Forschungsprojekt EcoTram

Mit dem Projekt EcoTram konnten viele wichtige Erkenntnisse zu Energiesparpotenzialen bei Straßenbahnen gewonnen sowie neue Technologien im Linienbetrieb getestet werden.

Straßenbahn mit Aufschrift "EcoTram"

Die Ecotram auf der Linie 62 am Karlsplatz

Bis Anfang Mai 2014 war die Energiespar-Bim der Wiener Linien im Rahmen des Forschungsprojekts EcoTram auf der Linie 62 unterwegs. Ziel war es, Energiesparpotenziale bei Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen von Niederflurstraßenbahnen festzustellen. In zehn Monaten sammelte die Straßenbahn wichtige Daten hinsichtlich des Energieverbrauchs im Fahrgastbetrieb.

Rund 4.200 kWh beziehungsweise mehr als 13 Prozent Energie konnte die EcoTram beim Lüften, Heizen und Kühlen in diesem Zeitraum einsparen. Das entspricht in etwa dem Jahresenergieverbrauch eines durchschnittlichen österreichischen Haushalts.

Vom Klima- und Energiefonds gefördertes Projekt

Seit 2009 arbeiteten die Wiener Linien gemeinsam mit zahlreichen Partnerunternehmen an dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt. In der ersten Phase wurden zuerst Daten einer serienmäßigen ULF-Straßenbahn im Klima-Wind-Kanal und im Linienbetrieb gesammelt. Anschließend wurden Technologien zur Effizienzsteigerung entwickelt und in einen Prototyp, der EcoTram, eingebaut. Nach erneuten Tests im Klima-Wind-Kanal wurde die EcoTram im Fahrgastbetrieb eingesetzt.

Breites Maßnahmenpaket im Test

In der Test-Bim kam ein umfangreiches Maßnahmenpaket zum Einsatz. Dazu zählten beispielsweise ein vorausschauend handelndes Kühl- und Heizsystem, Kohlendioxid-Sensoren zur Bestimmung der optimalen Frischluftzufuhr, ein mehrstufiges Kühlsystem oder spezielle Beklebungen der Seitenscheiben. Erstmals wurde außerdem eine Wärmepumpe in eine Straßenbahn eingebaut, die durch die Nutzung der Umgebungswärme und -kälte energiesparendes Heizen und Kühlen ermöglicht.

Verantwortlich für diese Seite:
Andrea S. Fellner (Magistratsdirektion Klimaschutzkoordination)
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