Donauinsel wird 2021 klimafit

Grafik: 70 Schafe, 5 Klima-Messstationen, 5 Holz-Pergolen, 1 Million Bienen, 1 neue Aussichtsplattform, 2 neue Teich-Biotope, 3 Klimagärten, 2 Winderäder, 25 neue Wildobst-Bäume, 30 neue Obstbäume

Der Klimawandel setzt auch der Donauinsel zu. 2020 war das fünftwärmste Jahr der Messgeschichte. Mit einem breiten Maßnahmenpaket wird die Donauinsel 2021 klimafit gemacht.

Im Rahmen des Ende 2018 gestarteten EU-Projekts LIFE DICCA wurden bereits viele Projekte umgesetzt, die die Insel als wertvolles Ökosystem und Naherholungsgebiet für die Wienerinnen und Wiener erhalten sollen.


Innovationsstadträtin Ulli Sima mit Donauinsel-Maßnahmenplan

Innovationsstadträtin Ulli Sima

Innovationsstadträtin Ulli Sima: "Kleine Teiche, die wertvolle Biotope sind, drohen hitzebedingt auszutrocknen. Sie werden revitalisiert, neue Teiche angelegt. Auch die schon berühmten Insel-Schafe kommen wieder als natürliche Rasenmäher zum Einsatz. Es werden hitze-robuste Bäume gepflanzt. Und für die Besucherinnen und Besucher wird es coole neue Sitz- und Aussichtsplätze geben."

Neue und revitalisierte Teiche

Bei der Gestaltung der Donauinsel in den 1970er- und 1980er-Jahren wurden einige Donau-Altarme, wie zum Beispiel der Tote Grund, erhalten sowie zahlreiche kleinere Teiche künstlich angelegt. Sie entwickelten sich zu wertvollen Lebensräumen für seltene Tier- und Pflanzenarten. Klimawandelbedingt drohen kleinere Teiche auf der Insel auszutrocknen. Aus diesem Grund werden 2 neue Teichbiotope auf der Insel geschaffen und weitere, bereits vorhandene Teiche, die auszutrocknen drohen, revitalisiert.

Ein mit einem Windrad angetriebenes Bewässerungssystem für den kleinen Endelteich im Norden sowie für das Tritonwasser im mittleren Teil der Donauinsel sollen im Herbst 2021 fertiggestellt sein. Das Tritonwasser ist mit einer Größe von 2 Hektar der größte künstliche Teich auf der Donauinsel. Für Besucherinnen und Besucher wird es als neue Attraktion eine Aussichtsplattform auf das Tritonwasser geben.

Donauinsel als Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere

Klima-Gärten zeigen Zyklus von Pflanzen und Klima

In Planung befinden sich 3 sogenannte phänologische Gärten auf der Donauinsel. Die Phänologie untersucht Zusammenhänge zwischen dem saisonalen Zyklus von Pflanzen und dem Klima. Im Frühjahr werden heimische Baum- und Straucharten an 3 verschiedenen Orten auf der Donauinsel gepflanzt. Mittels Info-Tafeln werden die Besucherinnen und Besucher der Donauinsel eingeladen, diese Bäume und Sträucher im Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten.

Mit dem Wiener Tag der Artenvielfalt im Juni, mit Klima-Tagen für Schülerinnen und Schüler sowie Informationsmöglichkeiten vor Ort sollen die DICCA-Maßnahmen auf der Donauinsel den Wienerinnen und Wienern bekannt gemacht werden – soweit es die Corona-Situation erlaubt.

Umgesetzte Projekte

Bis 2020 wurden bereits eine Reihe von sichtbaren Teilprojekten und Maßnahmen auf der Donauinsel verwirklicht. Dazu zählen etwa die 70 Schafe, die als umweltschonende Rasenmäher auf den wenig gemähten Wiesen im nördlichen Teil der Insel eingesetzt werden. Ein begleitendes Monitoring zeigt auf den beweideten Wiesen ein stark erhöhtes Aufkommen von Insektenarten im Vergleich zu maschinell gemähten Wiesen.

Zudem wurden Wildobstbäume gepflanzt, die Trockenheit und Hitze gut aushalten, 18 Bienenvölker angesiedelt sowie neue meteorologische Messstationen installiert.

Für Besucherinnen und Besucher wurden im Herbst 2020 5 Holz-Pergolen mit Sitz- und Liegegelegenheiten in der Nähe der Kaisermühlenbrücke errichtet. Sie werden an sommerlichen Hitzetagen für Schatten und mittels sogenannter Gradierwände für ein kühlendes Mikroklima sorgen. Durch ihre besondere Lage bieten sie zudem einen tollen Ausblick auf die Donau.

Projektziele und Maßnahmen - LIFE DICCA

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