Der Gürtel als Lebensraum für Bienen und Co.

Das erfolgreiche Projekt am Margaretengürtel sorgt für Artenvielfalt in der Stadt.

Blumenwiese mit roter Mohnblume im Vordergrund

Seit 2006 haben sich zahlreiche Pflanzen- und Tierarten auf der Gürtelwiese niedergelassen.

Artenvielfalt kann in Wien auch im dicht bebauten, innerstädtischen Gebiet gefördert werden. Seit vielen Jahren setzen die Stadt Wien und der Bezirk Margareten gemeinsam Maßnahmen, um die Wiesen am Gürtel möglichst naturnah zu bewirtschaften.

"Diese Stadtwildnis bietet unzähligen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und ist auch für die Wienerinnen und Wiener ein natürlicher Erholungsort", erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima beim Lokalaugenschein auf einer der Gürtelwiesen.


Kooperation zwischen Stadt Wien und Margareten

Stadtgartendirektor Rainer Weisgram, Stadträtin Ulli Sima, Margaretens Bezirksvorsteherin Susanne Schäfer-Wiery auf einer Wiese

Stadtgartendirektor Rainer Weisgram, Umweltstadträtin Ulli Sima, Margaretens Bezirksvorsteherin Susanne Schaefer-Wiery auf der naturnahen Wiese am Margaretengürtel

Das "Projekt Gürtelwiese" wurde von der Wiener Umweltschutzabteilung (MA 22) in Kooperation mit dem Bezirk Margareten im Herbst 2006 ins Leben gerufen, um der Natur in der Stadt neuen Raum zu geben.

Die Wiesenstreifen zwischen den belebten Gürtelfahrbahnen am Margaretengürtel werden seither von den Wiener Stadtgärten (MA 42) fachgerecht und professionell naturnah gepflegt. Die Wiese wird sich selbst überlassen und nur ein bis zwei Mal im Jahr gemäht. Das begünstigt zahlreiche Arten, die sonst in diesem Lebensraum nicht zu finden wären.


Artenreiche Wiesen bieten mehr als reine Rasenflächen

Mehr als 80 unterschiedliche Pflanzenarten konnten auf den Wiesen bisher nachgewiesen werden, darunter die Echte Schafgarbe, die Wiesen-Flockenblume, verschiedenste Fingerkraut- und Distelarten sowie Wiesen- und Steppen-Salbei. Die farbenfrohen Pflanzen sind nicht nur eine Augenweide, sondern auch wichtige Nektarpflanzen für Bienen und viele weitere Insektenarten, Schmetterlinge und Vogelarten.

Bienen fliegen auf Wien

Durch die vielen Maßnahmen für Artenvielfalt ist Wien zur Hauptstadt der Bienen geworden. Heute leben bereits über 5.100 Bienenvölker in der Millionenstadt. Die Stadt Wien setzt auf ökologische Landwirtschaft und bewirtschaftet viele Wiesen und Parkanlagen naturnah, um den fleißigen Bienen ausreichend Futter zu garantieren. Die Stadt fördert Imkerinnen und Imker aktiv. Zudem hat sie auf zahlreichen eigenen Flächen Bienenstöcke angebracht, wie etwa am Rathausdach.

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