Erste Regulierungen des Donaukanals

Schwarz-Weiß-Fotografie vom unregulierten Donauverlauf

Die Donau vor der Regulierung um 1848

Straßennamen wie Floßgasse, Dampfschiffstraße, Schiffamtsgasse sowie das ehemalige zentrale Verwaltungsgebäude der DDSG zeugen von der geschichtlichen Bedeutung des Donaukanals. Er war lange Zeit von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt und wurde laufenden baulichen Eingriffen unterzogen.

Bei seiner Abzweigung vom Hauptstrom in Nußdorf wurden erstmals wasserbauliche Regulierungsmaßnahmen in größerem Umfang durchgeführt.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts stellte der Donaukanal auch die natürliche Barriere für die Stadtentwicklung in nordöstlicher Richtung dar. Erst die technischen Entwicklungen des späten 19. Jahrhunderts ermöglichten einen Brückenschlag in den heutigen 2. und 20. Bezirk und führten dort zu einer raschen städtebaulichen Entwicklung.

Folgen des Donaudurchstichs

Die erste Donauregulierung, der Donaudurchstich, war der Auslöser für die Verschiebung der Wertvorstellungen am Donaukanal. Der Kanal verlor seine wirtschaftliche Bedeutung. Entlang seiner Ufer entwickelten sich bevorzugte Wohngebiete, er wurde Naherholungsgebiet, bevorzugter Standort für große Verwaltungsbauten, Verkehrsstraße für öffentlichen und Individualverkehr und Vorfluter für zahlreiche Wiener Kanäle. Die anderen Qualitäten und Chancen dieses Flussraumes mitten in der Stadt wurden zunehmend negiert.

Belebungsversuche

Erst um 1975 besann man sich der Bedeutung des Donaukanals als innerstädtischer Frei- und Erholungsraum: Erste Radwege und Spielplätze wurden angelegt, ergänzende Bepflanzungen vorgenommen und Maßnahmen zur Belebung - Veranstaltungsponton, Schiffsrundfahrten, Gastronomieschiff - wurden gesetzt.

Im Zuge des Wettbewerbes "Chancen für den Donauraum Wien" (1986 bis 1988) wurden die Bedeutung und Notwendigkeit systematischer sowie ökologischer Planungsarbeit im Donaukanalbereich wieder stärker betont und seine Bedeutung für die erwünschte Vielfalt der Wiener Stadtstruktur gefestigt. Mehrere Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer befassten sich mit dem Donaukanal und lieferten interessante Diskussionsbeiträge.

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