50 Vorhaben für die "Klima-Musterstadt" Wien

Infografik mit klimafreundlichen Maßnahmen in Wien

Ein Paket von 50 Maßnahmen in 7 Themenfeldern soll Wien zur "Klima-Musterstadt" und CO2-neutralen Metropole machen. Die einzelnen Schritte reichen vom Kampf gegen Hitzeinseln mit mehr Grünflächen und "Cooling-Maßnahmen" über die Reduktion von CO2 durch Elektromobilität bis hin zu Abfallvermeidung und effizienterer Energiegewinnung.


Umweltstadträtin Ulli Sima und Bürgermeister Michael Ludwig mit regionalem Gemüse

Umweltstadträtin Ulli Sima und Bürgermeister Michael Ludwig

Bürgermeister Michael Ludwig: "Wien ist schon seit Jahren ein mustergültiges Beispiel für Klimaschutz. Mit diesem Programm zeigen wir, dass Wien sich mit dem Klimaschutz schon länger beschäftigt und zahlreiche Maßnahmen bereits umgesetzt hat – und weitere in Umsetzung sind."

Hohe Klima-Ziele bei Strom, Wärme und Abfall

Das "Herzstück" des Wiener Wegs zur CO2-neutralen Stadt ist die "intelligente Vernetzung" der Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und Abfallentsorgung. Die Nachhaltigkeit der stadteigenen Wien Energie soll daher ausgebaut werden. 1,2 Milliarden Euro sollen in den Ausbau erneuerbarer Energien fließen, unter anderem durch den Bau neuer Photovoltaik-Kraftwerke, Solaranlagen auf Dächern öffentlicher Gebäude oder den Ausbau der Windenergie und Steigerungen bei der Wasserkraft. Daneben verfolgt Wien "smarte" Projekte, wie die Nutzung der Abwärme der Hauptkläranlage für die umweltfreundliche Heizung von 106.000 Haushalten.

Unter dem Motto "Zero Waste" soll im Interesse des Klimaschutzes Abfall vermieden werden und möglichst wenig Essen verschwendet werden. Aus Küchenabfällen entsteht bereits jetzt in der Biogasanlage in Simmering Gas für die Heizung. Mittelfristig soll die Leistung des Bio-Kraftwerks verdoppelt werden und 900 Haushalte versorgen können.

Verkehr noch klimafreundlicher

Beim öffentlichen Verkehr ist der Ausbau des bestehenden guten Öffi-Netzes geplant. Um die Zahl der Auto-Einpendlerinnnen und -Einpendler bis 2030 zu halbieren, plant Wien auch den Ausbau des Bim-Netzes über die Stadtgrenze hinaus nach Niederösterreich – konkret nach Schwechat oder Großenzersdorf.

Von Wien Energie produzierter Wasserstoff soll künftig Wasserstoff-Busse der Wiener Linien antreiben. Ein Testbetrieb ist schon für 2020 angepeilt.

Durch den Ausbau des Ladestations-Netzes in der Stadt soll auch der Anteil der Elektromobilität in der Stadt steigen. Die Stromtankstellen in Wien sollen sich auf 2.000 Stationen verdoppeln. Künftig sollen neben den Öffis auch die Wiener Taxis zum Großteil elektrisch unterwegs sein.

Kampf gegen Hitzeinseln

Um Hitzeinseln in der Stadt zu vermeiden, plant die Stadt künftig bei der Umgestaltung von Plätzen neue Parks oder Grünraum ein. Wo es nicht möglich ist, neue Bäume zu pflanzen, soll die Betondecke aufgerissen und begrünt werden.

Im Wienerwald sollen 2020 rund 8.000 Hektar Wald mit der bisher größten Baumpflanz-Aktion "Wald der Jungen WienerInnen" wachsen. Bisher wurden von jungen Stadtbewohnerinnen und -bewohnern bereits jährlich 10.000 neue Bäume gepflanzt.

Mehr Bäume soll es aber auch in den Gassen der Stadt geben. 4.500 Stadtbäume sollen zu den bestehenden 500.000 Allee-Bäumen dazukommen.

Neben 1.000 neuen Trinkbrunnen wird es in den kommenden Monaten 100 neue Nebelduschen und weitere 100 mobile Sprühnebel-Aufsätze für Hydranten an besonders heißen Plätzen in der Stadt geben. Als Beispiel dient die Umgestaltung des Esterházyparks zum "Cooling-Park" mit Sprühnebel und Wasserfontänen.

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