Neue Unterwasserpflanzen für die Alte Donau

  • Der Gewässergrund der Alten Donau wird schrittweise auf verschiedenen Teilabschnitten mit niederwüchsigen Characeen bepflanzt.
  • Ziel ist, dass sich die niederwüchsigen Unterwasserpflanzen langfristig selbständig am Gewässergrund vermehren.
  • Der Mäh-Aufwand in der Alten Donau soll so verringert und die Artenvielfalt erhöht werden.
  • Im Juni und September 2021 wurde eine Fläche in der Größe von 6,25 Hektar von der Strombucht bis zum Polizeisteg händisch bepflanzt.
  • Bereits 2017 wurde eine erste Testfläche gegenüber der Strombucht bepflanzt.
  • Baden und Bootsfahren sind in diesen Abschnitten ungehindert möglich.
Eine Frau in einem Boot reicht einem Taucher im Wasser kleine Pflanzen in einem Korb

Die Wasserpflanzen am Grund der Alten Donau garantieren die gute Wasserqualität. Mit der Pflanzung niederwüchsiger Characeen am Gewässergrund der Alten Donau sollen der Mäh-Aufwand verringert und die Artenvielfalt der Pflanzen erhöht werden.

Erste Testfläche 2017

Bereits 2017 wurde bei der Strombucht eine Fläche von 2,5 Hektar mit 7 niederwüchsigen Arten von Characeen bepflanzt. Nach 4 Jahren zeigte sich ein erfreuliches Ergebnis: Die gesetzten Pflanzen haben sich prächtig entwickelt und sich sogar über das abgesperrte Testgebiet hinaus verbreitet. 2021 wurden die Bepflanzungsarbeiten fortgeführt und die Fläche massiv ausgeweitet.

2021: Fläche von 6,25 Hektar an Unteren Alten Donau bepflanzt

Im Juni und im September 2021 wurden zwischen Strombucht und Polizeisteg niederwüchsige Unterwasserpflanzen auf einer Gesamtfläche von 6,25 Hektar eingesetzt - das ist die Größe von rund 9 Fußballfeldern.

  • Die Bepflanzungen erfolgten händisch von Taucher*innen.
  • Die Characeen dafür wurden zum Teil aus der bereits bestehenden Versuchsfläche bzw. aus der Neuen Donau entnommen.
  • Die neue Bepflanzungsfläche wurde knapp beim Polizeisteg mit einem Trennnetz abgesperrt. Ein Durchfahrtstor ermöglicht den Bootsverkehr.
  • Das Netz soll verhindern, dass Fische in den Bereich gelangen und die zarten Jungpflanzen abfressen.
  • Einsatz von Junghechten: Mit dem Besatz von Raubfischen werden die pflanzenfressenden Fische in diesem Abschnitt verringert. So können die jungen Pflanzen ungestört wachsen.
  • Die Absperrung bleibt einige Jahre bestehen. Baden und Bootsfahren sind aber ungehindert möglich.

Niederwüchsige Characeen sollen sich ausbreiten

Das hochwüchsige Ährige Tausendblatt ist seit rund 2 Jahrzehnten die dominante Unterwasserpflanzenart in der Alten Donau. In den 1990er Jahren hat sich diese Art massiv ausgebreitet und andere Arten verdrängt. Da diese Pflanzenart bis an die Wasseroberfläche wächst, erfordert dies jedes Jahr einen intensiven Einsatz der Mähboote der Stadt Wien.

Ursprünglich wuchsen in der Alten Donau aber eine Vielzahl von verschiedenen Wasserpflanzen, vor allem aus der Familie der Characeen. Ziel der Stadt Wien ist es, diese niederwüchsigen Characeen-Arten zu fördern, damit sie sich großflächig und beständig in der Alten Donau entwickeln können. Der große Vorteil: Diese Pflanzen sind für die ökologische Funktion wichtig. Der Aufwand für die Mäh-Arbeiten kann deutlich reduziert werden.

Bildergalerie

Zwei Frauen in einem Boot reichen einem Taucher im Wasser Boxen mit kleinen Wasserpflanzen
Zwei Frauen stehen mit Körben voll Unterwasserpflanzen in einem Boot, im Hintergrund schwimmen zwei Taucher im Wasser
Zwei Taucher pflanzen unter Wasser Wasserpflanzen ein
Ein Taucher unter Wasser pflanzt eine Wasserpflanze in den Grund

Funktion der Unterwasserpflanzen

Unterwasserpflanzen, sogenannte Makrophyten, garantieren die ausgezeichnete Wasserqualität der Alten Donau.

Sie wirken als biologischer Filter, der Nährstoffe bindet, und sorgen für klares Wasser. Ihre Sauerstoffproduktion gewährleistet die Selbstreinigungskraft des Gewässers.

Doch hochwachsende Unterwasserpflanzen trüben das Bade- und Bootfahrvergnügen. In den vergangenen Jahren nahm das Wachstum der Unterwasserpflanzen in der Alten Donau zudem stark zu.

Weiterführende Informationen

Logo des Life+ Programms der Europäischen Union: Das Wort "Life" in gelber Schrift, umringt von gelben Sternen

Das Projekt LIFE+ Alte Donau wurde aus Mitteln des LIFE+ Programms der Europäischen Union, Themenbereich "Umweltpolitik und Verwaltungspraxis", gefördert.

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