennung motivieren. Im Laufe des Jänners 2015 wurden Sammeltaschen in coolem Design an alle Wiener Haushalte verschickt.

"Wir wollen es den Wienerinnen und Wienern so einfach wie möglich machen, ihre Altstoffe wie Glas, Metall, Plastikflaschen oder Papier getrennt vom Restmüll zu sammeln. Dann können sie als Rohstoff verwertet werden, wir schonen Ressourcen und entlasten unsere Umwelt", so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Wien ist Spitzenreiter bei der Sammelqualität – kein anderes Bundesland trennt so sauber. Gemeinsam sollen die Recyclingmengen gesteigert und noch mehr verwertbare Altstoffe getrennt gesammelt werden.

Bequem und einfach sammeln mit der Vorsammeltasche

Vorsammeltasche wanted

Die Vorsammeltasche ist eine wirksame Werbebotschafterin. Sie ist immer wieder verwendbar. In ihr können die Altstoffe auch auf engstem Raum praktisch gesammelt und schließlich zu den 210.000 Sammelbehältern transportiert werden.

Jährlich werden in Wien zirka 27.000 Tonnen Altglas, 15.000 Tonnen Altmetall und 5.000 Tonnen Plastikflaschen gesammelt. Alleine durch die Verwertung der PET-Flaschen werden jährlich fast 10.000 Tonnen Erdöl für die Produktion dieser Flaschen eingespart. Das Altglasrecycling führt pro Jahr zu einer Einsparung von über 250.000 Tonnen an Primärstoffen wie Quarzsand, Kalkstein, Dolomit und Soda für die Glaserzeugung. Mit der gesammelten Menge an Altmetall könnte man 65 Riesenräder oder 1,6 Millionen Fahrräder bauen.

"Geringere Restmüllmengen bedeuten auch geringere Kosten. Mülltrennen zahlt sich somit auf jeden Fall aus, für die Umwelt und für die Geldbörse", so Sima.

Limited Editions beim 48er-Tandler

Drei verschiedene Arten von Vorsammeltaschen

Zum orangen Standardmodell gibt es seit 2015 auch Sondermodelle: Einerseits die Tasche im Design eines Reisekoffers mit der Aufschrift "Der Tonne entgegen", andererseits die schicke Vorsammelhilfe im Design einer edlen Damenhandtasche mit der Aufschrift "Trendy kommt von Trennen".

Alle drei Modelle sind beim 48er-Tandler, dem Secondhand-Markt der MA 48, zum Preis von zwei Euro erhältlich. Der gesamte Erlös kommt dem Wiener TierQuarTier zugute.

Gut für das Klima und die Geldbörse

Altstoffe wie Papier, Plastikflaschen, Glas oder Metall sind wichtige Rohstoffe, die im Restmüll nichts zu suchen haben. Durch die getrennte Sammlung über die Sammelbehälter der MA 48 werden wertvolle Altstoffe wieder stofflich verwertet und ersetzen Primärrohstoffe. Diese Einsparung von Ressourcen und Energie führt in Summe zu rund 75.000 Tonnen CO2-Einsparungen jährlich und liefert einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das entspricht den Emissionen von 38.000 Pkws, die jährlich 15.000 Kilometer fahren.

Altglas – Plastik – Metalle – Altpapier: 350.000 Tonnen im Jahr

Bereits vor über 30 Jahren wurde in Wien mit der Einführung der getrennten Sammlung begonnen. Die Sammelsysteme wurden im Laufe der Jahre immer wieder optimiert und an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst. Heute stehen den Wienerinnen und Wienern mehr als 210.000 Altstoffbehälter, 16 Mistplätze sowie 100 Problemstoffsammelstellen für die getrennte Sammlung von Alt- und Problemstoffen zur Verfügung.

Die Wienerinnen und Wiener sammeln pro Jahr über 350.000 Tonnen an Altstoffen. Die getrennte Altstoffsammlung in Wien ist hinsichtlich Sammelmenge und der Qualität eine Erfolgsgeschichte: Die gesammelte Menge an Altstoffen liegt im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen im Spitzenfeld. Innerhalb Österreichs ist auch die Qualität der in Wien getrennt erfassten Altstoffe vorbildlich. Während in Österreich durchschnittlich 19 Prozent Fremdstoffe in den gelben Sammelbehältern oder im Gelben Sack landen, sind es in Wien lediglich acht Prozent.

Eine internationale Studie der Wirtschaftsuniversität Wien belegt einmal mehr die Sammelleidenschaft der Wienerinnen und Wiener. Gemeinsam mit München belegt Wien hier einen Spitzenplatz mit vergleichbaren europäischen Metropolen. Dies betrifft die Sammelmenge von Altstoffen mit über 170 Kilogramm pro Einwohner und Jahr als auch die Recyclingquote von knapp 40 Prozent. Verglichen wurden unter anderen Weltstädte wie Stockholm, Paris, Berlin oder Zürich.

Dennoch kann die Sammelmenge weiter gesteigert werden, weil immer noch Plastikflaschen, Dosen oder auch Glasflaschen im Restmüll landen. Diese Verpackungen gehen dann für Recycling, Rohstoffschonung und Energieeinsparung verloren.

Mythen der Mülltrennung

Mülltrennen lohnt sich auf jeden Fall: Für die Umwelt und für die Geldbörse.

Die Mythen der Müllentsorgung

"Saubere Stadt" online

Im Online-Stadtplan zeigt der Karteninhalt "Saubere Stadt" die Standorte von Altstoffsammelstellen, Mistplätzen, Problemstoffsammelstellen, öffentlichen Toiletten und Hundekotsackerlspendern an.

Die 48er-App bietet eine weitere Möglichkeit, ganz bequem mit wenigen Handgriffen den nächsten Entsorgungsort zu finden: Hier werden die öffentlichen Sammelstellen im Menüpunkt "Stadtplan" über die jeweiligen Filter im Stadtplan angezeigt.

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