Garteln ohne gefährliche Abfälle und Torf

Die Frühlingstemperaturen verlocken zum Arbeiten auf dem Balkon und im Garten. Ein ökologischer Start in den Gartenfrühling gelingt ohne den Einsatz von Pestiziden und Torf.

Blumen, Pflanzen und ein begrüntes Dach in einem Innenhof

Im Kreislauf der Natur entstehen wunderschöne grüne Oasen. In Wien gehört zum ökologischen Start der Gartensaison der "Gute Grund", die torffreie Erde aus der Biotonne.

Pestizide sollten nicht eingesetzt werden. Sie gefährden die eigene Gesundheit und die Umwelt. Übriggebliebene Pestizide sind gefährliche Abfälle, die nicht im Restmüll entsorgt werden dürfen.


Aus gutem Grund: torffreie Erde

Video: Aus gutem Grund - Die Wiener Biotonne

Viele handelsübliche Blumenerden, sogar manche Bio-Erden, enthalten Torf, der in Mooren abgebaut wird. In Moorlandschaften leben Tier- und Pflanzenarten, die auf diesen Lebensraum spezialisiert sind. Der Torfabbau zerstört die Moore unwiederbringlich. Für die torffreie Erde "Guter Grund" der Abteilung Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark (MA 48) wird Kompost mit Holz- und Kokosfasern, Gesteinsmehl und Steinwolle gemischt. Erhältlich ist diese nährstoffreiche Erde in 18-Liter- und 40-Liter-Säcken auf allen Wiener Mistplätzen. Mit dem Verzicht auf den Einsatz von Torf unterstützt die MA 48 den Erhalt der Moore. Der "Gute Grund" ist mit dem österreichischen Umweltzeichen zertifiziert.

"Guter Grund" - Torffreie Erde aus der Wiener Biotonne

Vielfalt statt Pestizide

Pestizide bringen das natürliche Gleichgewicht im Garten durcheinander und belasten das Grundwasser. Ein naturnah gestalteter und gepflegter Garten kommt auch ohne Pestizide aus. Eine Vielfalt von standortgerechten, heimischen Pflanzen ist die beste Voraussetzung für eine naturnahe Grünoase.

Je besser die Bepflanzung auf Licht- und Bodenverhältnisse und Klima abgestimmt ist, desto besser gedeihen die Pflanzen. Sie sind robuster und weniger anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

Weitere wichtige Elemente eines naturnahen Gartens sind Naturwiesen, Trockensteinmauern, Totholzhaufen und ein "wildes Eck", das nur selten gemäht wird. In Monokulturen können sich Schädlinge leichter ausbreiten als in einem vielfältigen Garten, wo Nützlinge die Schädlinge in Schach halten.

Broschüre "Naturnahe Grünoase"

Die Umweltschutzabteilung (MA 22) hat in einer Broschüre Tipps für eine naturnahe Grünoase zusammengestellt:

Broschüre herunterladen - 2 MB PDF

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