Neue Mähboote auf der Alten Donau

Video: Neue Mähboote für die Alte Donau

2018 setzt die Stadt Wien ein neues Maßnahmenpaket für das Mähmanagement auf der Alten Donau um. Unter anderem werden neue Mähboote eingesetzt, da das Wachstum der Wasserpflanzen in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

2017 wurde ein Pilotversuch mit kleinen, wendigen Booten gestartet, die mit "Greifarmen" 2,5 Meter unter der Wasseroberfläche mähen. Diese Boote werden nun großflächig eingesetzt. Anfang April startete die Tiefenmahd in der Uferzone.


Mähboot auf der Alten Donau mit Wiens Skyline im Hintergrund

Stadträtin Ulli Sima und Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy

Umweltstadträtin Ulli Sima: "Die Qualität des Wassers an der Alten Donau ist mit jener der schönsten Badeseen Österreichs vergleichbar. Das ist kein Zufall, sondern konsequente Arbeit eines ausgeklügelten Pflege- und Mähmanagements der Stadt Wien, das wir nun weiterentwickelt haben. Für die Saison 2018 haben wir - aufbauend auf den positiven Erfahrungen vom Vorjahr - daher ein umfassendes Paket an neuen Maßnahmen geschnürt."


Maßnahmen im Überblick

  • Gemäht wird heuer nicht mehr mit großen Mähbooten, sondern mit kleinen, sehr wendigen "Amphibienbooten". Unterwegs sind jeweils ein Mähboot und ein Sammelboot als gemeinsame Einheit.
  • Die Stadt mäht mit 2 Mähbooten und 2 Sammelbooten in der Oberen Alten Donau, in der Unteren Alten Donau übernimmt ein Vertragspartner der Stadt die Mäharbeiten.
  • Insgesamt sind während der Saison 8 Boote im Einsatz.
  • Die Mähboote sind mit 4 Meter langen Mäharmen ausgestattet.
  • Gesammelt wird das Mähgut durch neue Sammelboote mit 2,5 Meter langen Greifarmen.
  • Das Mähgut kann viel effizienter als bisher gesammelt werden.
  • Die Boote können GPS-gesteuert in überlappenden Bahnen mähen. Dies ergibt durchgehend freigemähte Flächen.
  • Vor allem wird entlang der Uferzonen gemäht, dort wo die Badegäste sowie Bootsfahrerinnen und Bootsfahrer unterwegs sind.
  • Tiefenmahd von Anfang bis Ende April: Auf einem bis zu 100 Meter breiten Streifen entlang des gesamten linken Ufers erfolgt seit Anfang April eine sogenannte Tiefenmahd, bei der Pflanzen knapp über dem Gewässergrund, also in 2,5 Metern Tiefe, geschnitten werden.
  • Im Vorjahr war mit dem Pilotprojekt Tiefenmahd rund 10 Wochen kein Mähvorgang mehr nötig.
  • Nach Abschluss der Tiefenmahd entlang der Ufer erfolgt ab Mai der reguläre Mähbetrieb.
  • Pflanzen-Rodungen mit Schleppsensen: Bereits im Herbst 2017 wurden in ausgewählten Bereichen der Oberen und Unteren Alten Donau nach der Tiefenmahd die Pflanzenreste mit Schleppsensen gerodet. Dies erfolgte insgesamt auf einer Fläche von rund 10 Prozent der Alten Donau im Bereich zwischen U-Bahn-Brücke und Gänsehäufel.
  • Rodungen mit Taucherinnen und Tauchern: Erstmalig findet am 28. April 2018 eine "Mähaktion" mit Taucherinnen und Tauchern statt, die im Bereich des ArbeiterInnenstrands händisch mähen.
  • Niederwüchsige Characeen-Arten sollen langfristig den Platz der hochwüchsigen Arten einnehmen.
  • In wenig genutzten ufernahen Zonen wurden in den letzten Jahren mehrere Schonzonen geschaffen, in denen die Unterwasserpflanzen nicht gemäht werden. Dies dient als Ausgleich zu den intensiven Mäharbeiten.
  • Mähbalken, sogenannte Geerbalken, werden kostenlos an ansässige Betriebe und Vereine für Mäharbeiten zwischen Steganlagen vermietet.
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