Auswirkungen des Klimawandels auf Wien unter besonderer Berücksichtigung von Klimaszenarien - Studie 2007

Die MD-Klimaschutzkoordination hat bereits 2007 die Studie "Auswirkungen des Klimawandels auf Wien unter besonderer Berücksichtigung von Klimaszenarien" bei der Universität für Bodenkultur und dem Institut für Meteorologie beauftragt. Die Studie versucht anhand von regionalen Klimamodellen, die mögliche weitere Entwicklung des Klimas in Wien einzuschätzen.

Folgende Kernaussagen sind in der Arbeit getroffen worden:

  • Die Temperatur nimmt voraussichtlich zwischen 1,3 bis 1,8 Grad Celsius im Winter und bis zu 2,5 bis 3 Grad Celsius im Herbst zu. In den 2040er-Jahren wird im Mittel jeder vierte Tag im Sommer ein Hitzetag sein.
  • Es wird zu einer saisonalen Verlagerung der Niederschläge sowie einer Zunahme der Niederschlagsintensität kommen.
  • Die Zunahme der Trockenperioden in Kombination mit dem Anstieg der Verdunstung wird zu einer signifikanten Abnahme des Bodenwassergehaltes führen.
  • Gemäß ersten Grobabschätzungen werden Heizgradtage bis 2050 um rund 20 Prozent abnehmen, Kühlgradtage um rund 117 Prozent zunehmen.
  • Höhere Temperaturen, weniger Niederschlag, geändertes Freizeitverhalten der Stadtbewohnerinnen und -bewohner sowie die zunehmende Zahl der Stadttouristen verstärken den Druck auf die Naherholungsgebiete und Grünflächen innerhalb der Stadt. Durch vermehrtes Auftreten von Extremereignissen wie beispielsweise Hitzewellen kann es zu Komforteinbußen und Betriebsstörungen des öffentlichen und privaten Verkehrs kommen.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Andrea S. Fellner (Magistratsdirektion Klimaschutzkoordination)
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