Testfläche für niederwüchsige Unterwasserpflanzen in der Alten Donau

2017 wurden sieben niederwüchsige Arten von sogenannten Characeen auf einer Testfläche in der Unteren Alten Donau angepflanzt. Unter anderem soll dadurch der Mähaufwand verringert werden.

Eine Frau in einem Boot reicht einem Taucher im Wasser kleine Pflanzen in einem Korb

Im Frühjahr und im Herbst 2017 wurden sieben niederwüchsige Arten von Characeen großflächig am Gewässergrund angepflanzt. Sie waren ursprünglich die dominierenden Arten in der Alten Donau. Die rund 2,5 Hektar große Fläche befindet sich am rechten Seitenarm der Unteren Alten Donau.

Ziel der Maßnahme ist es, den Mähaufwand in der Alten Donau zu verringern und gleichzeitig die Artenvielfalt der Unterwasserpflanzen zu erhöhen.

Neben anderen Vorarbeiten war es notwendig, bis auf 2,5 Meter Wassertiefe zu mähen, um die hochwüchsigen Pflanzen zu entfernen.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des EU-Projekts LIFE+ Alte Donau gefördert.

Schutz der Testfläche

Der Bereich ist auf Höhe der Strombucht bis zum gegenüberliegenden Ufer Am Kaisermühlendamm durch eine rund 115 Meter lange Absperrung mit einem Trenn-Netz geschützt. Das Netz soll verhindern, dass Fische in den Versuchsbereich gelangen und die Jungpflanzen abfressen.

Die Nutzung der Fläche zum Baden und Bootsfahren ist uneingeschränkt möglich. Ein Schwenktor am Rand dient den Booten als Durchfahrtsmöglichkeit.

Damit die neuen Pflanzen gut anwachsen können, bleibt die Absperrung bis zum Frühjahr 2020 bestehen.

Bildergalerie

Zwei Frauen in einem Boot reichen einem Taucher im Wasser Boxen mit kleinen Wasserpflanzen
Zwei Frauen stehen mit Körben voll Unterwasserpflanzen in einem Boot, im Hintergrund schwimmen zwei Taucher im Wasser
Zwei Taucher pflanzen unter Wasser Wasserpflanzen ein
Ein Taucher unter Wasser pflanzt eine Wasserpflanze in den Grund

Funktion der Unterwasserpflanzen

Unterwasserpflanzen, sogenannte Makrophyten, garantieren die ausgezeichnete Wasserqualität der Alten Donau.

Sie wirken als biologischer Filter, der Nährstoffe bindet, und sorgen für klares Wasser. Ihre Sauerstoffproduktion gewährleistet die Selbstreinigungskraft des Gewässers.

Doch hochwachsende Unterwasserpflanzen trüben das Bade- und Bootfahrvergnügen. In den vergangenen Jahren nahm das Wachstum der Unterwasserpflanzen in der Alten Donau zudem stark zu.

Weiterführende Informationen

Logo des Life+ Programms der Europäischen Union: Das Wort "Life" in gelber Schrift, umringt von gelben Sternen

Das Projekt LIFE+ Alte Donau wurde aus Mitteln des LIFE+ Programms der Europäischen Union, Themenbereich "Umweltpolitik und Verwaltungspraxis", gefördert.

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