Klima-Messstationen auf der Donauinsel

Messstation

Im Herbst 2019 wurden im Rahmen des EU-Projekts LIFE DICCA 5 meteorologische Messstationen auf der Donauinsel installiert und in Betrieb genommen. Damit soll es im Laufe der Projektzeit möglich werden, detaillierte Aussagen über Wetter, Witterung und mikroklimatische Verhältnisse auf der Donauinsel zu treffen.

Standorte

Die Stationen befinden sich in unmittelbarer Nähe von Standorten für kommende Projekt-Maßnahmen auf der Donauinsel:


Die Messstationen sind mit Zäunen gesichert und werden von Strom aus Solarpanelen gespeist.

Was wird gemessen?

An 4 Stationen werden Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit in Bodennähe gemessen. Die 5. Messstation auf der Wiesenfläche bei der Inselinfo misst darüber hinaus auch den Niederschlag und die sogenannte Globalstrahlung. Darunter versteht man die gesamte Solarstrahlung, die an der Erdoberfläche auf eine horizontale Fläche auftrifft.

Mit den erhobenen Daten sollen die Auswirkungen der Projekt-Maßnahmen gemessen werden. Die Daten werden in den Monitoring-Bericht des LIFE-Projekts aufgenommen und dienen als Grundlage für weiterführende Analysen und Trendberechnungen.

Umgebung beeinflusst Mikroklima

Die Standorte der Messstationen wurden bewusst nach unterschiedlichen klimatischen Gegebenheiten ausgewählt. Freie Wiesenflächen erwärmen sich zum Beispiel rascher als ein Standort im Wald oder in unmittelbarer Nähe zum Wasser. Am Beispiel von Hitzetagen werden die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen auf der Donauinsel besonders gut sichtbar:

Am bis dato heißesten Tag des Jahres 2020, dem 28. Juli 2020, wurde an der Messstation bei der Inselinfo nahe der Reichsbrücke um 15 Uhr der maximale Temperaturwert von 35,8 Grad gemessen. Die Messstation Festwiese, die sich in direkter Umgebung zu Asphaltflächen befindet, verzeichnete an diesem Tag Temperaturwerte in Bodennähe von bis zu 40 Grad. Der beschattete Standort am Tritonwasser erreichte an diesem Tag ein Temperaturmaximum von knapp über 36 Grad. Der Standort südlich der Donaustadtbrücke mit Wiese und lockerer Vegetation zeigte ein etwas höheres Temperaturmaximum von 37 Grad.

Mikroklima auf der Donauinsel verbessern

Viele der geplanten Maßnahmen im Projekt zielen auf eine Verbesserung des Mikroklimas auf der Donauinsel. Gewässer wirken kühlend auf ihre Umgebung. So werden 2 neue Teichbiotope auf der Insel errichtet und bereits vorhandene Teiche, die auszutrocknen drohen, revitalisiert.

Die Erhaltung und Schaffung von Teichbiotopen hilft auch den Tieren und Pflanzen auf der Donauinsel. Sie bieten Lebensraum für Amphibien, Schmetterlingen, Libellen und vielen anderen Arten.

Neben den neuen Teichbiotopen sollen neue Grünflächen, Beschattungselemente und Baumpflanzungen für eine Verbesserung des Mikroklimas sorgen. Neue Grünflächen werden zum Beispiel dort geschaffen, wo vorher Asphaltbelag war.

Projektziele und Maßnahmen - LIFE DICCA

Logo des LIFE+ Programms der Europäischen Union: Das Wort "Life" in gelber Schrift, umringt von gelben Sternen

Das Projekt LIFE DICCA wird aus Mitteln des LIFE-Programms der Europäischen Union gefördert.

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