Wiener Klimarat tagte zum 1. Mal

Politikerinnen und Politiker vor einem Pult

Im Juni 2019 hat die Stadt Wien einen Klimarat als eine wichtige Säule des Wiener Klimaschutzpakets eingerichtet. Nach einer Corona-bedingten Verschiebung tagten am 21. und 22. September 2020 erstmals die Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, der Wiener Stadtverwaltung sowie der Wirtschaft, NGOs und Interessensvertretungen im Wiener Rathaus.

Bürgermeister Michael Ludwig: "Die Stadt Wien feierte 2019 das 20-jährige Jubiläum des 1. Klimaschutzprogrammes, diese Aktivitäten wurden im Rahmen der Smart City-Strategie und des Klimabudgets in den letzten Jahren noch einmal verstärkt. Einen wichtigen Pfeiler bildet der Klimarat, der uns viele Anregungen liefert, um den Klimawandel hintanzuhalten."

Vizebürgermeisterin und Klimaschutzstadträtin Birgit Hebein: "Die Klimakrise macht keine Corona-Pause. 2020 gehört zu den stärksten Hitzesommern aller Zeiten, in der Vorwoche hatte Wien wieder eine Tropennacht zu verzeichnen. Wir müssen rasch und gemeinsam handeln, denn es gibt keinen Impfstoff gegen die Klimakrise."

Themen

Bürgermeister Ludwig griff bei der Pressekonferenz folgende Themen als exemplarisch heraus:

  • Öffentlicher Verkehr: Neben den öffentlichen Verkehrsmitteln sollen 100 Mobilitätsstationen in ganz Wien für die oft kurze Strecke von der Haustür zur Öffi-Station zusätzliche Lösungen anbieten und den Modal Split vor allem in den Flächenbezirken noch verbessern.
  • Wärmewende: Im Bereich der Neuerrichtung von Gebäuden wurden in den letzten Jahrzehnten in Wien dank Sanierungsmaßnahmen, Heizungsumstellungen, Fernwärmeausbau und Passivbauweise im Neubau sehr beachtliche CO2-Reduktionen erzielt. Weitere Maßnahmen sollen den vollständigen Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen ermöglichen.
  • Landwirtschaft: Das Programm "Wien is(s)t G.U.T." zielt darauf ab, die Menschen mit gesunden, umwelt- und klimafreundlichen Lebensmitteln zu versorgen und gleichzeitig Tierleid zu verhindern. Die Wiener Landwirtschaft ermöglicht kurze Wege und damit eine Reduktion der klimaschädlichen Gase. So stammen bereits 50 Prozent der Speisen in städtischen Kindergärten und 40 Prozent der Speisen in Spitälern und PensionistInnen-Wohnhäusern aus, meist biologischer, Wiener Landwirtschaft.
  • Pkw-Verkehr reduzieren: Als größter Versucher von klimaschädlichen Emissionen soll der Autoverkehr reduziert und Öffis sowie die Fahrrad-Infrastruktur weiter ausgebaut werden.
  • Energiewende weg von fossilen Brennstoffen: Beim kommenden Gemeinderat werden die nächsten 5 Klimaschutzgebiete beschlossen. Das heißt, es werden 5 weitere Bezirke zukünftig ohne Öl und Gas im Wohnungsneubau auskommen.
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