Mexikoplatz: Unterirdische Kanalsanierung abgeschlossen

Nach nur 90 Tagen Bauzeit wurden am Mexikoplatz im zweiten Bezirk die Kanalbauarbeiten auf einer Länge von 174 Metern abgeschlossen. Die Kanalsanierung wurde fast ausschließlich unterirdisch durchgeführt.

Video: Unterirdische Kanalsanierung

Den in die Jahre gekommenen Kanal auf konventionelle Art mit Aufgrabungen zu sanieren, hätte nicht nur mehr Geld gekostet, sondern auch eine zusätzliche Belastung durch den Baustellenverkehr bedeutet. Durch die unterirdische Sanierung konnten Anrainerinnen und Anrainer vor Staub, Lärm und Verkehrseinschränkungen geschützt und Parkplätze für die Autofahrerinnen und Autofahrer aufrechterhalten werden. Wien Kanal setzt überall, wo es technisch möglich ist, auf diese moderne und kaum merkbare Sanierungsart.

Zwei Millionen Euro jährlich für grabenlose Erhaltungsarbeiten

Rund fünf Kilometer Kanal werden jährlich unterirdisch, also nahezu aufgrabungsfrei, in Wien saniert. Insgesamt investiert Wien Kanal pro Jahr rund zwei Millionen Euro in grabenlose Erhaltungsarbeiten des Kanalnetzes. "Geringere Baukosten und deutlich weniger Auswirkungen auf den Straßenverkehr sind die wesentlichsten Vorteile gegenüber einer konventionellen Baumethode mit einer offenen Künette", erläutert Andreas Ilmer, Chef von Wien Kanal, die Vorzüge der grabenlosen Technik.

Lückenlose Kanalinspektion

Voraussetzung für die unterirdische Sanierung ist die lückenlose Inspektion des rund 2.500 Kilometer langen Wiener Kanalsystems. Wo Menschen keinen Zugang haben, kommt eine von fünf TV-Stationen zum Einsatz. Jeder dieser fahrbaren Roboter ist mit einer 360°-Panorama-Kamera für Live-Bilder und dreidimensionale Video-Aufnahmen ausgerüstet.

2016 wurden insgesamt 387 Kilometer Kanalnetz inspiziert, davon 324 Kilometer mittels TV-Kameras. Die Daten werden dabei vom Roboter direkt in das Kanalnetz-Informationssystem von Wien Kanal eingespielt. Technikerinnen und Techniker bewerten die Schäden und arbeiten ein Sanierungsprogramm aus.

Wien Kanal - Die Abwasserprofis

Mit einer Leitungslänge von rund 2.500 Kilometer ist Wien Kanal Österreichs größter Kanalnetzbetreiber. Täglich wird etwa eine halbe Milliarde Liter Abwasser sicher und umweltgerecht zur ebswien Hauptkläranlage in Simmering transportiert.

Rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten das Kanalnetz funktionsfähig und sauber. Beispielweise werden täglich 15 Tonnen abgelagertes Material aus den Kanälen geräumt, um den Abfluss zur Kläranlage zu garantieren.

99,7 Prozent aller Haushalte in Wien sind an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Trotzdem wächst das Wiener Kanalnetz jedes Jahr um weitere rund zehn Kilometer. Mehr als 1.000 Kanalbaustellen werden jährlich zur Erhaltung und Reparatur des öffentlichen Kanalnetzes durchgeführt.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
Wien Kanal (WKN)
Kontaktformular