Zukunftssichere Abwasserentsorgung in der Donaustadt

Wien Kanal setzt seit 2009 einen ambitionierten Infrastrukturausbau im 22. Bezirk um. Der aktuelle Bauabschnitt konzentriert sich auf Ausbauarbeiten am Abwassernetz von Hirschstetten.

Neubauarbeiten in Hirschstetten

Das Fundament für eine zukunftssichere Abwasserentsorgung in Hirschstetten

Wien wächst und könnte aktuellen Prognosen zufolge bereits im Jahr 2029 die 2-Millionen-Einwohnergrenze erreicht haben. Damit gilt es, vor allem in den wachstumsstarken Bezirken wie der Donaustadt, die Abwasser-Infrastruktur zukunftssicher auszubauen. Neue Stadtteile und mehr Haushalte bedeuten auch mehr Abwasser. Alleine 23 Kilometer Kanäle mit einem Investitionsvolumen von 76 Millionen Euro wurden bisher in Aspern, Breitenlee, Neuessling und Süßenbrunn errichtet.


Ausbau des Kanalnetzes in Hirschstetten

Im Zuge der Ausbauarbeiten wurde die Abflusskapazität zwischen den beiden Pumpwerken Breitenlee und Emichgasse vergrößert. Die erforderlichen Arbeiten teilen sich in zwei Abschnitte. Begonnen wurde mit dem Neubau eines modernen und leistungsfähigen Abwasserhebewerkes in der Emichgasse und mit dem 1,1 Kilometer langen Kanalneubau am Contiweg, in der Guido-Lammer-Gasse und Murraygasse. Dem folgt die Erneuerung und Vergrößerung des Kanalnetzes am Contiweg, von der Aspernstraße bis zur ÖBB (Guido-Lammer-Gasse) auf einer Länge von 180 Metern.

Die Bauarbeiten für den ersten Bauteil haben im September 2016 begonnen und wurden im Dezember 2018 abgeschlossen. Die Kosten betrugen rund 8,1 Millionen Euro. Die Arbeiten am 2. Abschnitt werden voraussichtlich im September 2019 fertiggestellt.

Erneuerung des Abwasser-Pumpwerks

Altes Abwasserpumpwerk Spandlgasse

Das Abwasserpumpwerk Spandlgasse, Baujahr 1968

Das bestehende Abwasser-Pumpwerk wurde 1968 errichtet. Das Pumpwerk war nach 50 Betriebsjahren am Ende seiner Funktionstüchtigkeit, baufällig und aufgrund der Stadtentwicklung der letzten Jahrzehnte völlig unterdimensioniert. Das neue Abwasser-Hebewerk in der Emichgasse wurde unmittelbar neben dem bestehenden Pumpwerk in der Spandlgasse mit nahezu 10-facher Leistungsfähigkeit errichtet. Nach Probebetrieb und vollständiger Einbindung in den Steuerungsverbund wurde das alte Gebäude abgerissen.


Ausstattung

Das Hebewerk ist mit einer Regenwasser-Schneckenpumpe mit einer Förderleistung von 1.000 Liter pro Sekunde ausgestattet. Für den Abwasseranfall bei Trockenwetter steht eine Schmutzwasser-Schneckenpumpe mit bis zu 140 Liter Förderleistung pro Sekunde zur Verfügung. Eingebunden ist das neue Pumpwerk in das Leitsystem von Wien Kanal. Abwasserströme können damit, je nach Wetterlage, in einem großräumigen Verbund von Pumpwerken und Transportkanälen optimal zur Hauptkläranlage in Simmering geleitet werden.

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