Luftqualität hat sich auch 2018 weiter verbessert

Jahresmittelwerte für Feinstaub in Wien

Die in Wien gemessenen Höchstwerte für Feinstaub im Jahresmittel wurden seit dem Jahr 2003 halbiert.

Bereits zum 7. Mal in Folge hat die Stadt Wien die EU-Grenzwerte für Feinstaub im abgelaufenen Jahr eingehalten.

Umweltstadträtin Ulli Sima: "Wiens Anti-Feinstaubmaßnahmen wirken, wir setzen mittlerweile das 3. Maßnahmenpaket um, das alle Verursachergruppen umfasst und bekämpfen somit erfolgreich den hausgemachten Feinstaub."

Überschreitung der Grenzwerte 2018

In Wien lagen die Werte an nur 16 Tagen über dem Grenzwert der EU-Vorgaben.

Das Maßnahmenpaket beinhaltet die weitere Forcierung des öffentlichen Verkehrs mit Netzoptimierung der Bus- und Straßenbahnflotte und dem U-Bahnausbau, die Parkraumbewirtschaftung, den Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die thermische Wohnhaussanierung, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung sowie effizienten Winterdienst.

Streusplitt reduziert

Die Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) setzt seit Jahren statt auf Streusplitt auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie. Damit konnten die Streusplittmengen und der dadurch entstandene Feinstaub in Wien drastisch reduziert werden. Zum Vergleich: Im Winter 1995 hat die MA 48 noch mehr als 133.500 Tonnen Splitt gestreut, im Winter 2002/2003 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr starken Winter 2012/2013 mit 121 Zentimetern Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen und letztes Jahr nur noch 78 Tonnen.

E-Mobilität

Auch die Forcierung der E-Mobilität ist ein aktiver Beitrag zur Luftgüte. Bis 2020 errichtet die Stadt Wien 1.000 neue Ladestellen im öffentlichen Raum.

Deutlich weniger Feinstaub als vor 15 Jahren

Die in Wien gemessenen Höchstwerte für Feinstaub im Jahresmittel wurden seit dem Jahr 2003 halbiert und liegen bei weitem unter dem Grenzwert von 40 µg/m3. In der EU darf an maximal 35 Tagen pro Jahr der Grenzwert von 50 µg/m3 im Tagesmittel überschritten werden. Das wurde in den vergangenen 7 Jahren eingehalten, zuletzt sogar deutlich unterschritten. In Wien lagen die Werte an nur 16 Tagen über diesem Wert und damit hielt Wien die EU-Vorgaben auch 2018 ein.

Auch der strengere österreichische Grenzwert von maximal 25 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 µg/m3 im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde 2018 klar unterschritten.

Bis zu drei Viertel des Feinstaubes sind importiert

Hauptverursacher von Feinstaub sind in Wien Straßenverkehr, Bautätigkeiten und private Raumwärmegewinnung ohne Fernwärme. Feinstaub wird aber laut Studien der TU-Wien und des Umweltbundesamtes oft über weite Strecken transportiert. Circa drei Viertel der Wiener Feinstaubbelastung stammen aus überregionalen Quellen und sind somit nicht hausgemacht. EU-Vorschriften zur Emissionsreduktion in allen Mitgliedsstaaten tragen daher ebenfalls wesentlich zur Verringerung der Belastung in Wien bei.

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