Bienenvölker in Wien

Wien ist eine Millionenstadt und mit mehr als der Hälfte Grünraum auch eine Stadt der Bienen.

Bienen sind wichtig für die Bestäubung und Vermehrung von vielen Pflanzenarten. Wien fördert die Bienen, indem Wiesen in Parkanlagen und auf sonstigen Grünflächen naturnah belassen. Insgesamt gibt es in Wien über 5.000 Bienenstöcke mit rund 40.000 Bienen pro Stock.

Allein auf den Flächen der Stadt Wien stehen rund 500 Bienenstöcke, zum Beispiel in den Blumengärten Hirschstetten, im Schulgarten Kagran oder beim Landgut Wien Cobenzl.

Bienenstöcke am Rathausdach

Video: Bienen auf dem Rathausdach

Seit 2014 bevölkern die fleißigen Tiere auch das Rathausdach. Der Rathauspark mit seinem alten Baumbestand bietet den Bienen ein breites Nahrungsangebot.

Bienenstöcke am Wiener Rathaus


Zentralfriedhof als idealer Lebensraum

Friedhöfe in der Stadt sind auch grüne Oasen in oftmals dicht verbauter Umgebung. Dort finden Tiere und Pflanzen einen weitgehend ungestörten Lebensraum. Durch die Vielfalt der Pflanzenwelt auf dem Zentralfriedhof finden auch die Bienenvölker eine optimale Umgebung ohne Bienengifte vor.

Damit die Bienen ungehindert am Friedhofsgelände ausfliegen können, wurde der Naturgarten als der am besten geeignete Ort für die Bienenstöcke ausgewählt. Der Naturgarten ist ein 40.000 Quadratmeter großes Areal mit einer großen Blumenwiese, Bäumen, Sträuchern und einem Biotop. Er bietet den Bienen Lebensraum, Futterquelle und Wasser.

Wiener Zentralfriedhof


Blumengärten Hirschstetten

Mit Bienenhaus und Bienenwiesen werden die Bienen in den Blumengärten Hirschstetten gefördert. Mit der extensiven Pflege von Wiesen in Parkanlagen und anderer Grünflächen schafft die Stadt Platz und Nahrung für Bienen und andere Insekten.

Stadtgärten geben Bienen ein Heim

Bienen in aspern Die Seestadt Wiens

Am Dach des Technologiezentrums Seestadt finden Donaustädter Bienen ein neues Zuhause. Der Bio-Imker Gernot Gangl nützt die gute Lage des Technologiezentrums als neuen Standort für sechs seiner Bienenstöcke.

Bienen fliegen auf die Seestadt

Weingut Cobenzl

Am Weingut Cobenzl werden eigene Bienenvölker betreut. Diese sammeln fleißig Nektar und Pollen für den Wiener Bio-Honig vom Cobenzl. Die Imkerei am Cobenzl wird nach den strengen Bio-Richtlinien geführt. Darin sind neben der sorgfältigen Standortwahl auch viele andere Kriterien geregelt, wie etwa die Bienengesundheit, Fütterung, natürliche Baumaterialen der Bienenwohnungen bis hin zur Honiggewinnung.

Die naturnahe Bewirtschaftung der umliegenden Wälder durch die Stadt Wien gewährleistet eine hohe Vielfalt an Bäumen und Sträuchern, die den Bienen nahezu durchgehend von Frühling bis Spätsommer als reichhaltige Nahrungsquelle dienen.

Die Pollenanalyse zeigt, dass die Bienen unserer Völker bevorzugt Lindenblüten sowie Blüten von Götterbaum, Löwenzahn und Edelkastanie besucht haben. Das Ergebnis ist ein mild-würziger Blütenhonig, der vom Österreichischen Imkereizentrum mit der höchsten Qualitätsauszeichnung "Gold" bewertet wurde.

Wiener Bio-Honig vom Cobenzl

25hours-Hotel in Neubau

Das Dach des Hotels 25hours in Neubau wird eine neue Herberge für ganz besondere Gäste anbieten: Dort wird Neubaus erstes Bienenvolk angesiedelt.

Bienensummen in Neubau

Sonnwendgarten

2018 wurde ein Bienenstand im Nachbarschaftsgarten Sonnwendgarten im Helmut-Zilk-Park eröffnet. Sichtfenster ermöglichen interessierten Besucherinnen und Besuchern sowie Kindergartengruppen und Schulklassen einen Blick ins Innere.

Bienen für den Sonnwendgarten

Daten und Fakten

  • Im Sommer leben in Wien rund 200 Millionen Bienen.
  • Je nach Wetter und Bienenzahl produziert ein Volk rund 25 bis 40 Kilogramm Honig pro Jahr.
  • In Wien sind fast 700 Imkerinnen und Imker aktiv.
  • Die sechseckigen Waben dienen der Aufzucht von Larven und der Lagerung von Honig und Pollen.

Weiterführende Informationen

Verantwortlich für diese Seite:
wien.at-Redaktion
Kontaktformular