30 Jahre Donauinsel

  • 1969: Stadt Wien beschließt Verbesserung des Donauhochwasserschutzes
  • Im Überschwemmungsgebiet soll ein Entlastungskanal ausgebaggert werden.
  • 1972: Beginn der Bauarbeiten
  • Neue Donau entsteht
  • 1988 nach 16 Jahren Bauzeit fertiggestellt
  • Donauinsel quasi als Nebenprodukt
  • 38 Millionen Kubikmeter Aushubmaterial
  • 2 Millionen Kubikmeter Wasserbausteine zur Sicherung des Geländes
  • Heute täglich bis zu 190.000 BesucherInnen

Video: 30 Jahre Donauinsel

Wo sich heute täglich tausende Menschen am Wasser und in der Sonne tummeln, floss noch in den 1960er-Jahren die Donau.

Für den Hochwasserschutz erbaut

Die Donauinsel ist von ihrer Funktion her eigentlich eine Hochwasserschutz-Einrichtung. Sie entstand aus dem Aushubmaterial des sogenannten "Entlastungsgerinnes", also der Neuen Donau. Die Neue Donau entlastet die Donau bei Hochwasser und schützt Wien damit seit 3 Jahrzehnten vor Überflutungen.

Von 1972 bis 1988 wurden 38 Millionen Kubikmeter Aushubmaterial bewegt. Damit entstand durch Aufschüttungen zwischen dem Entlastungskanal und dem Hauptstrom quasi als Nebenprodukt die Donauinsel.

Bildergalerie - Bau der Donauinsel

Gestaltung und Nutzung

1978, noch während der Bauarbeiten, genossen erste Sonnenhungrige den Sommer auf der "Insel".

Die Entstehung des Freizeitparadieses Donauinsel dauerte 16 Jahre und verlief nicht immer reibungsfrei.

Da die landschaftsgestalterische Planung den Bauarbeiten hinterher hinkte und die Insel noch kein Gestaltungskonzept hatte, wurde die Insel rasch als "Fadennudel" und "Spaghetti-Insel" bezeichnet.

Schließlich wurde entschieden, dass die Charakteristika der Stromlandschaft so weit wie möglich erhalten werden sollten und die Donauinsel als Freizeitoase und Erholungsgebiet nutzbar gemacht werden soll.

Die Oberfläche der Insel wurde im nördlichen und südlichen Bereich naturnah gestaltet, um auch Lebensräume für die Tier- und Pflanzenwelt zu schaffen. Donau-Altarme wie das Zinkerbachl oder der Tote Grund wurden belassen und in die Landschaftsgestaltung eingebettet.

Bei den Wienerinnen und Wienern war "die Insel" jedoch schon während der Bauarbeiten als Freizeitgebiet beliebt. Von Anfang an wurde an den Ufern der Neuen Donau gegrillt und am Wasser relaxt.

Freizeitangebot im Bereich Donauinsel

Hochwasserschutz

Video: Hochwassersituation in Wien 2013

Die Neue Donau und die Donauinsel sind das Kernstück des Wiener Hochwasserschutzes. Mit ihrer Hilfe hat die Stadt Wien sämtliche Hochwasserereignisse, wie zuletzt das Rekord-Hochwasser 2013, gut überstanden.

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