KliP II (2010 bis 2020)

Video: 15 Jahre Klimaschutz in Wien

Das 1999 beschlossene Klimaschutzprogramm (KliP) wurde 2009 fortgeschrieben. KliP II läuft bis 2020. Es umfasst 37 Maßnahmenprogramme mit insgesamt 385 Einzelmaßnahmen in den fünf Handlungsfeldern:


  • Energieaufbringung
  • Energieverwendung
  • Mobilität und Stadtstruktur
  • Beschaffung, Abfallwirtschaft, Land­ und Forstwirtschaft, Naturschutz
  • Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Umsetzung der geplanten Maßnahmen werden im Zeitraum zwischen 2009 und 2020 pro Jahr 1,4 Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen vermieden.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Umsetzung des KliP I. sowie die Ergebnisse der Evaluierungsstudien sind in das neue KliP II eingeflossen.

Beispiele

Erhöhung des Fernwärme-Anteils

Dieses Ziel soll durch kontinuierliche Ausbauplanung durch Wien Energie Fernwärme, durch den Ausbau der Netze sowie durch Effizienzsteigerungen und den Einsatz erneuerbarer Energieträger erreicht werden.

Im Bereich der Gebäudesanierung liegt hohes Potenzial vor allem auch im Bereich des Förderprogramms Thewosan. Es sollen jedoch nicht nur die Förderbestimmungen angepasst werden, sondern auch in den ordnungsrechtlichen Vorschriften (zum Beispiel die Bauordnung) die Grenzwerte für Neubau und Sanierung weiter verschärft werden.

Weniger Pkw-Verkehr

Der Pkw-Verkehrs soll durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie die Forcierung des Umweltverbundes unter Einbeziehung von öffentlichem Verkehr, Radverkehr und FußgängerInnen-Verkehr reduziert werden. Von spezieller Bedeutung wird in Zukunft die besondere Berücksichtigung des Radverkehrs sein. Auch die weitere Verbesserungen des FußgängerInnen-Verkehrs wird einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen leisten.

In diesem Zusammenhang ist außerdem zu erwarten, dass aufgrund der technischen Weiterentwicklung der Kraftfahrzeuge und weiterer flankierender Maßnahmen die Treibhausgasemissionen aus dem Wiener Pkw-Verkehr deutlich sinken werden.

Mehr erneuerbare Energieträger

Die durch erneuerbare Energieträger bereitgestellten Menge an Endenergie soll sich bis 2020 gegenüber 1990 mehr als verdoppeln. Es sollen die verschiedenen Möglichkeiten der Stadt Wien beziehungsweise ihrer Betriebe ausgeschöpft werden, die verschiedenen Formen von erneuerbaren Energieträgern sowohl im Stadtgebiet, aber auch außerhalb Wiens zu nutzen.

Erstellung eines Versorgungssicherheitsplans für Energie

Aus Sicht des Klimaschutzes muss in diesem Plan den Themenbereichen "Energieeffizienz" und "Erneuerbare" breiter Raum gewidmet werden. Dabei sind konkrete Maßnahmen zur Senkung des Energiebedarfs durch Erhöhung der Endenergieeffizienz, auch zur Steigerung der Nutzung von erneuerbarer Energie, von elementarer Bedeutung. Um die Zielerreichung bestmöglich zu unterstützen, soll die bisherige Aufbau- und Ablauforganisation im Bereich des Klimaschutzes der Stadt Wien beibehalten werden.

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Verantwortlich für diese Seite:
Andrea S. Fellner (Magistratsdirektion Klimaschutzkoordination)
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